Packen das Rüstzeug für den Schulbesuch: Ellen Lenders (links) und Ralf Eylmanns (3.v.r.) bereiten Auszubildende auf ihren Einsatz als Ausbildungsbotschafter der Kammern vor. Foto: Nicole Diefenthal
Handwerkskammer Aachen
Packen das Rüstzeug für den Schulbesuch: Ellen Lenders (links) und Ralf Eylmanns (3.v.r.) bereiten Auszubildende auf ihren Einsatz als Ausbildungsbotschafter der Kammern vor. Foto: Nicole Diefenthal

Botschafter für die Schule

News 10.03.2020

Handwerkskammer und IHK bereiten Auszubildende auf den Einsatz vor

Aachen. Sie sind kaum der Schulzeit entwachsen und doch schon ein ganzes Stück weiter: die Ausbildungsbotschafter von Handwerkskammer und Industrie- und Handelskammer Aachen. Nun trafen sie sich zu einer Schulung mit ihren Betreuern Ellen Lenders (IHK) und Ralf Eylmanns (HWK), um sich auf ihre Aufgabe – zurück in die Schule – vorzubereiten.

Authentizität ist das Schlagwort, das Sinn und Zweck der Ausbildungsbotschafter am besten beschreibt. „Sie gehen in die Schulen und berichten dort von ihrem persönlichen Weg von der Schule in die Ausbildung“, fasst Ralf Eylmanns die Aufgabe der jungen Leute zusammen. Er und seine Kollegin Ellen Lenders haben ihnen sozusagen den Ranzen mit dem nötigen Rüstzeug gepackt. „Wir geben unseren Ausbildungsbotschaftern keine fertige Präsentation mit, sondern eine Grundlage für ihre persönliche Darstellung“, sagt Eylmanns. Dazu gehören die Selbstreflexion über den eigenen Weg in die Ausbildung, natürlich die Erörterung zum Rollenbild des Botschafters und ein Exkurs in Kommunikation und Rhetorik. Die wichtigste Voraussetzung bringen die Auszubildenden jedoch schon mit. Ralf Eylmanns: „Sie sind von ihrem Beruf und ihrem Betrieb überzeugt. Deshalb bringen sie authentisch rüber, dass eine Ausbildung Spaß machen kann.“ Dass die jungen Botschafter nebenbei auch Repräsentanten  ihres jeweiligen Betriebs sind und Werbung für diesen als Ausbilder machen, ist ein durchaus beabsichtigter Nebeneffekt. Schließlich stellt der Betrieb seine Auszubildenden für den Einsatz in den Schulen ja auch frei.

„Im Durchschnitt sind es fünf bis sechs Einsätze, die unsere Ausbildungsbotschafter absolvieren“, sagt Ralf Eylmanns. Ihn begeistert vor allem die Vielfalt seines Teams. „Das sind zum Teil extrem unterschiedliche Leute mit einer Gemeinsamkeit: Sie alle sind hoch motiviert und machen ihre Ausbildung mit Begeisterung.“ Ansteckung in den Schulen ist in diesem Fall also ausdrücklich erwünscht. Und praktische Hilfe. „Über unsere Ausbildungsbotschafter erfahren Schüler, welche Wege sie nach ihrer Schullaufbahn einschlagen können“, so Eylmanns. „Wir möchten ihnen vor allem die Angst nehmen vor der Kontaktaufnahme mit Betrieben oder uns als Beratern. Das gelingt jungen Leuten, die selbst erst kurz aus der Schule sind, natürlich am besten.“
 

Und auch der Hinweis, wie wichtig gewisse Schlüsselqualifikationen wie Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit  für den beruflichen Lebensweg sind, dringt eher durch, wenn er von fast Gleichaltrigen komme, sagt Eylmanns. „Viele Lehrer sind überrascht, wie ruhig ihre Schüler zuhören können“, berichtet er von den Erfahrungen seiner Ausbildungsbotschafter in den Schulen.

Das stimmige Konzept ist auf weitere und immer wieder nachrückende Auszubildende angewiesen. Wer sich vorstellen kann Ausbildungsbotschafter zu werden, der ist bei Ralf Eylmanns an der richtigen Adresse.