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Coronavirus

Bitte Maske als Schutzvorkehrung für Besuche, Prüfungen und für Lehrgänge mitbringen.

Wichtig ist, besonnen zu handeln und stets auf dem Laufenden zu sein. Deshalb haben wir hier auf dieser Seite alle Infos für Sie gebündelt.www.hwk-aachen.de/corona

 

 

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Bitte beachten Sie: Aufgrund der aktuellen Rechtsverordnung des Landes NRW sind Rückkehrer/innen aus vom RKI ausgewiesenen Risikogebieten dazu verpflichtet, sich in häusliche Quarantäne zu begeben und beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden. Sollten Sie dieser Verpflichtung nicht nachgekommen sein, darf unser Haus nicht betreten werden. Die Liste der Risikogebiete entnehmen Sie bitte der Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de.

  
Stand 29. Juli 2020

Für Handwerksbetriebe

Ihre Ansprechpartner

Fragen zu Liquiditätssicherung, Förderpaketen, geplanten Soforthilfen
Mo - Do: 8 - 17 Uhr, Fr: 8 - 14 Uhr
 Jonas Lieser: Telefon +49 241 471-129,   jonas.lieser@hwk-aachen.de

Rechtliche Fragen zum Erlass der Bundes- und Landesregierung, Freistellung von Infizierten, etc.
Mo - Do: 8 - 17 Uhr, Fr: 8 - 14 Uhr
 Karl Fährmann: Telefon +49 241 471-141,   karl.faehrmann@hwk-aachen.de
 Julia Berwing: Telefon +49 241 471-142,   julia.berwing@hwk-aachen.de

Fragen zum Kammerbeitrag
Mo - Do: 8 - 17 Uhr, Fr: 8 - 14 Uhr
 Alice Jope: Telefon +49 241 471-338,   beitrag@hwk-aachen.de
 Sabine Motter: Telefon +49 241 471-340,   beitrag@hwk-aachen.de

Überbrückungshilfe

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen“ beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020), www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe

Die Steuerberaterverband Düsseldorf hat ein 25-minütiges Informationsvideo zur Überbrückungshilfe aufgezeichnet.

Liquiditätshilfen und Mehrwertsteuersenkung

Die Große Koalition hat am 3. Juni 2020 beschlossen den Umsatzsteuer-Regelsatz von 19 % auf 16 % und den ermäßigten Umsatzsteuersatz von 7 % auf 5 % abzusenken. Die Absenkung soll befristet vom 01.07. bis 31.12.2020 gelten, www.zdh.de
  

NRW-Soforthilfe 2020

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern. Anträge für die NRW-Soforthilfe 2020 konnten vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden, www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020
 

Stundung Sozialversicherungsbeiträge

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hat in einem Rundschreiben die Möglichkeiten zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen modifiziert. Damit der Beitrag  nicht eingezogen wird, muss ein Antrag an die Krankenkassen gerichtet werden. Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden. Ein Musterformular finden Sie anbei Musterformular.

Schnellkredit der KfW-Bank

Ab 15. April 2020 können die entsprechenden Antragsunterlagen für den KfW-Schnellkredit runtergeladen werden. Der Darlehensantrag wird nicht bei der KfW, sondern bei der Hausbank gestellt. Die KfW bietet hierzu einen Online-Service an, mit dem die Antragsstellung bei der Hausbank mit entsprechenden Daten vorbereitet und als PDF exportiert werden kann (ersetzt nicht den Antrag!). Informationen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zum Schnellkredit finden Sie hier.
 

Regelungen für das öffentliche Leben in Nordrhein-Westfalen

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zuständig, wenn es darum geht, Maßnahmen des Gesundheitsschutzes landesweit anzuordnen. Im Fall der Corona-Pandemie ist dies zuletzt in Form von Verordnungen geschehen. Aber auch Erlasse, die über die fünf Bezirksregierungen an die Kommunen weitergeleitet werden, werden bei Regelungsbedarf veröffentlicht. Die relevanten Veröffentlichungen wie z. B. die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) , die Coronabetreuungsverordnung (CoronaBetrVO) finden Sie in chronologischer Reihenfolge unter www.mags.nrw

 

 - Alle wichtigen Informationen finden Sie auf  www.zdh.de.

