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Das Handwerk bietet Jugendlichen, die mit einer Lehre ins Berufsleben starten wollen, eine Vielzahl von interessanten Möglichkeiten. Die Berufsausbildung in anerkannten Ausbildungsberufen wird nach der Handwerksordnung (HwO) und dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) an zwei Lernorten vermittelt: im ausbildenden Betrieb und in der Berufsschule. Deshalb spricht man vom dualen System der Berufsausbildung.

Sie erfolgt auf der Grundlage bundeseinheitlicher Ausbildungsordnungen. Dabei sind eine breit angelegte Grundbildung, fachliche Qualifikationen und Berufserfahrungen zu vermitteln, die zur Ausübung einer qualifizierten Berufstätigkeit befähigen.

Für die Ausbildung im Betrieb sind Ausbilder und Meister zuständig, die fachlich und persönlich geeignet sein müssen (Nachweis in der Ausbildereignungsprüfung). Die Ausbildung in Handwerksbetrieben wird teilweise ergänzt um mehrwöchige Lehrgänge in den überbetrieblichen Bildungsstätten der Handwerkskammer. In der Berufsschule wird fachtheoretischer und allgemeinbildender Unterricht erteilt. Der Unterricht - im Durchschnitt ein bis zwei Tage wöchentlich - wird bei bestimmten Berufen auch zu verschiedenen Formen des Blockunterrichts zusammengefasst.

Die Handwerkskammer Aachen fördert die Berufsbildung durch Beratung aller Beteiligten, besonders der ausbildenden Betriebe und der Lehrlinge. Von der Anbahnung des Lehrvertrags bis zur bestandenen Gesellen- oder Abschlussprüfung sind die Ausbildungsberater tätig. Dies geschieht durch Besuche in Handwerksunternehmen und in Berufsschulen sowie durch persönliche und telefonische Gespräche in der Kammer. Außerdem informieren die Ausbildungsberater bei Berufsmessen, in Arbeitskreisen sowie Podiumsdiskussionen.

Handwerke und zugeordnete Ausbildungsberufe

Die hier nicht aufgeführten Ausbildungsberufe werden in Handwerksbetrieben nicht ausgebildet oder heißen heute anders. In den vergangenen Jahren wurden viele Ausbildungsberufe umbenannt oder aufgehoben. Die historische Entwicklung solcher Berufe lässt sich beim BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) auf der Webseite www.bibb.de recherchieren.

*1) Erprobungsverordnung *2) nicht auf Grundlage der Handwerksordnung, sondern als BBiG-Beruf verabschiedet, und somit dem Gewerbe nicht eindeutig zugeordnet.


Duale Ausbildung

Die Berufsausbildung wird als dual (zweiseitig) bezeichnet, weil sie an zwei Lernorten stattfindet: im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Im Betrieb überwiegen die praktischen und in der Berufsschule die theoretischen Inhalte.
Wichtige rechtliche Grundlagen für die duale Berufsausbildung sind das Berufsbildungsgesetz (BBiG), die Handwerksordnung (HwO) sowie die jeweiligen Schulgesetze der Länder, in Nordrhein-Westfalen die Ausbildungsordnung Berufskolleg (APO-BK).

Der Ausbildungsbetrieb
Die Ausbildung im Betrieb richtet sich nach der für jeden staatlich anerkannten Ausbildungsberuf erlassenen Ausbildungsordnung. Darin sind u. a. die Ausbildungsdauer, Ausbildungsinhalte, Ausbildungsrahmenpläne und Prüfungsanforderungen für die jeweiligen Berufe geregelt. Ergänzt wird die betriebliche Ausbildung in vielen Handwerksberufen durch Kurse in den überbetrieblichen Ausbildungsstätten. Dort werden die Auszubildenden mit den modernsten Techniken und Technologien vertraut gemacht, die zum praktischen Aufgabenspektrum ihrer Berufsausbildung gehören. 

Die Berufsschule
Die Ausbildung an den Berufsschulen richtet sich nach landeseinheitlichen Lehrplänen, die vom Schulministerium erlassen werden. Neben berufsbezogenen Fächern (ca. 60% der Unterrichtszeit) werden auch berufsübergreifende Fächer wie Deutsch / Kommunikation, Religion, Wirtschafts- und Sozialkunde und Sport / Gesundheitsförderung unterrichtet.

