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Wann sind Prüfungen? 

2 x im Jahr: Sommer und Winter

Wer meldet an?

Der Ausbildungsbetrieb meldet den Lehrling zur Prüfung an.

Wann ist Anmeldeschluss?

jeweils der 1. März und 1. September eines Jahres

Mit welchen Unterlagen meldet man sich an?

  • ausgefülltes und unterschriebenes Anmeldeformular
  • letztes Berufsschulzeugnis (Kopie)
  • Zwischenprüfungszeugnis (Kopie)
  • Berichtshefte / Ausbildungsnachweise / ÜLU-Bescheinigungen

Wann steht man zur Prüfung an?

Sommer: Lehrzeitende zwischen 1. April und 30. September
Winter: Lehrzeitende zwischen 1. Oktober und 31. März

Kann man sich vorzeitig zur Prüfung anmelden?

Ja! Bei guten Leistungen kann man mit Einverständnis von Betrieb und Schule die Prüfung vorzeitig ablegen.

Kann man eine Gesellenprüfung ohne Lehre ablegen?

Ja! Wenn man mindestens das Eineinhalbfache der Lehrzeit in dem Beruf gearbeitet hat (Nachweis durch den Betrieb erforderlich), in dem man geprüft werden will, kann man zur Gesellenprüfung zugelassen werden.

Wichtige Dokumente downloaden:

  • Anmeldung zur Gesellen-/Abschlussprüfung (gilt auch für Umschulungsprüfungen), (pdf 4 mb)
  • Anmeldung zur gestreckten Gesellen-/Abschlussprüfung (gilt auch für Umschulungsprüfungen), (pdf, 1,9 mb)
  • Termin und Infos zur Anmeldung zur Gesellen-/Abschlussprüfung, (pdf, 16 kb)

Die Handwerkskammer Aachen führt Zwischen-, Gesellen- und Abschlussprüfungen in den handwerklichen und einigen nicht handwerklichen, insbesondere kaufmännischen Ausbildungsberufen durch. Die wichtigsten Regelungen des Prüfungswesens haben wir im Folgenden kurz für Sie zusammengestellt.

Jede und jeder Auszubildende muss – je nach Ausbildungsordnung - entweder

Für alle Prüfungen gilt:

Rechtliche Grundlagen
Für jeden Ausbildungsberuf gibt es eine Ausbildungsordnung, in der unter anderem die Dauer der Ausbildung, das Ausbildungsberufsbild, die Prüfungsanforderungen, die Bestehensbestimmungen und der Ausbildungsrahmenplan geregelt sind. Darüber hinaus wird von jeder Handwerkskammer eine Gesellenprüfungsordnung (GPO) und eine Abschlussprüfungsordnung (APO) erlassen, in der zum Beispiel Bestimmungen über die Anmeldung und Zulassung zur Prüfung, Bewertungsmaßstäbe, die Folgen bei Verstößen gegen die Prüfungsordnung und Regelungen zu Wiederholungsprüfungen festgelegt sind.

Durchführung der Prüfungen
Die Zwischen-, Gesellen- bzw. Abschlussprüfungen werden von den Handwerkskammern oder den zuständigen Innungen durchgeführt. Auskunft darüber, wo welche Prüfungen durchgeführt werden, erhalten Sie von unserer Prüfungsabteilung. Darüber hinaus werden die Informationen zur Anmeldung zur Prüfung drei Monate vorher in der Handwerkswirtschaft veröffentlicht und sind hier im Internet abrufbar. Infos zur Anmeldung zur Gesellen-/Abschlussprüfung, (pdf, 16 kb).

Prüfungskosten
Grundsätzlich sind die Prüfungen für die Auszubildenden kostenfrei. Sowohl die Prüfungsgebühren als auch eventuell anfallende Zusatzkosten (z.B. Materialkosten) werden vom Ausbildungsbetrieb übernommen.

Kandidaten, die ohne Ausbildungsvertrag (so genannte 'Externe') und Wiederholer ohne Verlängerung des Lehrvertrages müssen die Kosten der Teilnahme an einer Prüfung selbst tragen. Die externe Gesellenprüfung kann durch das Förderprogramm Bildungsprämie unterstützt werden.

Zwischenprüfung

Je nach Ausbildungsberuf muss der/die Auszubildende eine oder zwei Zwischenprüfungen ablegen, in denen der bis dahin erreichte Wissensstand kontrolliert wird. Nähere Angaben zum Zeitpunkt und zur Anzahl sowie zum Inhalt der Prüfungen enthalten die jeweiligen Ausbildungsordnungen. Im Fall der gestreckten Abschluss-/Gesellenprüfung findet keine Zwischenprüfung statt. Für die Zwischenprüfungen gibt es keine Zulassungsvoraussetzungen. Allerdings ist die Teilnahme wiederum Voraussetzung, um zur Gesellen- bzw. Abschlussprüfung zugelassen zu werden.

Zwischenprüfungen haben keinen Einfluss auf das spätere Gesamtergebnis der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung. Anders ist es bei der sog. gestreckten Gesellen- bzw. Abschlussprüfung.

Gesellen- und Abschlussprüfung

In Ausbildungsberufen gemäß dem Berufsbildungsgesetz (z.B. Bürokaufmann/-frau, Technische(r) Zeichner/-in, Fachverkäufer/-in im Nahrungsmittelhandwerk) können am Ende der Ausbildungszeit Abschlussprüfungen abgelegt werden. Die entsprechenden Prüfungen in den Handwerksberufen bezeichnet man als Gesellenprüfungen.

