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News 11.08.2021Die Flut bewegt das Handwerk

Berlin. Im Namen aller Betriebe und Beschäftigten des deutschen Handwerks sprechen Hans Peter Wollseifer und Holger Schwannecke, Präsident und Generalsekretär des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), allen Betroffenen ihre tiefe Anteilnahme aus und sichern engagierte tatkräftige Unterstützung zu. Schwer getroffen sind zahlreiche Handwerksbetriebe mit ihren Beschäftigten, vor allem in weiten Bereichen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Für ihre Fragen stehen die Beratungsstellen der Handwerksorganisation vor Ort zur Verfügung.

Der ZDH steht für sie zudem im engen Kontakt mit den Institutionen auf Bundesebene, um zügig passfähige Hilfsinstrumente auf den Weg zu bringen.

Steuern: Die Finanzministerien in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Bayern und Sachsen haben kurzfristig im Rahmen sogenannter Katastrophenerlasse steuerliche Sofort-Hilfsmaßnahmen veröffentlicht. Sie sollen unbillige Härten vermeiden und zur steuerlichen Entlastung beitragen. Das Bundesfinanzministerium hat festgelegt, dass folgende Leistungen umsatzsteuerlich begünstigt werden:

  • unentgeltliche Überlassung von Wohnraum an Helfer sowie die Geschädigten,
  • unentgeltliche Verwendung von dem Unternehmen zugeordneten Gegenständen (Investitionsgütern) zur Suche und Rettung von Flutopfern, Beseitigung der Flutschäden,
  • unentgeltliche Erbringung einer sofortigen Leistung (zum Beispiel Personalgestellung für Aufräum arbeiten). Daneben werden folgende Erleichterungen gewährt:
    - Herabsetzung der Umsatzsteuer Sondervorauszahlung 2021
    - Umsatzsteuerfreiheit für bestimmte Sachspenden aus dem Unternehmensvermögen.

Die Maßnahmen sind befristet bis zum 30. Oktober 2021 beziehungsweise bis zum 31. Dezember 2021.

Die aktuellen Regelungen zum Kurzarbeitergeld im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie gelten auch für die vom Hochwasser geschädigten Betriebe. Den von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Arbeitgebern wird eine vereinfachte Stundung der Sozialversicherungsbeiträge für die Monate Juli bis September 2021 ermöglicht.

Arbeitsrecht/Ausbildungsverhältnisse: In einem Merkblatt des ZDH werden die zu beachtenden arbeitsrechtlichen Folgen von Naturkatastrophen beschrieben. Die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer steht Betrieben zur Seite, die infolge der Katastrophenschäden Ausbildungsverhältnisse vorüber gehend beziehungsweise langfristig nicht aufrechterhalten können. Bei allgemeinen arbeitsrechtlichen Fragen gelten auch für Auszubildende die Empfehlungen dieses Merkblatts mit Ausnahme der Ausführungen zum Kurzarbeitergeld. Unfallversicherungsschutz: Ersthelfende sind gesetzlich unfallversichert. Weitere Informationen: www.dguv.de

Schadensermittlung: Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige des Handwerks sind in der Sachverständigendatenbank des Handwerks erfasst: www.svdhandwerk.de
Soweit Versicherungsschutz besteht, ist die Beauftragung eines Sachverständigen vorrangig mit der Versicherung zu klären.

Info: Für mehr Infos und weitere Hilfen für Hochwasserbetroffene finden Sie unter www.hwk-aachen.de/hochwasser