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News vom 16.04.2021Betriebe und Beschäftigung sichern

Tätigkeitsbericht der WIN.DN: Digitalisierung und Ansiedlung im Fokus

Düren. Bei der Vorstellung ihres Tätigkeitsberichts für das Jahr 2020 im Rahmen einer Online-Pressekonferenz zog die Geschäftsführung der WIN.DN gemeinsam mit der neu ins Amt gewählten Aufsichtsratsvorsitzenden Dagmar Nietan Bilanz: „Das vergangene Jahr stellte uns alle mit der Corona-Pandemie wie kein anderes Jahr vor besondere Herausforderungen. Gerade weil die mit der Pandemie leider notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens die Dürener Wirtschaft (…) getroffen haben, lag der Schwerpunkt der WIN.DN im Erhalt und der Sicherung von Arbeitsplätzen durch die aktive Unterstützung der Dürener Unternehmen“, verwies Dagmar Nietan auf die Bedeutung der Arbeit in der kommunalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

„Im März 2020, zu Beginn der Pandemie, hatte die WIN.DN umgehend eine telefonische Krisenhotline und die Informationswebseite etabliert und über Umsetzung des Abstandsgebots und die bereitgestellten Förderprogramme von Bund und Land informiert“ erläuterte Thomas Hissel, Hauptgeschäftsführer der WIN.DN GmbH die ergriffenen Sofortmaßnahmen. „Zusätzlich wurde zur konkreten Unterstützung des städtischen Einzelhandels und der Gastronomie ein neues digitales Handelsportal mit integriertem Lieferdienst innerhalb weniger Tage aufgesetzt. In der Phase nach dem Frühjahrs-Lockdown wurde ein Investitionsförderprogramm für Ansiedlungen in innerstädtischen Ladenlokalen aufgelegt und Digitalisierungsgutscheine vergeben, die helfen sollen, das noch analoge Geschäftsmodell zu digitalisieren“, ergänzte Heinz Mannheims, Geschäftsführer für die Innenstadtförderung und den Einzelhandel.

Der Tätigkeitsbericht 2020 weist langlaufende Zukunftsprojekte aus. Entsprechend standen im vergangenen Jahr wiederholt Schwerpunkte wie die Digitalisierung der Wirtschaft, aber auch der Strukturwandel im Braunkohletagebau und entsprechende Anstrengungen zur Dekarbonisierung der Industrie im Vordergrund. Auch wenn weitere Vorbereitungen im Bereich der interkommunalen Gewerbeflächenentwicklung getätigt werden konnten, zeigt auch das vergangene Jahr, dass ein Sonderbedarf bei der weiteren Flächenzuteilung im neuen Regionalplan vor dem Hintergrund des Strukturwandels besteht. Zahlreiche großflächige Ansiedlungen haben dazu geführt, dass zum Beispiel im Interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet Talbenden/Rurbenden keine Flächen mehr zu Verfügung stehen.

Als Wirtschaftsförderung der zweitgrößten Stadt im Kernrevier des rheinischen Braunkohlereviers umfasste das Aufgabenspektrum der WIN.DN ebenfalls eine intensive Koordinierungsarbeit und Projektakquise, um  sicherzustellen, dass  die durch Bundes- und Landesregierung in Aussicht gestellten Förderprogramme auch dort ansetzen, wo drei Viertel der Beschäftigten in der Braunkohleindustrie wohnen.

„Die Strukturwandelprojekte wie die Modellfabrik Papier haben bereits jetzt zu einer veränderten Wahrnehmung des Standorts bei Innovationstreibern aus der Wissenschaft, aber auch von Unternehmen geführt. Nun gilt es diese auch in nachhaltige Wertschöpfung und neue Arbeitsplätze umzumünzen“, forderte Winfried Kranz-Pitre, Geschäftsführer für Gründung, Innovation und Ansiedlung die Strategie.

Das 2019 gestartete Projekt Düren.Digital Network konnte bis Ende 2020 erfolgreich 16 digitale Gründer durch die Bereitstellung kostenloser Coworkingplätze und zahlreiche Veranstaltungen in Kooperation mit digitalen „Enablern“ unterstützen. Der mit dem VR Experience Room bereits eingeschlagene Weg zur niedrigschwelligen Erprobung dieser digitalen Technologie konnte mit dem Mitte des Jahres erfolgreich akquirierten Unternehmen.Revier-Projekt „Düren 1634“ gemeinsam mit dem Stadtmuseum und der Hochschule Rhein-Waal fortgesetzt werden.

Info: Die konkrete Installation von Ladeinfrastruktur bei über 38 Arbeitgebern stand im Fokus des Projekts eMIND mit dem unter anderem die NOX-Belastung in Düren reduziert werden soll. Die erfolgreich abgeschlossenen Mobilitätsberatungen bei den Unternehmen ergaben einen Bedarf von über 300 Ladepunkten, die nun bis 2022 in Düren aufgebaut werden sollen. Weitere Projekte und Maßnahmen sind in der Planung oder schon angestoßen.