Voraussetzungen

An diesen Prüfungen teilnehmen kann, wer

  • die erforderliche Ausbildungszeit zurückgelegt,
  • die Zwischenprüfung(en) abgelegt,
  • die vorgeschriebenen Berichtshefte geführt hat
  • wessen Berufsbildungsverhältnis in der Lehrlingsrolle der Handwerkskammer eingetragen wurde
  • sich fristgerecht anmeldet

Ausnahmeregelungen

  • Bei mindestens guten Leistungen des/der Auszubildenden (Notendurchschnitt in den prüfungsrelevanten Fächern besser als 2,49 und entsprechende Bescheinigung des Ausbildungsbetriebes) kann die Prüfung sechs Monate vorverlegt werden.
  • Wer nachweislich mindestens das 1 ½-fache der Ausbildungszeit im angestrebten Prüfungsberuf gearbeitet hat, kann auch ohne Lehre eine Gesellenprüfung ablegen. Beispiel: Bei einem Beruf mit dreijähriger Ausbildungszeit sind 4,5 Jahre Berufserfahrung erforderlich.

In beiden Fällen ist der Antrag an den Prüfungsausschuss der Innung bzw. Handwerkskammer zu richten.

Die fachlichen Inhalte der Prüfung richten sich nach der jeweiligen Ausbildungsordnung. Die Prüfungen werden unterteilt in einen praktischen und einen theoretischen Teil. Eine mündliche Ergänzungsprüfung darf grundsätzlich nur durchgeführt werden, wenn sie für das Bestehen den Ausschlag geben kann.

Anmeldung
Die Anmeldung zur Prüfung erfolgt in der Regel durch den Ausbildungsbetrieb. Die Prüfungen finden in der Regel zwei Mal im Jahr statt, jeweils im Sommer und Winter. Die Anmeldefrist für die Sommerprüfung endet am 01. März, für die Winterprüfung am 01. September.

Bestehen der Prüfung
Die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung ist grundsätzlich bestanden, wenn sowohl der praktische als auch der theoretische Teil mit mindestens "ausreichend" (4) benotet wurde. Weitere Einzelheiten, insbesondere über die Gewichtung der einzelnen Prüfungsbereiche bzw. –fächer enthalten die jeweiligen Ausbildungsordnungen.

Nichtbestehen
Wird die Gesellen- bzw. Abschlussprüfung nicht bestanden, hat der/die Auszubildende Anspruch darauf, die Ausbildungszeit bis zum nächst möglichen Prüfungstermin, höchstens um ein Jahr, in seinem/ihrem Lehrbetrieb zu verlängern. Nicht bestandene Prüfungsfächer bzw. -teile dürfen zwei Mal wiederholt werden.

Gesellenprüfungs-/Abschlusszeugnis
Nach Bestehen der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung erhält der ehemalige Auszubildende ein Zeugnis. Dieses Gesellenprüfungs- bzw. Abschlusszeugnis wird auf Antrag des Auszubildenden ins Englische und Französische übersetzt. Gebühren fallen hierfür nicht an. Auch die Abschlussnote der Berufsschule kann auf Antrag des Auszubildenden in das Gesellenprüfungs-/Abschlusszeugnis aufgenommen werden.

Gestreckte Gesellen- und Abschlussprüfung

In folgenden Ausbildungsberufen im Handwerk wird die gestreckte Gesellen-/Abschlussprüfung durchgeführt:

  • Metallbauer/in
  • Feinwerkmechaniker/in
  • Elektroniker/in
  • Systemelektroniker/in
  • Elektroniker/in für Maschinen- und Antriebstechnik
  • Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker/in
  • Mechaniker/in für Karosserie- und Instandhaltungstechnik
  • Mechaniker/in für Landmaschinentechnik
  • Zweiradmechaniker/in
  • Kfz-Mechatroniker/in
  • Friseur/in
  • Zerspanungsmechaniker/in
  • Büchsenmacher/in

Bei dieser Prüfungsform wird die Gesellen-/Abschlussprüfung in zwei Teile gegliedert ("gestreckt"): der erste Teil der Prüfung wird nach ca. 24 Monaten abgelegt und mit einem bestimmten Anteil auf das Gesamtergebnis der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung angerechnet. Der zweite Teil der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung findet am Ende der Ausbildungszeit statt. Die Ergebnisse aus beiden Teilen bilden das Gesamtergebnis der Gesellen-/Abschlussprüfung.

In Fällen, in denen die Auszubildenden eine verkürzte Lehrzeit absolvieren bzw. vorzeitig zur Prüfung zugelassen werden, können Teil 1 und Teil 2 am Ende der Ausbildungszeit zusammen abgelegt werden. Das gleiche gilt für Prüfungsteilnehmer, die unverschuldet nicht an Teil 1 der Prüfung teilnehmen können. Da die Zwischenprüfung somit der 1. Teil der Gesellenprüfung ist, muss schon zu diesem Prüfungsteil ein Zulassungsverfahren durchgeführt werden. Die Kriterien bleiben die gleichen (mit Ausnahme der Teilnahme an der Zwischenprüfung), abgestellt wird lediglich auf den früheren Zeitpunkt. Zum 2. Teil erfolgt dann ein weiteres Zulassungsverfahren.

Prüfungsvorbereitung

Wir bieten zusätzliche Prüfungsvorbereitungskurse an, die außerhalb des ÜLU-Rahmenlehrplanes liegen, jedoch für die Vorbereitung auf die Gesellenprüfung eine gute Basis bilden:

  • Prüfungsvorbereitung Dachdecker
  • Prüfungsvorbereitung Friseure
  • Prüfungsvorbereitung Kfz
  • Prüfungsvorbereitung SHK

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