Damit Sie gut informiert sind und sich weniger Unsicherheiten im Umgang mit dem Coronavirus ergeben, finden Sie hier verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitshinweise, Kurzarbeit, wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen und Sicherheiten für Kredite, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) als Dachverband der Handwerkskammern und Fachverbände des Handwerks zusammengestellt hat.

 - Hier finden Sie 10 wichtige Tipps zurbetrieblichen Pandemieplanung.

 

Fragen und Antworten

18.03.2020 - Das hängt vom Gewerk ab. Der Erlass des Arbeitsministeriums NRW vom 18.03.2020 regelt: Dienstleister und Handwerker können ihrer Tätigkeit weiter nachgehen. Eine Besonderheit stellen Handwerksbetriebe mit Ladenlokal und Werkstatt dar. Ganz wichtig ist dabei die Beachtung der besonderen Hygiene- und Abstandsregelungen.

18.03.2020 - Der Einzelhandel ist seit dem 18. März 2020 grundsätzlich geschlossen,  Ausnahmen aus dem Handwerk sind Sanitätshäuser und Textilreinigungen.

23.03.2020 - Friseure, Kosmetiker und Nagelstudios müssen ihren Betrieb einstellen.

04.05.2020 - Friseure und Fußpfleger dürfen ihren Betrieb unter Auflagen wieder öffnen

11.05.2020 - Kosmetiker und Nagelstudios dürfen ihren Betrieb unter Auflagen wieder öffnen

Aktueller Stand - Erlasse + Verordnungen des Landes NRW - Rechtliche Grundlagen

Aktueller Stand - Informationen des Landes NRW - Corona-Virus in Nordrhein-Westfalen

Was ist Kurzarbeit?

 Erklärfilm zum Kurzarbeitergeld von unternehmer nrw

Sind Sie auf Grund der Corona-Krise gezwungen in Ihrem Betrieb Kurzarbeit einführen zu müssen, sollten Sie die Mitarbeiter rechtzeitig über den Grund und die Dauer zu informieren. Mit diesem Musterschreiben können Sie sich zugleich das schriftliche Einverständnis der Mitarbeiter geben lassen.

Das individuelle Einverständnis der Mitarbeiter brauchen Sie immer dann, wenn keine rechtliche Grundlage zur Einführung der Kurzarbeit durch tarifvertragliche Regelungen durch eine Betriebsvereinbarung oder durch eine entsprechende Regelung bereits im Arbeitsvertrag vorliegt. Diese Einverständniserklärung ist grds. auch der Agentur für Arbeit bei der Beantragung des Kurzarbeitergeldes vorzulegen.

GANZ WICHTIG: Beachten Sie bitte dringend, dass diese arbeitsrechtliche Grundlage für Kurzarbeit vorliegen muss!

Wichtig ist zudem, dass Betriebe und Unternehmen im Bedarfsfall bei ihrer zuständigen Agentur für Arbeit Kurzarbeit anzeigen. Informationen KurzarbeitergeldServicehotline für Arbeitgeber Tel.:  +49 800 45555 20

Zum einen kann der Arbeitgeber berechtigt Kurzarbeit anordnen, zum Beispiel aufgrund von Lieferengpässen und dem damit verbundenen Arbeitsausfall, die im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stehen und zum anderen kann es zu behördlichen Betriebsschließungen kommen. Hierbei sind Voraussetzungen für den Bezug von Kurzarbeitergeld, dass durch wirtschaftliche Ursachen und unabwendbare Ereignisse die üblichen Arbeitszeiten vorübergehend wesentlich verringert sind.
Kurzarbeitergeld ist vom Arbeitgeber zu beantragen. Handwerksunternehmen können die Kurzarbeit online über das Portal eService anzeigen. Hat dann die zuständige Arbeitsagentur festgestellt, dass das Handwerksunternehmen die Voraussetzungen für die Zahlung erfüllt, kann der Leistungsantrag auf Kurzarbeitergeld ebenfalls online gestellt werden. Die Arbeitsagenturen müssen jeden Einzelfall prüfen und in jedem Einzelfall kann die wirtschaftliche Ursache anders bewertet werden. Alle aktuellen Informationen unter www.arbeitsagentur.de. Hotline unter +49 0800 45555 20

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Corona-Virus und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Auswirkungen hat die Bundesregierung einen Gesetzesentwurf auf den Weg gebracht, um den Zugang zur Kurzarbeit zu erleichtern. Es handelt sich dabei um folgende Maßnahmen: 

