Die zufriedensten Handwerksbetriebe gibt es unserer Herbst-Konjunkturumfrage zufolge im Kreis Heinsberg.
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Hoch im Heinsberger Handwerk

Für die meisten Handwerker ist das Sommerhalbjahr sehr gut gelaufen

Pressemitteilung News

Aachen, 18.10.2017 – IPR 021d

Heinsberg. „Die zufriedensten Handwerksbetriebe gibt es unserer Herbst-Konjunkturumfrage zufolge im Kreis Heinsberg. Wenn 96 Prozent positive Geschäftsbeurteilungen abgeben, kann man von Champagnerlaune sprechen“, bringt Peter Deckers die Ergebnisse auf den Punkt. Nachdem die Bewertungen im Kreis Heinsberg von Herbst 2014 bis Herbst 2015 merklich schlechter waren als im Kammerdurchschnitt, so der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, liegt der aktuelle  Wert von 96 Prozent nun vier Punkte darüber.

Treibstoffe für die positive Dynamik, die viele Betriebe erfasst hat, sind die hohe Investitions- und Konsumneigung bei Verbrauchern und gewerblichen Wirtschaft, die niedrige Arbeitslosigkeit sowie größere Bauvorhaben und Ansiedlungen im Kreis Heinsberg. Für das anstehende Winterhalbjahr rechnen die meisten Chefs (97 Prozent) auch mit einer guten oder befriedigenden Geschäftslage.

Die Umsatzsituation hat sich im Kreis Heinsberg stabilisiert. 78 Prozent der Handwerksbetriebe verbuchten stabile (52 Prozent) oder steigende Auftragseingänge (26 Prozent). Aufgrund der guten Konjunkturaussichten gehen die Chefs davon aus, mit günstigem Wind im Rücken gute Geschäfte machen zu können. 81 Prozent erwarten stabile (54 Prozent) oder steigende Bruttoeinnahmen (27 Prozent).

Stabil in den Winter
Die Beschäftigungslage ist sehr gut und liegt mit 88 Prozent zwei Punkte über dem Kammerdurchschnitt. 64 Prozent haben die Mannschaftsstärke beibehalten, 24 Prozent stellten Personal ein. Der Saldo aus Personal einstellenden und abbauenden Betrieben beträgt +12 und zeigt die positive Dynamik. Für das Winterhalbjahr geht ein Großteil der Unternehmer im Handwerk (84 Prozent) von Beschäftigungsstabilität aus. Zehn Prozent hoffen, weitere Fachkräfte einstellen zu können

Mehr Lehrlinge
Im Kreis Heinsberg wurden bis zum 30. September insgesamt 498 neue Lehrverträge abgeschlossen. Das sind 2,7 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. „Ob wir eine positive Trendwende bei den neuen Lehrverhältnissen schaffen, ist noch nicht sicher. Bis zum Jahresende erfolgen üblicherweise noch Vertragslösungen während der Probezeit. Nicht immer wechseln die Jugendlichen dann zu einem anderen Handwerksbetrieb. Zum Teil wählen sie einen anderen beruflichen Werdegang“, fasst Georg Stoffels, Geschäftsführer für Berufsbildung bei der Handwerkskammer Aachen, die Situation zusammen.

Konstante Betriebszahl
Auf der Grundlage der letzten Handwerkszählung (2014) wurde eine Hochrechnung für die Zahl der Beschäftigten und die Umsätze im Handwerk des Kreises Heinsberg für die Jahre 2015 und 2016 vorgenommen. So gibt es 2016 3.463 Betriebe im Kreis mit insgesamt 18.223 Beschäftigten. Es wird ein Gesamtumsatz von rund 1,71 Milliarden Euro prognostiziert. Mit knapp 1,55 Milliarden Euro Umsatz, also rund 91 Prozent, wird der größte Teil von den zulassungspflichtigen Betrieben erwirtschaftet. Hier gilt als Qualifikationsnachweis der Meisterbrief für das jeweilige Handwerk.

Info:
Die Konjunkturumfrage mit regionalen Daten und Grafiken finden Sie im Internet unter  www.hwk-aachen.de/umfragen