Wichtige Ratgeber in Berlin: Handwerkslehrlinge aus ganz Deutschland trafen sich zum Jugendbeirat. Zu ihnen gehörte die angehende Tischlerin Jule Rombey aus Selfkant (8.v.l.).
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Zum Jugendbeirat nach Berlin

Jule Rombey diskutierte mit den Machern der Imagekampagne und anderen jungen Handwerkern

Auszubildende

Berlin/Selfkant. Der Tag in Berlin hat Jule Rombey sehr gut gefallen. Die junge Tischlerin aus Selfkant hat viele positive Eindrücke gewonnen und einige neue Leute kennengelernt – sie ist begeistert. Jule Rombey ist wie rund 30 andere Handwerkslehrlinge zum Jugendbeirat nach Berlin gereist und hat dort mit den Machern der Imagekampagne des Handwerks über den nächsten Film, die neuesten Plakatmotive und weitere Aktionen diskutiert. Schließlich sollen junge Leute fürs Handwerk gewonnen werden. Wer, wenn nicht die Lehrlinge, weiß besser, wie das gut funktionieren könnte?

Jule Rombey hat viele Leute in ihrem Alter aus den unterschiedlichsten Gewerken getroffen. „Da waren Maurer, Kfz-Mechatroniker, Bäcker, Straßenbauer, andere Tischler oder Konditoren dabei. Sie kamen aus den verschiedensten Ecken Deutschlands“, erzählt sie. Im Mittelpunkt der Gruppenarbeit und der Diskussionen stand das Kampagnenmotto des nächsten Jahres: „Und? Was hast du heute geschafft?“

Für die junge Tischlerin, die im väterlichen Betrieb von Frank Rombey ausgebildet wird, liegt der Reiz der handwerklichen Tätigkeit gerade darin, dass sie jeden Tag etwas mit den eigenen Händen produziert. In Berlin hat sie erfahren, was alles dazu gehört, so eine bundesweite Kampagne für das Handwerk auf die Beine zu stellen und immer wieder mit Leben zu füllen. Sie findet es sehr gut, dass junge Handwerker nach ihrer Einschätzung gefragt werden, denn natürlich würde sich auch Jule Rombey freuen, wenn demnächst immer mehr junge Menschen den Weg ins Handwerk finden würden. „Eine Idee ist, Schüler über das Internet anzusprechen, indem Handwerker zum Beispiel in einer Art ‚Sprechstunde‘ via Webcam Fragen zu ihren Berufen und Werdegängen beantworten“, verrät Jule Rombey.

Gemeinsam mit den Machern der Imagekampagne hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks nun schon zum sechsten Mal einen Jugendbeirat zusammengerufen. Die Junghandwerker stellten in den Besprechungen heraus, dass auf ihrem Weg zum Ausbildungsplatz Social-Media-Kanäle eine große Rolle spielen. „Der Jugendbeirat war wie immer sehr inspirierend und aufschlussreich“, berichtet Stephen Quell, Kreativdirektor bei der verantwortlichen Werbeagentur Heimat. „Der Input des Jugendbeirats hilft sehr dabei, Kommunikation zu entwickeln, die den Nerv des Nachwuchses trifft.“

Info: Weitere Informationen zur Imagekampagne des Deutschen Handwerks finden Sie unter www.handwerk.de.