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Das Handwerk in Deutschland

Logo Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Wirtschaftlicher Stellenwert des Handwerks

Das Handwerk ist der vielseitigste Wirtschaftsbereich Deutschlands und bildet mit seinen kleinen und mittleren Betrieben das Kernstück der deutschen Wirtschaft.
In rund 967.200 Betrieben arbeiten rund 4,8 Millionen Menschen, fast 480.000 Lehrlinge erhalten dort eine qualifizierte Ausbildung. Damit sind 11,9 Prozent aller Erwerbstätigen und 29,3 Prozent aller Auszubildenden in Deutschland im Handwerk tätig. Im Jahr 2008 erreichte der Umsatz im Handwerk rund 511 Milliarden Euro (inkl. MwSt).
Ob für Privatverbraucher, Industrie, Handel oder die öffentliche Hand - das deutsche Handwerk bietet ein breites, differenziertes und qualitativ hochwertiges Angebot an Waren und Dienstleistungen an. Mit Flexibilität und Kreativität erfüllt es individuelle Kundenwünsche.
Quelle: ZDH

Ausbildung

Das Handwerk nimmt seine Verantwortung für die Ausbildung des Berufsnachwuchses in besonderem Maße wahr. Die Ausbildung erfolgt im sogenannten "dualen System". Der Lehrling erhält eine praktische Ausbildung im Handwerksbetrieb, ergänzt und abgerundet durch überbetriebliche Maßnahmen, die an den Bildungszentren des Handwerks durchgeführt werden. Die fachtheoretischen Grundlagen sowie allgemeinbildende Fächer werden an der Berufsschule vermittelt. Das duale System hat sich durch die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis bewährt.
Angesichts des rasch voranschreitenden wirtschaftlichen und technischen Wandels und der großen Bedeutung der Qualifikation der Arbeitskräfte spielen Fort- und Weiterbildung im Handwerk eine wichtige Rolle.

Meisterausbildung

Zweifellos nimmt die Meisterprüfung im Handwerk eine zentrale Stellung ein. Im Rahmen der Meisterfortbildung werden nicht nur umfangreiche praktische Fertigkeiten und theoretische Kenntnisse im jeweiligen Beruf vermittelt, sondern darüber hinaus grundlegendes betriebswirtschaftliches und berufspädagogisches Wissen. Der Meistertitel steht im Handwerk für die hohe Qualität der Arbeit, für leistungsfähige Betriebe und für ein hohes Niveau der Ausbildung im Handwerksbetrieb.
In den 41 zulassungspflichtigen Handwerken, die in der Anlage A der Handwerksordnung aufgeführt sind, ist die bestandene Meisterprüfung Voraussetzung für die Berechtigung, dieses Handwerk selbständig auszuüben und Lehrlinge auszubilden. Dies gewährleistet eine hohe Qualität der Arbeit (Verbraucherschutz) und der Ausbildung in diesen Gewerken. In den 53 zulassungsfreien Handwerken der Anlage B1 kann der Meistertitel als besonderes Gütesiegel freiwillig erworben werden.

Aufbau der Handwerksorganisation

Hier finden Sie eine Übersicht über die Handwerksorganisationen in Deutschland und die Mitglieder des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), (Quelle ZDH), mehr dazu>>

Was ist Handwerk? Was ist die Handwerksordnung?

Was Handwerk ist, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um ein Handwerk selbständig ausüben zu dürfen, die Grundlagen der Berufsbildung im Handwerk sowie die Struktur der Organisationen des Handwerks sind im Wesentlichen im Gesetz zur Ordnung des Handwerks (Handwerksordnung) geregelt, mehr dazu>>