  1. Unternehmen sollen das Kurzarbeitergeld künftig nutzen können, wenn zehn Prozent der Belegschaft von Arbeitsausfall betroffen sind. Bislang liegt die Schwelle bei einem Drittel.
  2. Arbeitgeber sollen bei Kurzarbeit die Sozialversicherungsbeiträge, die sie normalerweise zahlen müssen, künftig vollständig von der Bundesagentur für Arbeit erstattet bekommen.
  3. Außerdem sollen auch Leiharbeiter in Kurzarbeit gehen können. Diese Erleichterungen werden rückwirkend zum 01. März 2020 in Kraft treten und rückwirkend ausgezahlt. Das bedeutet, dass Unternehmen jetzt schon die verbesserte Kurzarbeit beantragen können.

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung:

Bitte melden Sie sich so früh wie möglich bei der Förderbank, wenn Sie einen Überbrückungskredit benötigen. Führen Sie zudem zeitnah ein Gespräch mit Ihrer Hausbank; die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch die Hausbank. Die kaufmännischen Unternehmensberaterinnen und –berater unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung der Gespräche.

Unternehmen und Gewerbetreibende können bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten infolge der Corona-Pandemie verschiedene steuerliche Hilfsangebote nutzen:

  • Gewerbesteuer
    Gewerbesteuerpflichtige Unternehmen können, wenn sich Gewinneinbrüche abzeichnen, Anträge auf Absenkung der Gewerbesteuervorauszahlungen stellen, ggf. auch auf Null. Darüber hinaus besteht grundsätzlich bei allen Steuern, die von der Kommune erhoben werden, die Möglichkeit, einen Antrag auf Stundung von Steuerzahlungen zu stellen. Wenn die Stundung der Vermeidung von Liquiditätsengpässen infolge der Corona-Pandemie dient, können dabei auch die Stundungszinsen erlassen werden. Beides setzt einen entsprechenden Antrag bei der Kommune voraus, weshalb sich betroffene Unternehmen und Gewerbetreibende schnellstmöglich an das jeweilige Steueramt wenden sollten. Bei drohenden Vollstreckungsmaßnahmen besteht für betroffene Unternehmen und Gewerbetreibende schließlich die Möglichkeit, einen Antrag auf Aussetzung dieser Maßnahmen zu stellen.

  • Einkommensteuer
    Ebenso sind Anträge auf Absenkung der Einkommensteuervorauszahlungen möglich, ggf. auch auf Null. Diese Anträge sind beim zuständigen Finanzamt zu stellen.

Linktipp Steuererleichterungen wegen Corona-Krise, handwerksblatt.de

Diverse Berufsgenossenschaften reagieren auf die Auswirkungen der Corona-Krise, indem sie ihren Mitgliedsbetrieben die Stundungsregelungen erleichtern, z.B.

  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaftg (BG BAU)
  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

Die Erleichterungen bestehen je nach Genossenschaft in der Vereinbarung von geringeren Raten, dem Verzicht auf Sicherheiten sowie dem Verzicht auf Zinsen. Ob und wenn, welches Instrument in Betracht kommt, wird einzelfallbezogen geprüft und entschieden.

Bricht eine Pandemie aus, kann die zuständige Behörde Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz treffen und zum Beispiel eine Quarantäne verhängen. Dabei kann für Arbeitnehmer ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden. In dem Fall besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Für den daraus folgenden Verdienstausfall kann der Arbeitnehmer eine Entschädigung beanspruchen. Gemäß § 56 Abs. 1, 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) zahlt diese Entschädigung bis zu sechs Wochen lang der Arbeitgeber, der wiederum einen Erstattungsanspruch gegen die zuständige Behörde hat. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes gewährt.

Im Übrigen erhalten auch Selbstständige eine Entschädigungszahlung. Sie beträgt ein Zwölftel des Arbeitseinkommens des letzten Jahres vor der Quarantäne. Laut § 56 Abs. 4 IfSG erhalten Selbständige, die einen Betrieb haben, zudem von der zuständigen Behörde Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang.

Sollte wegen des Corona-Virus eine Quarantäne ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung für betroffene Beschäftigte (Personalkosten) beantragt werden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen sind der Landschaftsverband Rheinland. Insbesondere auf der Seite des Landschaftsverbandes Rheinland finden Sie umfangreiche Informationen zu Tätigkeitsverbot und Entschädigung. Kontakt zum Landschaftsverband Rheinland unter LVR-Servicenummer  +49 221 809-5444

Bei einem nicht erkrankten Arbeitnehmer besteht die Pflicht die vereinbarte Arbeitsleistung zu erbringen. Diese wird nicht allein dadurch berührt, indem die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung durch den Weg zur Arbeit oder durch Kontakte am Arbeitsplatz erhöht wird. Allerdings kann auf Wunsch des in Deutschland tätigen Arbeitnehmers der Arbeitgeber diesen ohne Bezahlung freistellen. Die Entscheidung trifft der Arbeitgeber.

Im Einzelfall kann der Arbeitgeber aber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Arbeitnehmer von der Arbeit freizustellen oder Arbeit im Home-Office zu erlauben, wenn diese Möglichkeit besteht.

Arbeitnehmer, die Symptome einer Corona-Viruserkrankung aufweisen, sollen schnellstmöglich dem medizinischen Dienst oder telefonisch ihren Hausarzt kontaktieren, um sich über gesonderte Sprechstunden und Maßnahmen zu informieren. Es wird ein Covid-19-Test erfolgen und durch Befragungen herausgefunden werden, mit welchen Kollegen die betroffene Person im unmittelbaren Kontakt stand. Wegen der extrem hohen Ausbreitungsgefahr des Corona-Virus ist eine Infektion meldepflichtig. Die Meldung an das zuständige Gesundheitsamt übernimmt in der Regel der medizinische Dienst oder der Hausarzt.

Sobald der Verdacht einer Ansteckung besteht oder ein Arbeitnehmer an dem Virus erkrankt ist, muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht gegenüber den übrigen Beschäftigten nachkommen. In diesem Fall stellt die Offenlegung der Viruserkrankung im Unternehmen eine rechtmäßige Verarbeitung von personenbezogenen Daten dar. Hintergrund ist, dass das dem berechtigten Interesse zum Schutz von Gesundheit und Leben der übrigen Arbeitnehmer dient.

Zum Schutz der übrigen Arbeitnehmer ist zu überlegen, ob ein Weiterarbeiten noch möglich ist. Im schlimmsten Fall sind diese Unternehmen zu schließen bis die Gefahr vorüber ist. Arbeitnehmer sind bis dahin bezahlt freizustellen. Dadurch, dass die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, besteht weiterhin eine Lohnfortzahlungspflicht. Denn es handelt sich hierbei um eine betriebliche Sphäre. Infolgedessen sind die Arbeitszeiten nicht nachzuarbeiten.

In dem Fall sind, aufgrund der hohen Belastung für den Arbeitgeber, Alternativen zu überlegen. Hier sind das Verständnis und das Wohlwollen der Arbeitnehmer Voraussetzungen. Arbeitgeber könnten z.B. erfragen, ob ihre Beschäftigten in der Zeit dazu bereit sind

  • einzelne Urlaubstage (Betriebsrat ist mit einzubeziehen)
  • oder Überstunden (Anordnung möglich) in der Zeit zu nehmen.

Sofern im Betrieb eine Regelung zum Home-Office besteht und das die Tätigkeiten zulassen, kann der Arbeitgeber im Rahmen der bestehenden Regelungen seine Beschäftigten auch ins Home-Office schicken, damit sie von dort arbeiten.

Um das Unternehmen durch Senkung der Personalkosten vorübergehend wirtschaftlich zu entlasten, kann Kurzarbeit durch den Arbeitgeber angeordnet werden, soweit dies einzelvertraglich geregelt ist. Zunächst müssen allerdings alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Sofern ein Betriebsrat besteht, hat dieser gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht. Zudem haben Arbeitgeber die Möglichkeit zur Entlastung Kurzarbeitergeld zu beantragen. Wird der Antrag genehmigt, übernimmt die zuständige Arbeitsagentur einen Teil der Lohnkosten.

Fazit: Wenn eine große Zahl von Arbeitnehmern erkrankt, Auftrags- oder Lieferengpässe eintreten und deshalb der Betrieb nicht aufrechterhalten werden kann, trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko.

