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Ein Praktikum in einem Handwerksbetrieb ist sinnvoll – für alle Beteiligten. Welche Möglichkeiten es gibt und was man beachten sollte, haben wir im Folgenden zusammengestellt:

Wo finde ich einen geeigneten Betrieb – Wo einen geeigneten Praktikanten?

  • In unserer Lehrstellenbörse finden Sie unter - Suche nach Ausbildungsberuf/Art: Praktika - oder über die App Lehrstellenradar - aktuelle Praktikumsplätze unserer Mitgliedsbetriebe.
  • Insbesondere im Rahmen von Schülerbetriebspraktika sind die allgemeinbildenden Schulen kompetente Ansprechpartner
  • Auch die Ausbildungsberater der Handwerkskammer helfen Ihnen bei Ihrer Suche nach geeigneten Betrieben bzw. Praktikanten.

Warum ein Praktikum machen? - Vorteile für Schüler

  • Du erhältst einen ersten Einblick in die Berufswelt und kannst Dich so aufgrund eigener Erfahrungen bewusst für oder gegen einen bestimmten Beruf entscheiden.
  • Du kannst persönliche Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben knüpfen.
  • Durch Praktika gewinnst Du Erfahrung, zeigst Eigeninitiative. Das macht sich gut in künftigen Bewerbungen und kann den Ausschlag für deine Einstellung geben.

Warum Praktikanten oder Praktikantinnen einstellen? - Vorteile für Betriebe

  • Für Sie als Unternehmer bietet ein Praktikum die Möglichkeit, potentielle Auszubildende frühzeitig und unverbindlich kennen zu lernen.
  • Die Gefahr, dass ein Auszubildender die Lehre vorzeitig abbricht, ist wesentlich geringer, wenn der Jugendliche sich vorher ein realistisches Bild vom Unternehmen und seinem künftigen Beruf machen konnte.

Verschiedene Arten von Praktika

  • Schülerbetriebspraktikum: Pflichtpraktikum in den Klassen 9, 10 oder 11 der allgemeinbildenden Schulen. Dauert in der Regel 2 – 3 Wochen.
  • Ferienpraktikum: freiwilliges Praktikum ohne schulischen Bezug. Die Schülerinnen und Schüler müssen mindestens 15 Jahre alt sein. Mehr als vier Wochen (20 Arbeitstage) pro Jahr sind für unter 18-Jährige nicht erlaubt. Die Schule sollte darüber informiert werden.
  • Praktika, die im Rahmen einer schulischen Berufsausbildung oder eines Studiums vorgeschrieben sind: unterliegen gesonderten Regelungen, die beim jeweiligen Träger zu erfragen sind oder beim Ausbildungsberater der HWK.

Gesetzliche Regelungen

Das Jugendarbeitsschutzgesetz unter www.gesetze-im-internet.de legt fest, unter welchen Bedingungen Schülerinnen und Schüler, die noch nicht 18 Jahre alt sind, in Betrieben als Praktikanten beschäftigt werden dürfen.

Wichtige Downloads für Schülerinnen und Schüler

  • Zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch ein Fragebogen (pdf-Format) mit typischen Fragen, die von Betrieben gestellt werden könnten.
  • In "Meine Fragen an den Betrieb" (pdf-Format) haben wir eine Reihe von Fragen zusammengestellt, die du während des Vorstellungsgespräches stellen kannst.

Wichtige Downloads für Betriebe

  • Schon im Vorstellungsgespräch sollte deutlich werden, welche Ziele die Praktikantin oder der Praktikant verfolgt und welche Aufgaben er oder sie übernehmen kann und welche nicht. Unser Fragebogen (pdf-Format) soll Ihnen Hilfestellungen bieten.
  • Eine Praktikumsbescheinigung (pdf-Format) ist bei späteren Bewerbungen der Praktikanten hilfreich.

Auslandspraktika, Mobilitätsberatung

Aufenthalte im Ausland zahlen sich für junge Handwerker aus. Sie bringen von dort neue Erfahrungen mit, werden selbstständiger und können ihren Betrieben helfen, Kunden jenseits der Grenzen zu gewinnen. Die Bereitschaft von Lehrlingen, Gesellen und Jungunternehmen, Praktika außerhalb Deutschlands zu absolvieren, will die Handwerkskammer für die Region Aachen fördern. Ihre Mobilitätsberaterin, Christine Erben, steht allen Interessenten, die sich in Europa beruflich umsehen wollen, mit Rat und Tat zur Seite.

Die Mobilitätsberatung unterstützt Sie durch folgende Angebote:

  • Planung, Durchführung und Organisation von individuellen Auslandsaufenthalten während und nach der Ausbildung sowie bei Gruppenaustauschprojekten
  • Beratung zu finanziellen Fördermöglichkeiten und Unterstützung bei der Beantragung von Fördergeldern
  • Individuelle Beratungsgespräche
  • Durchführung von Informationsveranstaltungen

"Let's go" - Netzwerk zur Förderung von Auslandspraktika in der handwerklichen Ausbildung: www.letsgo-azubi.de und  www.letsgo-netz.de (für Einrichtungen und Berufsschulen)

Europa-Assistent: Zimmerer- und Tischlergesellen aus dem Kammerbezirk erwarben im Verlauf ihrer Lehrzeit die Zusatzqualifikation Europa-Assistent.

