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News vom 10.03.2022Corona: Der Fahrplan für Lockerungen steht

Stufenweise Exitperspektive verschafft Betrieben Planungshorizont.

Berlin. Bund und Länder haben einen Dreischritt der Öffnungen in der Corona-Pandemie vereinbart – bis zum 20. März sollen die weitreichenden Einschränkungen des gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens schrittweise zurückgenommen werden. Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer (ZDH) äußert sich zu den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.  „Gut, dass Bund und Länder mit ihren Beschlüssen der veränderten Pandemielage Rechnung tragen und sich darauf verständigt haben, bundesweit möglichst einheitlich und in kontrollierten Schritten die geltenden Infektionsschutzmaßnahmen zurückzunehmen.

Unseren Betrieben verschafft dieser Dreischritt der Öffnungen und der dann wegfallenden Einschränkungen die so wichtige Planbarkeit, die sie für ihre Geschäftstätigkeit brauchen. Eine solche verlässliche Exit-Perspektive ist gerade für die Gewerke von essenzieller Bedeutung, für die überproportional viele Einschränkungen und Corona-Auflagen gelten und galten – wie etwa die Lebensmittelgewerke und das Kfz-Gewerk. Umso unverständlicher ist, dass die stark eingeschränkten personennahen Dienstleistungsgewerke wie Friseure und Kosmetiker in diesem Öffnungskonzept nicht berücksichtigt werden.“

Ausdrücklich unterstütze die Handwerksorganisation den Ansatz von Bund und Ländern, an die Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger zu appellieren und für die weitgehenden Öffnungen auf verantwortungsvolles Verhalten zu setzen, gerade auch im geschäftlichen und gesellschaftlichen Bereich. Wollseifer: „Unsere Betriebe und ihre Beschäftigten verdienen dieses Vertrauen, setzen sie doch seit langem die erforderlichen hygienischen Auflagen um und zeigt die Handwerkerschaft überproportional hohe Impfbereitschaft.  Unsere jüngste Corona-Sonderumfrage hat ergeben, dass bereits mehr als 70 Prozent der Belegschaften in unseren Betrieben geboostert sind – ein im Vergleich zur Gesamtbevölkerung überproportional hoher Anteil. Die übergroße Mehrheit der Handwerkerinnen und Handwerker hat mit ihrer Impfung ihren Beitrag dazu geleistet, endlich aus dieser Pandemie herauszukommen. Das zeigt einmal mehr: Das Handwerk versteht sich eben nicht allein als Wirtschaftsgruppe, sondern immer auch als eine Gesellschaftsgruppe, die sich ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist und sich auch so verhält.“

Richtigerweise würden Bund und Länder schon jetzt Vorkehrungen treffen, um im Herbst und Winter auf möglicherweise wieder aufbrandende Infektionswellen vorbereitet zu sein und auf diese Weise Einschränkungen für Gesellschaft und Wirtschaft vermeiden zu können. Erneute Restriktionen würden zahlreiche Betriebe der besonders betroffenen Gewerke vermutlich nicht ein weiteres Mal überstehen können. Vor diesem Hintergrund gelte es, Handwerksbetriebe möglichst resilient gegenüber weiteren Infektionswellen zu machen. „Für die von bisherigen Beschränkungen besonders betroffenen Betriebe werden dafür weitere unterstützende Hilfen notwendig sein. Richtigerweise tragen Bund und Länder dem Rechnung, indem sie die Überbrückungshilfe IV bis Ende Juni 2022, parallel dazu auch die ergänzenden Programme Neustart- und Härtefallhilfen sowie das Kurzarbeitergeld verlängern“, betonte der ZDH-Präsident.

Dass Bund und Länder weiter auf eine Forcierung des Impffortschritts und ein Schließen der Impflücken dringen, unterstützt das Handwerk ausdrücklich. „Ich wiederhole daher meinen Appell an alle, die sich immer noch nicht haben impfen lassen: Damit wir alle wieder uneingeschränkt arbeiten und ausbilden können, lassen Sie sich impfen und boostern! Mit ihrer individuellen Impfung schützen Sie sich, vor allem aber auch ihren Betrieb, Arbeits- und Ausbildungsplatz!“