Der Unterricht erfolgt in der Regel entweder wöchentlich an jeweils ein oder zwei achtstündigen Unterrichtstagen oder zusammenhängend, d. h. wochenweise im Block.

Der Ausbildungsbetrieb ist verpflichtet, Lehrlinge zum Besuch des Berufsschulunterrichtes anzuhalten und für diese Zeit freizustellen. Nach Abschluss eines jeden Schuljahres erhalten die Schüler ein Zeugnis, in dem vermerkt ist, ob die Leistungsanforderungen der Klasse erfüllt wurden. Alle Schülerinnen und Schüler rücken automatisch in die nächste Klasse vor. Die Wiederholung einer Klasse erfolgt nur, wenn es zu einer Verlängerung des Berufsausbildungsverhältnisses kommt.

Der BerufsschulabschlussDer Berufsschulabschluss wird unabhängig vom beruflichen Abschluss (Gesellen- / Abschlussprüfung) zuerkannt. Voraussetzung ist allerdings, dass die Leistungen am Ende des Bildungsganges den Anforderungen entsprechen.

  • Der Abschluss der Berufsschule ist dem Abschluss der Hauptschule nach der Klasse Typ A gleichwertig.
  • Wer die Berufsschule mit der Gesamtnote 3,0 oder besser abschließt, seine Gesellen- bzw. Abschlussprüfung besteht und die für die Fachoberschulreife notwendigen Englischkenntnisse nachweisen kann, erhält den Abschluss Fachoberschulreife.

Die Ausbildungsdauer
beträgt - je nach Beruf - zwischen 2 und 3½ Jahren. Eine Verkürzung oder Verlängerung der Ausbildungszeit bzw. eine Teilzeitberufsausbildung ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich.

Auslandsaufenthalt
Bis zu einem Viertel der Ausbildungszeit kann - in Absprache mit dem ausbildenden Betrieb - im Ausland absolviert werden.

Interessante Links im Internet:

  • www.handfest-online.de: Informationen zu Ausbildungsberufen, - tarifen und Karrieremöglichkeiten im Handwerk
  • www.berufsinfo.org: "Infocenter Ausbildungsberufe im Handwerk" von der Handwerkskammer zu Köln, u.a. mit allen Ausbildungsordnungen und Ausbildungsvergütungen
  • berufenet: Umfangreiche Informationsseiten der Bundesagentur für Arbeit zu allen Ausbildungsberufen
  • www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de: Informationen rund um Berufswahl, Ausbildung, Berufsleben und Arbeitslosigkeit
  • www.learnline.de: Nordrhein-westfälischer Bildungsserver, mit vielfältigen Informationen auch zum Thema Berufliche Bildung
  • www.tarifregister.nrw.de: Informationen zum Tarifvertragsrecht, u. a. Ausbildungsvergütungen und Anfangsentgelte im 1. Berufsjahr

Ausbildung in Teilzeit

Während Teilzeit im Arbeitsleben selbstverständlich ist, geht man in der Ausbildung in der Regel immer noch von einer 40-Stunden-Woche aus. Doch das muss nicht sein: Bei berechtigtem Interesse kann auf gemeinsamen Antrag von Auszubildenden und Betrieb die Arbzeitszeit verkürzt werden. Ein berechtigtes Interesse liegt z. B. bei Auszubildenden vor, die ein eigenes Kind oder einen pflegebedürftigen nahen Angehörigen zu betreuen haben. Eine wöchentliche Mindestausbildungszeit von 25 Stunden soll nicht unterschritten werden.

Dauer
Die Teilzeitausbildung führt grundsätzlich nicht zu einer Verlängerung der kalendarischen Gesamtausbildungsdauer. Im Einzelfall kann die Teilzeitausbildung aber mit einer Verlängerung der kalendarischen Ausbildungsdauer verbunden werden, wenn die Verlängerung erforderlich ist, um das Ausbildungsziel zu erreichen. Die Vereinbarungen sind im Ausbildungsvertrag festzuhalten.

Berufsschule
Der Teilzeitauszubildende muss den Berufsschulunterricht vollständig besuchen. Die Anrechnung der Berufsschulzeit auf die wöchentliche Ausbildungszeit erfolgt nach allgemeinen Grundsätzen.

Urlaubsanspruch
Der Urlaubsanspruch richtet sich nach der Anzahl der Arbeitstage. Die Dauer der täglichen Arbeitszeit ist hierfür irrelevant. Teilzeitauszubildende, die an genauso vielen Tagen wie Vollzeitauszubildende arbeiten, haben den gleichen Urlaubsanspruch. Arbeiten Teilzeitauszubildende an weniger Tagen in der Woche als Vollzeitauszubildende, ist der Urlaub entsprechend zu kürzen.

