Interessante Zahlen, hilfreiche Daten: Das ifh Göttingen erstellt Studien, die sich für die Findung von wirtschaftlichen Entscheidungen eignen.
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Daten und Fakten

Handwerk aus volkswirtschaftlicher Sicht – ifh Göttingen bietet passende Antworten

Digitalisierung

Göttingen. So vielschichtig wie das Handwerk und seine Branchen ist auch die Wirtschaftsforschung über die „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Die Studien, die das Volkswirtschaftliche Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen (ifh) erstellt, bleiben dabei nicht für den Elfenbeinturm reserviert, sondern bemühen sich stets um anwendungsorientierte Forschung, betont Institutsdirektor Kilian Bizer. Diese Ausrichtung bestätigt der jetzt erschienene Tätigkeitsbericht über das Forschungsjahr 2017.

Energieeffizienz in Handwerksunternehmen, die Alterssicherung der Handwerker oder die Bedeutung von Menschen mit Migrationshintergrund als Lehrlinge, Fachkräfte, Meister und selbstständige Handwerksunternehmer sind nur einige der aktuellen Aspekte, die das ifh Göttingen über das Handwerk empirisch untersucht hat. Zielgruppe und Auftraggeber sind Handwerkskammern und -verbände ebenso wie Unternehmen und Wirtschaftsministerien von Bund und Ländern. Sie nutzen die fundierten Informationen für wirtschaftspolitische Entscheidungen, um damit sowohl Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Handwerksbetriebe zu stärken sowie zur Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) beizutragen.

Der vorgelegte ifh-Jahresbericht beschreibt neben den genannten Studien weitere abgeschlossene Untersuchungen aus dem Forschungs- und Arbeitsprogramm sowie hochaktuelle Drittmittelprojekte. Die thematische Bandbreite reicht von der Effektivität von CO2-Steuern im Vergleich zu EEG-Umlagen über die Löhne im Handwerk bis zu Analysen regionaler und branchenspezifischer Handwerksstrukturen.

Zusätzlich bietet das Jahrbuch Einblick in aktuell laufende Forschungsprojekte. Interessante Details bieten ferner die Darstellung der Strukturen, in die das ifh Göttingen eingebunden ist. Die Verbundenheit zur Handwerksorganisation zeigt sich nicht nur durch die Vorträge der ifh-Wissenschaftler bei Kammern, Verbänden und Fachtagungen zu Handwerksthemen. Ebenso gehören dazu die regelmäßigen Weiterbildungen der Betriebsberater innerhalb der Handwerksorganisationen, die laufende Konjunkturbeobachtung und Handwerksstatistik, Studien zur Wettbewerbsfähigkeit unter den Aspekten Internationalisierung, Innovation und Digitalisierung sowie Finanz- und Wirtschaftspolitik, Gründerkultur beziehungsweise Unternehmergeist (Entrepreneurship) in den Handwerksbranchen.

Das umfangreiche Wirken des ifh Göttingen wäre unvollständig beschrieben ohne die Darstellung der systematischen Sammlung der gesamten KMU- und handwerksrelevanten Literatur sowie die Bereitstellung einer Online-Literaturdatenbank, in der mehr als 20.000 Titel gespeichert sind. Das ifh Göttingen besitzt zudem die mit fast 22.000 Bänden größte Spezialbibliothek für Handwerk und KMU im deutschsprachigen Raum, zu der auch viele historische Schriften gehören. Die eigenen Forschungsergebnisse publiziert das ifh Göttingen in vier Schriftenreihen, die größtenteils auch online bezogen oder eingesehen werden können.

Info: Der Tätigkeitsbericht  des ifh Göttingen kann beim Volkswirtschaftlichen Institut für Mittelstand und Handwerk an der Universität Göttingen, Heinrich-Düker-Weg 6, 37073 Göttingen,  info(@)ifh.wiwi.uni-goettingen.de, kostenlos angefordert  oder hier heruntergeladen werden.