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Die Zukunft der Reparatur

News 14.01.2021

Fraunhofer-Institut sucht Handwerker

Kammerbezirk. Verbraucher können technische Geräte länger nutzen, wenn sie diese reparieren lassen. Leider ist das keine Selbstverständlichkeit. Vielfach werden Geräte entsorgt und durch neue ersetzt, obwohl eine Reparatur technisch möglich und sinnvoll wäre. Eine verlängerte Nutzungsdauer reduziert das Abfallaufkommen und den Verbrauch an begrenzten natürlichen Ressourcen und senkt nicht zuletzt auch die Klimabelastung. Das hat auch das EU-Parlament erkannt und kürzlich mit großer Mehrheit für ein „Recht auf Reparatur“ gestimmt.

Dass die Reparatur wieder attraktiver wird, und zwar für Handwerker und Verbraucher, dafür kann auch was in der Region getan werden. Die Fraunhofer Gesellschaft hat eine Initiative gestartet, mit der in der Euregio die Zukunft der nachhaltigen Gerätenutzung in einem Pilotprojekt erprobt werden soll. Das Projekt soll die Eintrittsschwelle für einfache Reparaturen senken, qualitativ hochwertige Reparaturen erleichtern und auch die Weiternutzung der eingesetzten Materialien verbessern, falls eine Reparatur nicht mehr möglich ist.

Die Initiative will Partner aus allen wichtigen Bereichen einbeziehen, Handwerker ebenso wie Gerätehersteller und Recyclingunternehmen, öffentliche und soziale Einrichtungen. Wie können Reparaturen leichter ermöglicht werden? Woran scheitern Reparaturen heute? Wie kann die Ersatzteil-Verfügbarkeit langfristig sichergestellt werden? Was wird benötigt, um zukünftig mehr Reparaturen und ein zweites Produktleben zu ermöglichen? Für diese und weitere Fragen werden Lösungen gesucht. Neben den technischen Fertigkeiten der Handwerker sollen dafür moderne digitale Lösungen zum Einsatz kommen. Die schnelle Erfassung von Geräten und Bauteilen gehört ebenso dazu wie der 3D-Druck von Ersatzteilen und leicht verfügbare Datenbanken im Netz.

Wer sich an der Initiative beteiligen möchte, die von der EU gefördert werden soll, wendet sich an das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik. Die Teilnahme ist für weitere Handwerker für Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge, Unterhaltungs- und Haushaltselektronik noch kurzfristig möglich.

Ansprechpartner:

Cord Fricke-Begemann, Fraunhofer-Institut für Lasertechnik, 0241 8906-196, cord.fricke-begemann@ilt.fraunhofer.de