Informationen aus erster Hand: Tischlermeister und Meisterdesigner Matthias Erkelenz erklärte den französischen Gästen die Entstehung seiner Examensarbeit: Hocker und Tisch.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Elmar Brandt

Internationale Gäste

Handwerkskammer stellt französischer und flämischer Delegation Aus- und Weiterbildung vor

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Aachen. Zum Austausch und zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit pflegt die Handwerkskammer Aachen internationale Kontakte. So bestehen gute Beziehungen in die Niederlande, nach Belgien, Frankreich, Polen, Tschechien und Ungarn. Sehr gerne empfängt die Kammer Gäste aus anderen Ländern, um ihnen das eigene Haus, die Bildungszentren des Handwerks, die Aus- und Weiterbildung sowie eigene Verwaltung vorzustellen. Bei den beiden jüngsten Besuchen aus Frankreich und Flandern kam es wieder zu interessanten Gesprächen.

Von der Partnerkammer „Chambre de Métiers de l’Oise“ im französischen Beauvais begrüßten Wilhelm Grafen, Geschäftsführer der Kammer für die Bildungszentren, und Theo Goertz, Leiter des Bildungszentrums BGE Aachen, eine Delegation. Im BGE Aachen erhielten ihre Mitglieder Einblicke in die schweißtechnischen Disziplinen und besichtigten die Arbeit im Prüflabor. Diplom-Ingenieurin Andrea Stein von der Handwerkskammer präsentierte und erklärte die einzelnen Prüfverfahren.

Während ihres Aufenthalts in Aachen begaben sich die französischen Gäste zudem auf eine Stadtrundfahrt durch Aachen, steuerten dabei den Dreiländerpunkt an und entdeckten die Altstadt per Rundgang. Darüber hinaus besuchten sie den Europamarkt – Kunsthandwerk und Design mit seinen vielen kreativen Ausstellern. In der Aula Carolina bestaunten sie die Arbeiten der Studenten der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg. Einzelne Absolventen erklärten die Entstehung und die Besonderheiten ihrer handwerklich geschaffenen Produkte, informierten über das Material und die Arbeitstechniken.

© Handwerkskammer Aachen, Foto: Larissa Hüllenkremer

Daumen hoch für den internationalen Austausch. Eine flämische Delegation besuchte das Bildungszentrum BGE Aachen der Handwerkskammer.


Reger Austausch

Das Bildungszentrum BGE Aachen war auch Ziel einer Studienreise des SERV-Bildungsausschusses aus Flandern. SERV steht für Sociaal-Economische Raad van Vlaanderen. Ihm gehören Arbeitnehmer und Arbeitgeber an. Bei einem Rundgang lernten die Delegierten die verschiedenen Werkstätten und technischen Gegebenheiten im BGE Aachen kennen. Darüber hinaus kam es zum Austausch über thematische Aspekte.

Außerdem besuchten die Gäste aus Belgien die Berufskollegs Mies-van-der-Rohe und für Technik und Gestaltung in Aachen. Hier lernten sie den Aufbau und die Aufgaben der schulischen Partner in der dualen Berufsausbildung sowie ihre weiteren Weiterbildungsangebote kennen.

Zum Abschluss ihrer Studienreise fuhren die Delegierten noch die Tischlerei Korr GmbH in Aachen-Brand an. Hier lernten sie Praxis und handwerklichen Arbeitsalltag direkt vor Ort kennen und kamen mit Inhabern, Meistern, Gesellen und Lehrlingen ins Gespräch. Die Gäste konnten sich so ein sehr genaues Bild vom Aufbau der dualen Ausbildung in Deutschland, von den Anforderungen an das Handwerk und von den Karrieremöglichkeiten in gewerblich-technischen Berufen machen.

In vielen europäischen Ländern genießt die duale Ausbildung, wie sie in Deutschland praktiziert wird, hohes Ansehen. Die Verbindung von betrieblichen, überbetrieblichen und schulischen Lehrinhalten macht sich bezahlt und bringt gut ausgebildete Fachkräfte für den Arbeitsmarkt hervor.