Wann muss ein Handwerkschef einen Datenschutzbeauftragten bestellen? Wer mehr wissen möchte, wendet sich an die Handwerkskammer Aachen.
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Handwerker und Datenschutzbeauftragter?

EU-Grundverordnung tritt im Mai in Kraft

Recht

Aachen. Zum 25. Mai tritt die neue EU-Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Dieses neue, europäische Regelwerk zum Datenschutz bedeutet einigen Anpassungsbedarf auch bei Handwerksbetrieben und sollte generell dazu genutzt werden, eine Bestandsaufnahme im Bereich Datenschutz vorzunehmen, um sich anschließend gut aufzustellen.

Dafür hat der Zentralverband des Deutschen (ZDH) umfangreiche Praxishilfen, Musterformulierungen und Vordrucke entwickelt, die eine Vielzahl von Fragen und Anforderungen der Betriebe abdecken. Unternehmer können diese Formulare auf der Internetseite der Handwerkskammer Aachen, unter  www.hwk-aachen.de/service-center/formulare-downloads.html im Ordner EU-Datenschutzgrundverordnung, abrufen.

Wann muss ein Handwerksbetrieb einen sogenannten Datenschutzbeauftragten bestellen? Durch das neu gefasste Bundesdatenschutzgesetz (BDSG neu) ist diese Frage zwischenzeitlich geklärt worden: Nach § 38 BDSG ist ein Datenschutzbeauftragter von einem Betrieb zu bestellen, soweit dort in der Regel mindestens zehn Personen ständig mit der automatisierten Verarbeitung personenbezogener Daten beschäftigt sind. Ständig bedeutet dabei allerdings nicht, dass es sich dabei um die Hauptaufgabe des jeweiligen Mitarbeiters handeln muss. Diese Neuregelung entspricht weitestgehend der bisherigen Rechtslage nach § 4 f BDSG.

Info: Die Handwerkskammer Aachen steht bei Fragen zum Thema gerne Rede und Antwort, bitte an den Datenschutzbeauftragten der Kammer, Assessor Karl Fährmann, wenden: Tel.: +49 241 471-141, E-Mail:  karl.faehrmann(@)hwk-aachen.de.