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Berufsschulen stärken!

NRW-Handwerksrat: Fortmeier verspricht Unterstützung – Ehlert lobt Landesregierung

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Düsseldorf. „Ich bin gegen Dieselfahrverbote“, bekräftigte der Vorsitzende des Landtagsausschusses für Wirtschaft, Energie und Landesplanung, Georg Fortmeier (SPD) gegenüber den Delegierten der Dachorganisation Handwerk.NRW beim drängendsten und existenziell wichtigen Thema für den Wirtschaftsbereich in den kommenden Monaten und sicherte seine Unterstützung zu. Für die Förderung der dualen Bildungsstrukturen in NRW kündigte er eine konstruktive Haltung ausdrücklich an.

Der SPD-Parlamentarier, einer der wichtigsten politischen Ansprechpartner für den Mittelstand im Bundesland, unterstrich in seinem Vortrag vor dem NRW-Handwerksrat, etwaige Versuche „zum Beispiel von Seiten der EU“, die Meisterqualifikation zu schwächen, seien im nordrhein-westfälischen Landtag auch in Zukunft „von Vornherein zum Scheitern verurteilt“. Das Bekenntnis aller Fraktionen zum Meisterbrief als Qualifikationsziel und Voraussetzung für den Gewerbezugang im Handwerk sei „eine der Sternstunden des zurückliegenden Landtags“ gewesen – ebenso wie die fraktionsübergreifende, gemeinsame Verabschiedung der 171 Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission zur Zukunft des Wirtschaftssektors.

Auch die Wertschätzung des Wirtschaftspolitikers für Wissensnetzwerke kam unter den 92 Delegierten aus Fachverbänden, Kammern und Arbeitnehmervertretungen des Handwerks gut an: „Von einem regen Wissenschaftstransfer profitieren die Regionen und die Innovation im Lande“, bekannte Fortmeier sich zu einem Ziel, dem sich auch die neue Landesregierung mit Nachdruck verschrieben hat.

Politische Versäumnisse
Der Ausschussvorsitzende verteidigte in der Vergangenheit Erreichtes wie die Förderung von Meistergründungsprämie und Handwerksinitiative und räumte andererseits selbstkritisch auch politische Versäumnisse der alten Landesregierung nicht zuletzt gegenüber dem Berufsschulwesen und in der „bürokratischen Ausgestaltung“ zurückliegender Regierungsvorhaben ein.

Zuvor hatte Handwerk.NRW-Präsident Andreas Ehlert der neuen Landesregierung einen „guten Start“ attestiert und dabei explizit auf den ersten Teil der im Koalitionsvertrag angekündigten Entfesselungsinitiative verwiesen: die Entschärfung des Vergaberechts und die Abschaffung der „Hygiene-Ampel“. Ehlert begrüßte das bildungspolitische Vorhaben von Schwarz-Gelb, die Berufsschulen stärken und die Fachlehrerversorgung verbessern zu wollen, als „richtig und dringend notwendig“. Handwerk.NRW-Hauptgeschäftsführer Josef Zipfel kündigte an, die Organisation werde sich in diesem Punkt wie auch bei der Umsetzung der Handlungsempfehlungen der Enquete-Kommission zur Zukunft von Handwerk und Mittelstand „aktiv und öffentlich wahrnehmbar“ in die Verfahren einbringen.

Info: Handwerk.NRW ist die Dachorganisation des Handwerks in Nordrhein-Westfalen mit 189.000 Unternehmen und 1,1 Millionen Beschäftigten.

(Quelle: Foto und Text www.handwerk.nrw.de)