Staatssekretär Rachel gibt Start frei für "STARTKLAR!" - Schüler gewinnen Einblick in die handwerkliche Arbeit

Start des Programms "STARTKLAR!": Staatssekretär Thomas Rachel (l.) übergibt in der Friseurwerkstatt der BGE Düren den Zuwendungsbescheid an Ralf W. Barkey (r.), Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, und Professor Dr. Kurt Schroeder, Vorstandsvorsitzender des Sozialwerks Dürener Christen.
Pressemitteilung IPR 081 - 11. Dezember 2009
Düren. Hunderte Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Düren erhalten in den kommenden fünf Jahren die Chance, handwerkliche Berufe kennen zu lernen. "STARTKLAR!", so der Name des Programms, wird dazu beitragen, dass sich die Jugendlichen intensiv auf die Berufswahl vorbereiten. Den praktischen Anteilen in Klasse 8 folgen weitere Orientierungsbausteine und Praktika in den Klassen 9 und 10.
"Mit dem neuen Programm zur Berufsorientierung wird der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt verbessert und das Duale System der Berufsausbildung gestärkt", betonte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (MdB), bei der Übergabe des Zuwendungsbescheids an die Handwerkskammer für die Region Aachen und das Sozialwerk Dürener Christen. Beide Häuser stellen ihre Bildungszentren in der Rurstadt bereit, um den jungen Leuten Einblicke in Berufsfelder wie Friseur, Maler und Lackierer, Metallbau, Tischlerei, Gartenbau und Bürokaufleute zu geben.
Das Bund-Länder-Programm "STARTKLAR! - Mit Praxis fit für die Ausbildung" sieht für die erste Phase in der achten Klasse ein Volumen von knapp fünf Millionen Euro bis Ende 2010 vor. Damit werden insgesamt 8.000 Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung gefördert.
"Eine passgenaue Berufswahl und eine verbesserte Ausbildungsreife sind unsere Ziele. Da die teilnehmenden Jugendlichen sich im Laufe der drei Jahre rund 600 Stunden neben der Schule zusätzlich qualifizieren, werden sich auch die Berufschancen deutlich verbessern", betonte Rachel bei seinem Besuch in der Friseurwerkstatt der BGE Düren, wo er den Vertrag überreichte. Damit können 285 Schülerinnen und Schüler aus Düren, Jülich, Nörvenich, Linnich und Vettweiß in Berufe "schnuppern".
"STARTKLAR!" ist ein Angebot für Haupt-, Gesamt- und Förderschulen in Nordrhein-Westfalen. Es zielt auf eine Stärkung der Lernkompetenz und der Ausbildungs- und Berufsreife von Jugendlichen in den Jahrgangsstufen 8, 9 und 10. Im Fokus stehen Schülerinnen und Schüler, die den direkten Übergang in eine Ausbildung anstreben und zusätzlicher Unterstützung bedürfen. Die spezifischen Bedingungen von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf werden dabei berücksichtigt.
Ralf W. Barkey, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für die Region Aachen, und Professor Dr. Kurt Schroeder, Vorstandsvorsitzender des Sozialwerks Dürener Christen, zeigten sich erfreut, dass das Modellprojekt dauerhaft fortgeführt wird. Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Düren nutzten dabei die Gelegenheit, verschiedene Handwerksberufe kennen zu lernen und entwickelten so eine Vorstellung, welche Anforderungen an Lehrlinge gestellt werden. Zum erfolgreichen Abschluss der Maßnahme erhielten sie Zertifikate, die als Empfehlung bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz dienen.
Die Bedeutung einer fundierten Berufsentscheidung für den weiteren Lebensweg der Jugendlichen hob Barkey hervor. Ein fachlich begleitetes Praktikum in den Bildungszentren des Handwerks werde viele dazu bewegen, eine Karriere mit Lehre anzustreben, die bis zur Selbstständigkeit oder zum Fachstudium reichen könne.
"STARTKLAR!" hilft Jugendlichen, bessere Chancen auf eine Lehrstelle zu erwerben. In den verschiedenen Phasen kommen sie dem einen Ziel nahe: wissen, was ihnen liegt, und in den Ausbildungsmarkt einsteigen. Von zweiwöchigen Werkstattaufenthalten ab der achten Klasse über Förderung der Persönlichkeitsentwicklung bis hin zum Langzeitpraktikum in Unternehmen in der zehnten Klasse werden die jungen Leute systematisch begleitet. Das kommt auch der Wirtschaft zugute.
Den Wert der breit angelegten Zusammenarbeit hob Marion Großschopf, Vertreterin der Regionalagentur Aachen, im Namen des nordrhein-westfälischen Arbeitsministeriums hervor. Dadurch sei eine gemeinsame Maßnahme entstanden, "die im Bundesgebiet einzigartig ist".
Das Programm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, von den nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung sowie für Arbeit, Gesundheit und Soziales und von der Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen der Bundesagentur für Arbeit finanziert, wobei auch Mittel des Europäischen Sozialfonds eingesetzt werden. Umgesetzt wird das Bund-Länder-Programm von der Landes-Gewerbeförderungsstelle des nordrhein-westfälischen Handwerks und der Landesstiftung Partner für Schule NRW.
Info: Weitere Informationen und Ansprechpartner bei der Handwerkskammer Aachen, mehr dazu




