Noch gar nicht so lange in Deutschland, aber als Ausbildungsbotschafter für das Handwerk schon wortgewandt und informierend: Elektroniker-Lehrling Mohammad Reza Banakar informiert Studierende über seinen Handwerksberuf.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Elmar Brandt

Botschafter des Handwerks

Beste Werbung: Junge Lehrlinge informieren Schüler über Ausbildungsberufe, Werdegänge und Aufstiegsmöglichkeiten

Ausbildungsbotschafter News

Von Elmar Brandt

Aachen. Ende 2011 ist Mohammad Reza Banakar nach Deutschland gekommen. Anfang 2017 steht er vor einer Klasse der Abendrealschule Aachen und erzählt von seiner Lehre. Beim Aachener Betrieb Kirch+Noppeney durchläuft er jetzt die Ausbildung zum Elektroniker, Fachrichtung Energie- und Gebäudetechnik. Den Schülern, die einen Schulabschluss anstreben, berichtet er von seiner Arbeit. Er ist Ausbildungsbotschafter.

Wie Banakar machen es jetzt einige Lehrlinge im Handwerk. Sie gehen in Schulen und werben für Ausbildungsberufe beziehungsweise erzählen ihren Werdegang und zeigen Perspektiven auf. Für sie selber ist das natürlich auch eine Herausforderung. Beim 23-jährigen Banakar hört es sich so an, als wäre es fast schon Routine. Eine Präsentation hat er vorbereitet, die nützliche Informationen zusammenfasst. Darüber hinaus erzählt der junge Mann, der gerade im zweiten Ausbildungsjahr ist, von seinen Begegnungen mit Kunden, von Wartung, Beratung, leichten und schwierigen Tätigkeiten. Und klar, das interessiert die Schüler natürlich: Was verdient er? Welche Arbeitszeiten hat er? Wie ist sein Chef? Für die jungen Frauen und Männer ist es sehr interessant. Denn da erzählt jemand, der täglich etwas Neues erlebt, was den Beruf im Handwerk ausmacht. Und die persönliche Begegnung ist ja ganz anders, als wenn sie die Informationen aus einem Buch oder Berufsinformationsheft ziehen. Neben der Präsentation hat Banakar einen Film mitgebracht, der das Berufsbild Elektroniker darstellt.

Foto: Elmar Brandt

Unterricht mal anders: In der Abendrealschule Aachen steht Marius Scheidtweiler, Auszubildender im Beruf Feinwerkmechaniker, an der Position des Lehrers und präsentiert nützliche Informationen.

Die Ausbildungsbotschafter sind für die Betriebe in der Region, die immer dringender nach Lehrlingen suchen, Gold wert, denn sie begeistern ganz sicher einige junge Menschen für das Handwerk und gewinnen so möglicherweise die Fachkräfte von morgen.

Marius Scheidtweiler ist 24 Jahre alt und derzeit in Ausbildung zum Feinwerkmechaniker bei der Stolberger Firma PSE Ehlert. Auch er spricht vor einer Klasse über seinen Berufsalltag, über die Fähigkeiten und Kenntnisse, die er erwirbt und wie er zu dem Beruf gefunden hat, er ihm nun viel Spaß macht.

Auch die Abendrealschule Aachen freut sich über die Besuche der Ausbildungsbotschafter. Ihre Schüler erhalten dadurch eine große Unterstützung im Rahmen der Berufsorientierung. Schließlich müssen sie überlegen, was sie nach ihrem erfolgreichen Abschluss machen wollen. Darüber sollen sie sich frühzeitig Gedanken machen und die Möglichkeit erhalten, so viele Fragen wie nötig zu stellen, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Sie erfahren dabei auch, dass nicht jede Berufslaufbahn vorgezeichnet ist, sondern sich im Laufe der Zeit neue Qualifikationsmöglichkeiten ergeben.

Für die Schülerinnen und Schüler, die den Präsentationen der Ausbildungsbotschafter lauschen, ist es vor allem interessant, zu hören, wie man auch als Auszubildender recht schnell verantwortungsvolle Tätigkeiten übernehmen darf und wie das duale System in Deutschland funktioniert. Dazu gehören ja auch der Unterricht in der Berufsschule mit verschiedenen Fächern und die Überbetriebliche Unterweisung in den Bildungszentren der Handwerkskammer Aachen.

Ihr Ansprechpartner bei der Handwerkskammer Aachen

Die Ausbildungsbotschafter sind für die Betriebe in der Region, die immer dringender nach Lehrlingen suchen, Gold wert, denn sie begeistern ganz sicher einige junge Menschen für das Handwerk und gewinnen so möglicherweise die Fachkräfte von morgen.

Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds