Foto: www.baeckerball.de

Die tolle Party feiert Geburtstag und die karnevalistischen Handwerker närrisches Jubiläum.

Aachen. 70 Jahre Bäckerball in Aachen: Die erste dieser renommierten Veranstaltung mit vorangehender Karnevalssitzung fand 1952 unter dem Präsidium von Peter Ehlen im Alten Kurhaus statt. Zum Elferrat gehörten als närrische Kollegen Obermeister Peter Jakobi, Hubert Bartholomé, Theo Brand, Ludwig Drouven, Jupp Klein, Josef Keufen, Kurt Lanske, Peter Mehlkopf, Josef und Heinz Nobis, Karl Schiffers, Leo Schumacher und Peter Strack. Diese Gründerväter trafen sich zu ihren Sitzungen zunächst im Postwagen, später im Bäckereinkauf an der Annastraße.

Die Premiere ihres Balls schlug ein. 2008 erinnerte sich Karl Schiffers noch an den „Riesenandrang“: „Ich musste mir den Weg richtig freikämpfen, um nach oben zu kommen. Es empfing uns ein großer, voller Saal von kostümierten Karnevalisten.“ Ein Jahr später fand der Ball im Neuen Kurhaus statt, inzwischen seit Jahrzehnten im Eurogress.

Der Karnevalsverein der Aachener Bäcker, der dieses Jahr sein 9×11-jähriges Jubiläum feiert, zählt aktuell 16 Mitglieder im Elferrat und im Senat. Seit 1998 ist Michael Nobis Präsident. „Die Aachener Bäcker sind aufgrund ihrer langjährigen, erfolgreichen und freundschaftlichen Art der Zusammenarbeit sicher etwas Besonderes“, sagt er. Neben den Bäckern gebe es in Aachen ja die Friseure als „die Figaros“, darüber hinaus sehe er keine vergleichbare Konstellation. Alle Mitglieder des Elferrats entstammen Bäckerfamilien und führen damit die Tradition fort, auch wenn sie nicht mehr alle selber Bäckermeister sind.

In den Genen muss den Mitgliedern natürlich auch der „Fastelovvend“ liegen. Der Onkel von Michael Nobis, Heinz Nobis galt als Vorzeigekarnevalist. „Er hat als Elferrat und Programmgestalter zum Erfolg des Bäckerballs wesentlich beigetragen und ist bis heute Vorbild für uns Elferräte“, sagt der Neffe. Überwältigend, so Michael Nobis, sei es immer wieder, vor fast 1.400 ausgelassen feiernden Kostümierten auf der Bühne zu stehen und den enormen Zuspruch des Publikums zu erleben. „Es macht einfach großen Spaß, immer wieder diese tolle Veranstaltung organisieren und gestalten zu dürfen“, so Michael Nobis. „Wir sind unserem Konzept treu geblieben.“ Allerdings verzichteten sie mittlerweile schweren Herzens auf Reden im Bühnenprogramm. Denn zum einen gebe es immer weniger Redner und zum anderen sei das Publikum heute weniger bereit, einer Rede konzentriert zu folgen. Singen, feiern und tanzen ständen aktuell im Vordergrund.

Und wie sieht die Zukunft des Karnevalsvereins der Aachener Bäcker aus? „Wir sind ein sehr kleiner Verein und stimmen uns zu unseren Strukturen regelmäßig ab. Unser Elferrat lebt auch von der personellen Kontinuität“, sagt Michael Nobis. Natürlich werde auch seine aktuelle Aufgabe absehbar neu besetzt werden. Aktuell bereite es ihm immer noch große Freude, mit den Kollegen den Bäckerball zu präsentieren. www.baeckerball.de

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