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Betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ)

Titelseite Flyer ZDH Einstiegsqualifizierung

Jugendlichen eine Perspektive für den Einstieg in eine Ausbildung zu geben, ist das Ziel der betrieblichen Einstiegsqualifizierung, kurz EQ. Zwischen sechs und zwölf Monate haben sie die Möglichkeit, einen Ausbildungsberuf in einem Unternehmen kennen zu lernen und sich auf eine spätere Ausbildung vorzubereiten. Betriebe, die Jugendlichen eine Einstiegsqualifizierung anbieten, werden finanziell unterstützt.
Zudem bietet das Programm den Unternehmen eine Chance, die Jugendlichen über einen längeren Zeitraum kennen zu lernen und in Ruhe entscheiden zu können, ob er oder sie später in eine Ausbildung oder Beschäftigung übernommen werden kann.

Inhalte der Einstiegsqualifizierung

Während der Einstiegsqualifizierung werden den Jugendlichen Kenntnisse und Fertigkeiten vermittelt, die sie auf eine anschließende Berufsausbildung vorbereiten. Hierfür wurden vom Handwerk Qualifizierungsbausteine entwickelt. Die Arbeitgeber können passgenau die Bausteine auswählen, die für die Ausbildung in ihrem Betrieb besonders geeignet sind oder eigene Qualifizierungsbausteine entwickeln.

Gefördert werden Ausbildungsbewerber, die bei der Arbeitsagentur gemeldet sind und

  • aus individuellen Gründen nur eingeschränkte Vermittlungschancen haben und auch nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen keinen Ausbildungsplatz gefunden haben
  • Jugendliche, die noch nicht in vollem Maße ausbildungsfähig sind und
  • lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche

Höhe und Dauer der Förderung
Arbeitgeber, die eine Einstiegsqualifizierung anbieten, erhalten auf Antrag von der Bundesagentur für Arbeit bzw. den Jobcentern oder Optionskommunen

  • einen Zuschuss zur Vergütung von max. 216 EUR und
  • einen pauschalierten Anteil am Gesamtsozialversicherungsbeitrag.

Die Förderdauer beträgt zwischen sechs und 12 Monaten.
Während der Einstiegsqualifizierung besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung.

Vertrag
Sind die Voraussetzungen einer Förderung mit der zuständigen Arbeitsagentur bzw. dem Jobcenter geklärt, schließen Betrieb und Jugendlicher einen versicherungspflichtigen Qualifizierungsvertrag über die Dauer von mindestens sechs und maximal zwölf Monaten.
Soweit der/die Jugendliche eigene Kinder erzieht oder Familienangehörige pflegt, können auch Teilzeitverträge ab 20 Stunden/Woche abgeschlossen werden.

Die Handwerkskammer Aachen hält entsprechende Formularverträge für Sie bereit. Der Vertragsschluss ist der Handwerkskammer anzuzeigen.  Nachweis der Einstiegsqualifizierung 

  • Der Betrieb stellt für jeden Qualifizierungsbaustein, den der Jugendliche abgeschlossen hat, ein Zeugnis aus. Ein Zeugnismuster ist ebenfalls bei der Handwerkskammer erhältlich.
  • Die Handwerkskammer stellt abschließend ein Zertifikat aus, in dem unter Berücksichtigung der betrieblichen Zeugnisse die Einstiegsqualifizierung bestätigt wird.

Sonstiges

  • Die Einstiegsqualifizierung kann auf eine nachfolgende Berufsausbildung angerechnet werden.
  • Während der Einstiegsqualifizierung besteht in Nordrhein-Westfalen für Jugendliche bis zum Ende des Schuljahres, in dem sie 18 Jahre alt werden, Berufsschulpflicht.
  • Der Betrieb, der die Einstiegsqualifizierung anbietet, ist nicht verpflichtet, den Teilnehmer im Anschluss in eine Ausbildung oder Berufstätigkeit zu übernehmen.

Weitere Informationen im Internet:  

  • der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bietet allgemeine Informationen zum EQ>>


Bei Fragen zur betrieblichen Einstiegsqualifizierung wenden Sie sich bitte an:

Handwerkskammer Aachen
Gabriele Meißner
Tel.: +49 241 471-161
E-Mail: gabriele.meissner@hwk-aachen.de

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und der Europäischen Union.