Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer werben gemeinsam für die duale Ausbildung.
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Rufen junge Menschen in die Startlöcher: Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer werben gemeinsam für die duale Ausbildung.

Auf die Plätze, fertig, los!

News 15.09.2021

Handwerk und Bundesregierung werben für den Beginn einer Ausbildung.

Berlin. „Gut orientiert! – jetzt in eine #AusbildungSTARTEN“: So lautete der Appell von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek und Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer am zweiten gemeinsamen Aktionstag im Rahmen des Sommers der Berufsbildung. Bei einem Treffen mit Schülern eines Berliner Oberstufenzentrums stellten sie innovative Formate der Berufsorientierung vor und machten deutlich, dass junge Menschen auch jetzt noch einen passenden Ausbildungsplatz finden können.

„Die Entscheidung für eine Ausbildung prägt häufig das ganze Leben. Sie muss deshalb gut zum einzelnen Menschen passen. Deshalb unterstütze ich den Aktionstag ‚Gut orientiert‘ und werbe sehr stark für eine der insgesamt über 300 bundeseinheitlich geregelten dualen Ausbildungen – allein im Handwerk gibt es mehr als 130 Berufsbilder“, so Karliczek. „Gerade die Lehre im Handwerk ist ein sehr guter Einstieg in den Arbeitsmarkt. Sie bietet Sicherheit und alle Chancen zum beruflichen Aufstieg. Umso mehr kommt es in diesem Sommer der Berufsbildung darauf an, auf noch unentschlossene junge Menschen zuzugehen, sie mit innovativen Formaten über die Möglichkeiten der Ausbildung zu informieren und ihnen konkrete Optionen für eine Ausbildung zu bieten“, so die Bundesbildungsministerin.

Vor allem in den Abschlussklassen konnten viele Schüler in diesem Jahr wegen Corona keine Praktika absolvieren. Viele wissen noch nicht, wie es bei ihnen weitergeht. Deshalb machten Karliczek und ZDH-Präsident Wollseifer darauf aufmerksam, dass ein guter Ausbildungsbeginn auch noch im September oder Oktober möglich ist.

Zahlreiche junge Menschen befinden sich durch Corona noch in der Phase der beruflichen Orientierung und haben ihre Entscheidung noch nicht getroffen. Diese Jugendlichen sollten möglichst individuelle Informationen über die vielfältigen Berufs- und Karrieremöglichkeiten einer beruflichen Ausbildung erhalten, damit sie „gut orientiert“ eine #AusbildungSTARTEN.

In Berlin tauschten sich Karliczek und Wollseifer mit Auszubildenden über die Wege aus, die auch jetzt noch in eine duale Ausbildung in diesem Jahr führen können. Außerdem stellten sie sich den Fragen von Experten sowie Schülern in einer im Livestream übertragenen Podiumsdiskussion. Im Mittelpunkt der Diskussion standen hier innovative Lösungsansätze für die Berufsorientierung.

Die Zahl der zwischen Januar und Juli 2021 in die Lehrlingsrollen aller deutschen Handwerkskammern eingetragenen Ausbildungsverträge liegt mit 87.882 um 6,5 Prozent über dem Vorjahresvergleichswert. Der Rückstand zum Vor-Corona-Jahr 2019 beträgt -7,6 Prozent. Im Kammerbezirk Aachen wurden in diesem Zeitraum 1.554 neue Verträge abgeschlossen, das waren sogar 17,1 Prozent mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Der Rückstand zum Vor-Corona-Jahr betrug 1,8 Prozent. Die aktuellen Zahlen zum 31. August: 1.921 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge, 10,3 Prozent mehr als zum 31. August 2020, Rückstand zum 31. August 2019: -1 Prozent.

Die Zahl der aus den Kammern gemeldeten offenen Lehrstellen lag für ganz Deutschland am 31. Juli mit 30.196 4,3 Prozent unter dem Vorjahreswert. In der Lehrstellenbörse der Handwerkskammer Aachen sind aktuell über 450 freie Ausbildungsplätze eingestellt.

Im „Sommer der Berufsbildung“ (#AusbildungSTARTEN) wollen die Partner der „Allianz für Aus- und Weiterbildung“ von Juni bis Oktober 2021 bei jungen Menschen und Betrieben für das Erfolgsmodell der dualen beruflichen Ausbildung werben. Mit insgesamt acht Themen-Aktionstagen und einer breiten Auswahl an Veranstaltungen auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene sollen die vielfältigen Unterstützungsangebote bekannter gemacht und ausbildungsinteressierte Jugendliche und Betriebe zusammengebracht werden. Das gemeinsame Ziel ist, dass möglichst viele junge Menschen im Jahr 2021 ihre Berufsausbildung beginnen.
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