Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) möchte Frauen ermutigen, ihre Qualifikationen und Fähigkeiten für die Umsetzung eigener Geschäftsideen und den Aufbau erfolgreicher Unternehmen einzusetzen.
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Gründerinnen stärken

Nur jedes dritte Unternehmen wird von einer Frau gegründet

Existenzgründer

Berlin. Obwohl die Zahl beruflich selbstständiger Frauen in den letzten Jahrzehnten zugenommen hat, ist das Bild des „Unternehmers“ in Deutschland nach wie vor männlich geprägt. Existenzgründungen von Frauen nehmen zu, inzwischen auch hauptberuflich und nicht nur als Nebenerwerb (2016: 39 Prozent). Mehr Frauen, die Unternehmen gründen, bedeuten auch: Mehr Ideen, mehr Arbeitsplätze und stärkeres Wachstum für Deutschland. Eine hohe Diversität von Geschäftsmodellen und Unternehmenskulturen kann zudem entscheidende Wettbewerbsvorteile bringen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) möchte Frauen ermutigen, ihre Qualifikationen und Fähigkeiten für die Umsetzung eigener Geschäftsideen und den Aufbau erfolgreicher Unternehmen einzusetzen. Mit der Initiative „FRAUEN unternehmen“ stellt das BMWi seit 2014 Unternehmerinnen aus nahezu allen Branchen in den Vordergrund.

Für die Initiative machen erfolgreiche Unternehmerinnen als „Vorbild-Unternehmerinnen“ ehrenamtlich Schülerinnen, Auszubildende, Studentinnen und Hochschulabsolventinnen sowie andere gründungsinteressierte Frauen auf die Chancen und Herausforderungen der beruflichen Selbstständigkeit aufmerksam. Die Teilnehmerinnen erhalten auf diese Weise einen realistischen und sehr persönlichen Einblick in den unternehmerischen Alltag. Die Unternehmerinnen zeigen, dass eine unternehmerische Karriere für Frauen eine attraktive berufliche Option sein kann. Zugleich macht die Initiative „FRAUEN unternehmen“ die Leistung von Unternehmerinnen sichtbar: ihren Erfolg, ihren Einsatz und ihren Beitrag zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Bundesministerin Zypries hat daher die Initiative „FRAUEN unternehmen“ über die ursprüngliche Laufzeit (September 2017) hinaus verlängert.

Auch wenn Frauen weiterhin deutlich seltener ein Unternehmen in technologieorientierten Bereichen gründen, gibt es sie auch dort, die erfolgreichen Unternehmerinnen. Deshalb unterstützt Brigitte Zypries die Initiative „Women in digital“, deren Ziel es ist, die Sichtbarkeit der Digital-Gründerinnen und -Unternehmerinnen zu erhöhen und ihre Vernetzung untereinander zu unterstützen. „Women in Digital“ bietet Entscheiderinnen aus Unternehmen, Medien, Politik, Organisationen und Verbänden eine Plattform für Kooperationen, Projekte und Austausch.

Auch das „Gründerinnenfrühstück“, das auf eine gemeinsame Initiative von Ministerin Zypries und Professor Gesche Joost zurückgeht, spricht seit 2014 gezielt gründungsinteressierte Frauen an, bringt sie mit erfolgreichen Unternehmerinnen zusammen und liefert Impulse zu allen relevanten Fragen rund ums Thema Gründen.

Um gründungswillige Frauen mit maßgeschneiderten Informationen bei ihrem Vorhaben zu unterstützen, hat das Bundeswirtschaftsministerium das „Existenzgründerinnen-Portal“ ins Leben gerufen. Das Portal stellt nicht nur lokale Ansprechpartnerinnen und -partner und Netzwerke vor, sondern bietet über die Gründerinnenhotline auch direkte Kontaktmöglichkeiten und stellt gemeinsam mit der bundesweiten Gründerinnenagentur (bga) Frauen vor, die erfolgreich eigene Unternehmen gegründet haben. Die Gründerinnenagentur bietet seit über zehn Jahren ein bundesweites Netzwerk mit 2.000 regionalen Partnerinnen zum Erfahrungsaustausch zwischen Gründer- und Unternehmerinnen.