Durch Materialengpässe oder sogar Betriebsschließungen könnte es passieren, dass vertragliche Leistungen nicht, wie geschuldet, erbracht werden können. Die Haftung für die Folgen eines Leistungsverzugs setzt jedoch ein Verschulden (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) voraus. Der Ausbruch einer Epidemie wird grundsätzlich als höhere Gewalt bewertet und kann durchaus das Verschulden des Leistungserbringers für Verzögerungen ausschließen. Jedoch verbietet sich eine pauschale Bewertung. Vielmehr kommt es auf die Umstände im Einzelfall an.

So sollte der Betrieb die empfohlenen Schutzvorkehrungen gegen eine Infektionsausbreitung befolgen. Anderenfalls ist der Vorwurf der fahrlässigen (Mit-)Verursachung einer Betriebsschließung nur schwer auszuräumen. Sollte ein Handwerksbetrieb tatsächlich von einer durch den Coronavirus bedingten eigenen Betriebsschließung oder der Betriebsschließung eines Lieferanten betroffen sein, ist stets zu empfehlen, Vertragspartner unverzüglich über die Situation zu informieren und gegebenenfalls neue zeitliche Leistungsziele zu vereinbaren.

Nach Möglichkeit sollten auch dringliche Einsätze in Wohnungen oder Häusern, die zu Quarantänezwecken dienen, auf einen gesundheitlich unbedenklichen Zeitpunkt verschoben werden. Unter Umständen können die Arbeiten jedoch nicht aufgeschoben werden, z.B. wenn Personen in Gefahr sind. Handwerksbetriebe, die einen solchen Noteinsatz durchführen, sollten sich hinsichtlich der zu treffenden Schutzmaßnahmen mit dem zuständigen Gesundheitsamt abstimmen. Entsprechende Schutzmaßnahmen können Schutzbrille, Atemschutzmaske Klasse FFP3, Einmal-Überkittel, Latexhandschuhe sowie Händedesinfektion sein. Des Weiteren ist zu beachten, dass Handwerker, die in Quarantänebereichen arbeiten, in denen sich infizierte Personen befinden, anschließend zum Kreis der Kontaktpersonen zählen, die möglicherweise selbst in Quarantäne gehen müssen.

Das Förderprogramm go-digital hat anlässlich der aktuellen Lage das Modul „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ erweitert. Ab sofort können IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, gefördert werden. Hierzu zählen der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig.

Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware. Bitte wenden Sie sich an unseren Digitalisierungsberater, wenn Sie gerne nähere Auskünfte hätten.

Einige Betreibe verfügen über eine Betriebsunterbrechungsversicherung und fragen nun, ob diese im Rahmen der Corona-Krise greift. Die Betriebsunterbrechungsversicherung dient der Absicherung von Vermögensschäden bzw. Betriebskosten, die durch „Zwangspausen“ – ausgelöst z. B. durch Feuer, Kabelbrand, Löschwasser, Elementarschäden - im Betriebsablauf entstehen. Seuchen bzw. Pandemien sind in der Regel ausgeschlossen.

Gegebenenfalls könnte aber die Betriebsschließungsversicherung, die häufig von Handwerken des Nahrungs- und Genussmittelsektors abgeschlossen werden, bei einer Pandemie greifen.

Sie ist eine Unterform der Betriebsunterbrechungsversicherung. Werden Keime bzw. Krankheiten im Betrieb festgestellt, greift die Gesundheitsbehörde für den Seuchenschutz ein, um die Gesundheit der Mitarbeiter und der Kunden zu schützen. Die Behörde entscheidet unter Umständen, den Betrieb vorübergehend zu schließen. In diesen Fällen übernimmt die Betriebsschließungsversicherung für den Unternehmer die Kosten, die aufgrund der Seuchenbekämpfung im Betrieb entstanden sind, sowie den Ertragsausfall, wenn der Betrieb vorübergehend schließen muss.

Für im Handwerk Beschäftigte

Informationen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Derzeit sind aufgrund der Corona-Krise zahlreiche Einschränkungen in allen Lebensbereichen notwendig. Dies führt möglicherweise auch dazu, dass Sie nicht mehr wie gewohnt Ihrer Beschäftigung nachgehen können, z. B. weil

  • Sie selbst positiv auf das Virus getestet wurden,
  • Sie unter Quarantäne stehen,
  • Ihr Betrieb geschlossen bleiben muss oder
  • Sie durch die Schul-/KiTa-Schließungen gezwungen sind, die Betreuung Ihrer Kinder zu übernehmen.

Mit der vorliegenden Informationsschrift der StädteRegion Aachen in Kooperation mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit Aachen-Düren wollen wir viele der mit dieser Situation verbundenen Fragen, die sich für Sie als Arbeitnehmer/in stellen, beantworten oder Ihnen kompetente Ansprechstationen benennen, an die Sie sich wenden können. Dies soll dazu beitragen, Ihnen Unsicherheiten und Ängste zu nehmen, die aus der aktuellen Situation entstehen und die vielfach auch existenziell sind. Informationsschrift für Arbeitnehmer im Handwerk

Für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe

Ausfall von Berufsschulunterricht, Unterstützung von alternativen Lern- und Unterrichtsformen

Aufgrund der vorübergehenden Schulschließungen sind Auszubildende in dualen Berufsausbildungsverhältnissen grundsätzlich verpflichtet, zur Fortsetzung der Ausbildung im Betrieb zu erscheinen.

Viele Berufsschulen unterstützen ihre Auszubildenden durch Zusendung von Lernmaterial über Lernplattformen oder per E-Mail. Dies gilt insbesondere für die Auszubildenden, die im Sommer 2020 ihre Abschluss- oder Gesellenprüfungen ablegen sollen.

Viele Berufskollegs in unserem Kammerbezirk haben Auszubildende und Ausbildungsbetriebe über ihr Angebot informiert. Sollte dies nicht überall erfolgt sein, setzen sie sich bitte mit dem jeweils zuständigen Berufskolleg in Verbindung, um das jeweilige Angebot in Erfahrung zu bringen.
Wir bitten unsere Ausbildungsbetriebe, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und den Auszubildenden zur Bearbeitung dieser Materialien ausreichend Zeit während der Ausbildungszeit in den Betrieben zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank!
 
Die aktuellen Verhaltensregeln für die Teilnehmer in unseren Bildungszentren finden Sie hier

Für Lehrgangsteilnehmer

Der Lehrgangsbetrieb findet in unseren Bildungszentren und der Studienbetrieb an unserer Akademie für Handwerksdesign unter Beachtung der Corona-Schutzvorschriften statt.

Bitte informieren sie sich trotzdem stets vor Lehrgangsbeginn auf unserer Websitewww.hwk-aachen.de/corona über die aktuelle Sachlage.

Wir freuen uns auf Sie!

Nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung durch Covid-19 und der Corona-Schutzvorschriften haben wir alles für Sie vorbereitet. Wir bitten alle um eine gute Zusammenarbeit und um Flexibilität, wenn es ggf. aufgrund weiterer Anforderungen zu Plan- oder Raumänderungen kommt.

Bitte bringen Sie als Schutzvorkehrung stets eine Maske, die Mund und Nase bedeckt, zu den Lehrgängen mit. Zulässig sind auch geeignete hand- und selbstgefertigte Masken.


Sie haben Fragen oder sind unsicher, was zu tun ist? Diese Ansprechpartnerinnen helfen Ihnen gerne:

Laura DanielsMeistervorbereitungslehrgängeTel.: +49 241 9674-117
Simone WeinerMeistervorbereitungslehrgängeTel.: +49 241 9674-122
Birgit KrickelAkademiestudium Gut RosenbergTel.: +49 2407 9089-132
Jennifer SanwaldAkademiestudium Gut RosenbergTel.: +49 2407 9089-133
Birgit BrandtÜLU BGE AachenTel.: +49 241 9674-104
Elisabeth VondenÜLU BGE AachenTel.: +49 241 9674-104
Vanesa GonzálezÜLU BGZ SimmerathTel.: +49 2473 605-261
Annegret ZymelkaÜLU TraCK DürenTel.: +49 2421 223129-19

Alle wichtigen Verhaltensregeln finden Sie hier:
Verhaltensregeln Ausbildungs- und Lehrgangsbetrieb

Für Schüler und Lehrer

Lehrstellenvermittlung und Bildungslotsen weiterhin für Schüler und Lehrer da!

Die Lehrstellenvermittlung und die Bildungslotsen der Kammer führen weiterhin Informationsgespräche rund um die Themen Berufsorientierung, Lehrstellensuche, Bewerbungsmanagement (z.B. Bewerbungsmappencheck) per Telefon und E-Mail durch, sprecht sie gerne an!