Quelle: regionaachen.de/wirtschaftsstudie2017

Chancen für die Region

Studie bescheinigt große Innovationskraft

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Aachen. Rund 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung folgten der Präsentation der Wirtschaftsstudie Region Aachen 2017. Dr. Olaf Arndt, Vizedirektor des mit der Erarbeitung der Studie beauftragten Baseler Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmens Prognos, skizzierte zunächst die wirtschaftliche Ausgangslage in der Region: Positiven Tendenzen wie einer im Landes- und Bundesvergleich überdurchschnittlichen Entwicklung der Erwerbstätigen, eines hohen Qualifikationsniveaus der Beschäftigten und einer großen Innovationskraft der regionalen Wirtschaft stünden Herausforderungen in der Leistungsfähigkeit der regionalen Wirtschaft und der Zahl der Unternehmensneugründungen gegenüber.

Erfolgreiche Regionen konzentrierten sich auf ihre wachstumsstarken Branchen – die so genannten Leitmärkte – und auf ihre technologischen Kompetenzen und verknüpften diese mit den Märkten der Zukunft, die durch Megatrends wie Digitalisierung und Energiewende geprägt seien, erläuterte der Experte für die Strategieentwicklung von Wirtschaftsstandorten weiter. Für die Region Aachen hat Prognos sechs Leitmärkte identifiziert und anhand von Beschäftigten-, Umsatz- und Unternehmenszahlen analysiert: Informations- und Kommunikationswirtschaft, Bildung und Forschung, Produktionstechnik und Werkstoffe, Mobilität und Logistik, Energie-, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Gesundheitswirtschaft und Life Science.

Für die Energiewende
Jetzt gelte es, die Perspektiven und Innovationspotenziale, die sich auch aus den Verbindungen zwischen den einzelnen Branchen ergeben, mit konkreten Inhalten zu füllen. Die Digitalisierung sei eine entscheidende Grundlage für Innovationen, ob in ihrem Einfluss auf das Energiesystem oder die Gesundheitsbranche. Die Region Aachen habe hervorragende Chancen, ein Zentrum für die digitale Gesundheitswirtschaft und eine Vorreiterregion für den Aufbau von Infrastrukturen, Antriebs- und Speichertechnologien für die Energiewende zu werden.

Welche Ansätze die Region Aachen in einer Allianz aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik verfolgen kann, um die Handlungsempfehlungen aus der Wirtschaftsstudie 2017 zur realisieren, diskutierten mit Dr. Olaf Arndt unter anderem Dr. Oliver Grün, Vorstandsvorsitzender des Digital Hub Aachen, Bernd Valentin, ärztlicher Geschäftsführer der P3 healthcare GmbH, und Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. Einigkeit bestand darin, dass ein regionaler Masterplan zur Umsetzung zu erstellen ist, in dem neben Technologie und Wirtschaft Infrastruktur, digitale Bildung und die Vermarktung der Region von Bedeutung sind. Diese Aufgabe übernimmt der Zweckverband Region Aachen gemeinsam mit Wirtschaftsförderungen, Kammern und Sozialpartnern.

Für Dammermann hat auch die Kooperation über Grenzen hinaus und mit dem Land entscheidende Bedeutung: „Eine zukunftsorientierte Zusammenarbeit über die Kommunen hinaus trägt dazu bei, dass wir zu erfolgreichen Start-Up-Regionen wie München und Berlin aufschließen können. Das lockt weitere Gründer und Investoren in die Region Aachen.“

Info: Die Wirtschaftsstudie Region Aachen 2017 downloaden unter www.regionaachen.de/wirtschaftsstudie2017