Sprechen Sie uns an:

RA Georg Stoffels - Geschäftsführer
+49 241 471-117
georg.stoffels@hwk-aachen.de

Infos downloaden:

Info-KarteAntwortschreiben

Besuchen Sie unsere Facebookseite. Dort finden Sie Informationen und  Hinweise zum Thema:
• Auslandsaufenthalte
• Förderprogramme
• Apps zum Vokabellernen
• Filme zu kulturellen Verschiedenheiten
• Erfahrungen von Auszubildenden aus dem Ausland

Förderprogramme

Das Erasmus+ Programm der Europäischen Union bietet eine finanzielle Unterstützung für die Durchführung von Auslandsaufenthalten während und nach der Ausbildung. Verschiedene Einrichtungen beantragen jährlich im Rahmen des Erasmus+ Programms eigene Projekte zur Förderung von Auslandsaufenthalten. Die Poolprojekte-Datenbank der Nationalen Agentur beim BiBB bietet einen guten Überblick der verschiedenen Fördermöglichkeiten der unterschiedlichen Organisationen innerhalb des Erasmus+ Programms.

Pool-Projekte
Einzelpersonen, die einen Lernaufenthalt im Ausland absolvieren möchten, können über die sog. Pool-Projekte eine Förderung aus EU-Mitteln erhalten. Die Organisatoren dieser Projekte verfügen über einen Pool von Stipendien, die sie an Interessierte aus ganz Deutschland vergeben können. Pool-Projekte sind also offene Projekte, die Auslandsaufenthalte für einzelne junge Menschen anbieten, die sich in beruflicher Erstausbildung befinden oder eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Als Zielländer von Pool-Projekten kommen die Länder der EU sowie Island, Kroatien, Liechtenstein, Norwegen und die Türkei in Frage. Die Einrichtungen arbeiten bereits mit Partnern im Ausland zusammen und setzen Schwerpunkte im Projekt bezüglich der Inhalte, der Aufenthaltsdauer und der Bewerbungsvoraussetzungen. Die Pool-Projektsuche bietet die Möglichkeit, nach passenden Angeboten zu suchen. www.na-bibb.de

IBS-Datenbank
Eine weitere Datenbank, die auch Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte weltweit enthält ist die IBS-Datenbank. Eine zielgruppenspezifische Suche ist möglich, um das passende Förderprogramm für die Umsetzung des Auslandsvorhabens zu finden: www.na-bibb.de

Bilaterale Institutionen, die Fördergelder für Auslandsaufenthalte bereit stellen:
Deutsch-Niederländisches Jugendwerk
Deutsch-Französisches Jugendwerk
Deutsch-Französisches Sekretariat
Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Deutsch-Tschechisches Jugendwerk

 

 

Projekt: Kein Abschluss ohne Anschluss, Berufsfelderkundung

Die Städteregion Aachen ist Referenzkommune für die Initiative Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA) – Übergang Schule-Beruf. Als Handwerkskammer engagieren wir uns bei diesem Übergangssystem, um den Wechsel von der allgemeinbildenden Schule in eine duale Ausbildung zu erleichtern.

Ist Ihr Betrieb auf der Suche nach jungen Leuten für eine Ausbildung?

Dann gewähren Sie Einblicke und bieten Plätze für die Berufsfelderkundung an!

Die Berufsfelderkundung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Berufswahlentscheidung junger Menschen. Ab dem Schuljahr 2016/2017 nehmen Schülerinnen und Schüler aus den 8. Klassen an Berufsfelderkundungstagen teil. Durch diese Praxistage in einem Betrieb sollen die Jugendlichen den Arbeitsalltag kennenlernen und Einblicke in verschiedene Berufsfelder erhalten.

Die Kreise im Kammerbezirk Aachen unterstützen und bündeln dieses Angebot. Interessierte Handwerksbetriebe können auf den Internetseiten des jeweiligen Kreises Termine einsehen und Ihre Angebote zur Berufsfelderkundung für einen oder mehrere Tage eintragen:

Haben wir Ihr Interesse geweckt, Schülern der 8. Klasse Ihren Betrieb und Ihre Ausbildungsberufe im Rahmen eines Berufsfelderkundungstages (6 Zeitstunden) vorzustellen, um ihnen einen zielgerichteten Start in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen und sich die Fachkräfte von morgen zu sichern?
Dann melden Sie Berufsfelderkundungsplätze an!

Tipp: Versicherungsschutz besteht für die Schüler über die gesetzliche Unfallversicherung sowie über die Haftschutzversicherung der Schulträger.

Info: Erläuterungen hierzu finden Sie im Flyer „Lernen Sie Ihre Nachwuchskräfte kennen!“ sowie in der Broschüre für Betriebe „Berufsfelderkundungen Chance zur Gewinnung von Fachkräftenachwuchs“.