Ausbildungsinhalte
Die überbetrieblichen Unterweisungsmaßnahmen müssen bei einer Teilzeitausbildung vollständig besucht werden. Die Ausbildungsinhalte werden an die Teilzeitausbildung angepasst. Da es sich bei den Teilzeitausbildungen immer um Einzelfälle handelt, sind diese mit dem jeweils zuständigen Ausbildungsberater abzustimmen.

Weitere Infos: www.netzwerk-teilzeitberufsausbildung.de

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Ausbildung im Verbund

Bei einem Ausbildungsverbund schließen sich mehrere Betriebe (mindestens zwei) zusammen, um gemeinsam einen Lehrling auszubilden. Der Auszubildende wechselt phasenweise in einen Partnerbetrieb, um dort die Arbeiten zu erlernen, die der Verbundpartner nicht vermitteln kann. Interessant ist dieses Ausbildungsmodell besonders für hoch spezialisierte Unternehmen. Aber auch für Betriebe, die neu gegründet wurden, die zu klein sind oder denen es an fachlichen oder organisatorischen Voraussetzungen für die Durchführung der Ausbildung fehlt.

Eine Ausbildung im Verbund wird gefördert. Bezuschusst werden Personal- und Sachkosten für betriebliche Ausbildungsplätze in Ausbildungsverbünden.

Voraussetzungen für eine Förderung

  • Es muss sich um einen Beruf mit mindestens zweijähriger Ausbildungsdauer handeln.
  • Der Betrieb, mit dem der oder die Auszubildende den Ausbildungsvertrag schließt, kann nicht alle nach der Ausbildungsordnung erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten im vollen Umfang vermitteln.
  • Dieser Betrieb darf noch nicht oder nicht mehr als zwei Ausbildungsjahrgänge in den zurückliegenden drei Jahren ausgebildet haben.
  • Mindestens sechs Monate der betrieblichen Ausbildung müssen von einem oder mehreren Verbundpartnern übernommen werden.
  • Die Verbundbetriebe müssen in Nordrhein-Westfalen ansässig sein.

Höhe der Förderung
Die finanzielle Unterstützung  wird als Zuschuss gewährt, d. h. die bereit gestellten Mittel müssen nicht zurückgezahlt werden.

Der Zuschuss beträgt 4.500 Euro je Ausbildungsplatz.

Die Auszahlung wird vom Nachweis der besetzten Ausbildungsplätze abhängig gemacht. Wird das Ausbildungsverhältnis vorzeitig beendet, reduziert sich die Bewilligungssumme bzw. kann vollständig zurückgefordert werden.

Antragsverfahren
Der Antrag muss vor Ausbildungsbeginn (für die Regierungsbezirke Düsseldorf und Köln) dem Versorgungsamt Köln vorliegen.

Hinweis: Es besteht kein Anspruch auf Bewilligung eines Zuschusses. Die Zuschüsse werden nur im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt.

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Gestufte Ausbildung

Was in der Ausbildung in der Bauwirtschaft bereits seit einigen Jahren erfolgreich praktiziert wird, wurde inzwischen auch in anderen Ausbildungsberufen eingeführt: die gestufte Ausbildung.

Was bedeutet "gestufte Ausbildung"?
Das Konzept der gestuften Ausbildung sieht eine Zweiteilung der Ausbildung vor: In einer ersten Stufe (Dauer: 24 Monate) werden die Schwerpunkte der beruflichen Grund- und Fachausbildung vermittelt. Am Ende dieser ersten Stufe wird eine Abschlussprüfung abgelegt, so dass die Auszubildenden bereits nach zweijähriger Ausbildungsdauer einen ersten anerkannten Berufsabschluss erwerben können.

An die erste Stufe anschließend können die Auszubildenden in einer zweiten Stufe (Dauer: 12 – 18 Monate, d.h. 3. bzw. 4. Ausbildungsjahr) in einem darauf aufbauenden Beruf die Ausbildung fortführen, die dann mit der Gesellenprüfung abgeschlossen wird.

Eingeschränktes Bestehen
Besonders vorteilhaft ist die gestufte Ausbildung für Auszubildende in der Bauwirtschaft und im Maler- und Lackierergewerbe, die die Abschluss-/Gesellenprüfung nach drei Jahren (2. Stufe) nicht bestehen. Sie können trotz Nicht-Bestehens der Gesellenprüfung unter bestimmten Voraussetzungen den Facharbeiterabschluss der ersten Stufe und damit einen anerkannten Berufsabschluss erreichen.

Die Voraussetzungen sind dann erfüllt, wenn der Prüfling in der Abschluss-/Gesellenprüfung mindestens folgende Leistungen vorweisen kann:

  • im praktischen Teil insgesamt mindestens "ausreichend",
  • im schriftlichen Teil in einem der beiden fachbezogenen Prüfungsbereiche mindestens "ausreichend" und
  • in keinem der fachbezogenen Prüfungsbereiche eine ungenügende Leistung.

Die Handwerksberufe, in denen zur Zeit eine gestufte Ausbildung vorgesehen ist, haben wir hier für Sie aufgelistet:

  • 1. Stufe: 

    • Hochbaufacharbeiter/-in

  • 2. Stufe je nach gewähltem Schwerpunkt:

    • Maurer/-in
    • Beton- und Stahlbetonbauer/-in
    • Feuerungs- und Schornsteinbauer/-in

  • 1. Stufe:

    • Ausbaufacharbeiter/-in

  • 2. Stufe je nach gewähltem Schwerpunkt:

    • Zimmerer/-in
    • Wärme-, Kälte- und Schallisolierer/-in
    • Stuckateur/-in
    • Fließen-, Platten- und Mosaikleger/-in
    • Estrichleger/-in
    • Trockenbaumonteur/-in

  • 1. Stufe:

    • Tiefbaufacharbeiter/-in   

  • 2. Stufe je nach gewähltem Schwerpunkt:

    • Straßenbauer/-in
    • Brunnenbauer/-in
    • Rohrleitungsbauer/in
    • Kanalbauer/in
    • Spezialtiefbauer/in
    • Gleisbauer/in

  • 1. Stufe:

    • Bauten- und Objektbeschichter/in   

  • 2. Stufe je nach gewähltem Schwerpunkt:

    •  Maler/-in und Lackierer/-in

Berichtsheftführung

Fast alle Ausbildungsordnungen schreiben vor, dass Lehrlinge während der Ausbildung ein Berichtsheft als Ausbildungsnachweis führen müssen. Hier erfahren Sie das Wichtigste in Kürze...

... für die Auszubildenden:

Wöchentlich, besser jedoch täglich sollte zumindest stichwortartig in das Berichtsheft eingetragen werden, was

  •  im Betrieb
  •  bei der überbetrieblichen Ausbildung im Bildungszentrum und
  •  während des Unterrichts in der Berufsschule

gemacht bzw. gelernt wurde. Es sollte beschrieben werden, was genau getan und gelernt wurde, welche Werkstoffe, Maschinen und Hilfsmittel eingesetzt wurden und ob selbständig oder mit Unterstützung gearbeitet wurde. Das Berichtsheft kann handschriftlich oder am PC ausgefüllt werden.

Häufig sehen Auszubildende das Ausfüllen des Berichtshefts nur als lästige Pflichtübung. Dabei ist das Berichtsheft immens wichtig, denn man wird nur zur Gesellen- bzw. Abschlussprüfung zugelassen, wenn man die vorgeschriebenen Berichtshefte geführt hat (§ 36 Abs. 1 Nr. 2 Handwerksordnung (HwO) bzw. § 43 Abs. 1 Nr. 2 Berufsbildungsgesetz (BBiG). In die Prüfungsbewertung fließen sie allerdings nicht ein.

Außerdem kann anhand der Berichtshefte nachvollzogen werden, was man gelernt hat und ob der Ausbildungsplan eingehalten wurde. Und spätestens bei der Prüfungsvorbereitung können sie als nützliche Gedankenstütze dienen.

... für den ausbildenden Betrieb:

  • Nach § 14 Abs. 1 Nr. 4 BBiG müssen Betriebe ihre Lehrlinge zum Führen von Berichtsheften anhalten, sofern dies in den Ausbildungsordnungen oder in anderen Vorschriften (z. B. Berufsausbildungsvertrag, Tarifvertrag) vorgesehen ist.
  • Sie müssen die Berichtshefte kostenfrei zur Verfügung stellen. Muster sind beim Berufsverband, der Innung oder im Schreibwarenhandel erhältlich.
  • Dem Auszubildenden muss Gelegenheit gegeben werden, das Berichtsheft während der Arbeitszeit zu führen.
  • Ausbilder sollten die Berichte regelmäßig, möglichst monatlich, durchsehen und gegenzeichnen, damit sie kontrollieren können, ob der/die Auszubildende die vermittelten Inhalte verstanden hat bzw. an welchen Stellen Lücken bestehen.

Duales Studium

Durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Handwerkskammer für die Region Aachen und der Fachhochschule (FH) Aachen haben Handwerksbetriebe aus dem Kammerbezirk die Möglichkeit, "dual Studierende" auszubilden.

Lehrlinge, die sich als Straßenbauer, Maurer oder Beton- und Stahlbetonbauer bei einem Handwerksbetrieb ausbilden lassen, können gleichzeitig in den Studiengang Bauingenieurwesen – Vertiefungsrichtung Netzingenieur – und nach viereinhalb Jahren beide Abschlüsse erwerben: Gesellenbrief und Bachelor of Engineering.

Das Gleiche gilt für die Ausbildung zum Feinwerkmechaniker oder Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Auch hier kann die handwerkliche Ausbildung parallel mit dem FH-Studium Maschinenbau bzw. Elektrotechnik kombiniert werden.

Mit der Verkürzung der handwerklichen Berufsausbildung und dem integrierten Studium werden Theorie und Praxis optimal verbunden. Damit hat der junge Absolvent anschließend beste Aufstiegsmöglichkeiten im eigenen Ausbildungsbetrieb. Die Lehrlinge werden direkt auf die Ansprüche des Betriebes hin ausgebildet. Dies spart nicht nur Weiterbildungskosten, sondern wirkt sich zusätzlich motivierend auf das Personal aus.

Mustervertrag anfordern:
Erika Bierfert, Tel.: +49 241 471-127,  erika.bierfert(@)hwk-aachen.de

Wandergesellen

Die französische Wandergesellenvereinigung »Compagnons du Devoir« bietet jungen Handwerkerinnen und Handwerkern berufliche Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten in Frankreich.

Ausbildung in Frankreich
Jungen Berufseinsteigern wird eine Ausbildung in einem anerkannten, traditionellen Handwerksberuf in Frankreich angeboten.

Teilnahmevoraussetzungen
Teilnehmen können junge Erwachsene zwischen 16 und 19 Jahren, die eine Ausbildung in einem der von den Compagnons angebotenen Berufe absolvieren möchten. Weitere Voraussetzung sind gute Französischkenntnisse.

Programminhalte
Vor Beginn der Ausbildung nehmen die Interessenten an einem Intensivsprachkurs teil. Während der zwei- bis dreijährigen Ausbildung übernehmen die Compagnons die außerbetriebliche Schulung in einem ihrer Bildungszentren. Sie beträgt circa 11 Wochen pro Jahr. Die praktische Ausbildung erfolgt in einem Betrieb, mit dem der Auszubildende einen Ausbildungsvertrag abschließt. Die Unterbringung findet entweder in den Häusern der Compagnons oder in ausgewählten Gastfamilien statt.
Sowohl die Organisation des Sprachkurses, die Vermittlung eines geeigneten Ausbildungsbetriebes als auch einer Unterkunft werden von den Compagnons du Devoir organisiert. Sie bieten auch Hilfen bei der Erledigung von Formalitäten mit den Behörden und anderen alltäglichen Schwierigkeiten.

Angebotene Ausbildungsberufe
Zimmerer, Dachdecker, Tischler, Stuckateur, Heizungsbauer, Sanitärinstallateur, Steinmetz, Maurer, Anlagenbauer, Schlosser, Hufschmied, Schumacher, Raumausstatter oder Autosattler.

Ausbildungsabschluss
Die Ausbildung wird mit der französischen Gesellenprüfung abgeschlossen. Sie ist in vielen Berufen dem deutschen Gesellenbrief gleichgestellt und wird somit anerkannt.

Finanzierung
Die Auszubildenden erhalten eine betriebliche Ausbildungsvergütung, die allerdings nicht die gesamten Lebenshaltungskosten deckt. Die gesetzlichen Sozialversicherungen werden vom französischen Betrieb übernommen.

Sprechen Sie uns an:

RA Georg Stoffels - Geschäftsführer
+49 241 471-117
georg.stoffels@hwk-aachen.de