Bundesverdienstkreuz für Friseurmeisterin Bernadette Hein.
Silvia Vanselow, Medienzentrum Kreis EU
Bundesverdienstkreuz für Friseurmeisterin Bernadette Hein.

News 14.07.2021Ehrgeiz fürs Ehrenamt

Bundesverdienstkreuz für Friseurmeisterin Bernadette Hein.

Von Cedric Arndt
Kreis Euskirchen. Als Vorbild für junge Menschen und gar als Vorbild für die ganze Welt betitelte der Präsident der Handwerkskammer Aachen, Marco Herwartz, Friseurmeisterin Bernadette Hein: „Die ganze Welt blickt auf Deutschlands duales Ausbildungssystem, das es ohne Menschen wie Bernadette Hein und ihr ehrenamtliches Engagement wahrscheinlich gar nicht geben würde.“ Auch er selbst habe nur durch den ansteckenden Ehrgeiz der Nettersheimerin zum Ehrenamt gefunden. Ähnlich wie Herwartz fanden jüngst zahlreiche weitere Redner im Kreishaus lobende Worte für die 69-Jährige, die für ihren mittlerweile vier Jahrzehnte währenden Einsatz fürs Friseurhandwerk und dessen Ausbildungs- und Berufs organisation mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik ausgezeichnet wurde. „Mit vielen Ideen, großem Elan und unermüdlicher Ausdauer hat Bernadette Hein über die Jahre vieles bewegt und viel erreicht“, so Landrat Markus Ramers, der die Ehrung im Namen des Bundespräsidenten vornahm. Seit 1990 ist Hein Obermeisterin der Friseurinnung Euskirchen und kümmert sich vor allem um die Ausbildung: „Dabei zeigt sie viel Einfühlungsvermögen für das Zusammenspiel der Interessen von Betrieben, Auszubildenden, Eltern und Schulen und schafft dort, wo es notwendig ist, einen Ausgleich zwischen den Beteiligten.“ Diese Arbeit habe Bernadette Hein zu einer hervorragenden und engagierten Botschafterin des Friseurhandwerks gemacht.

Neben der Leitung eines eigenen Salons in Nettersheim und dem Amt als Obermeisterin wurde sie 1999 zudem in den Vorstand des damaligen Innungsverbands des NRWFriseurhandwerks und 2011 in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft Rureifel gewählt. Ebenfalls ist sie schon viele Jahre Mitglied der Vollversammlung der Handwerkskammer Aachen. Neben der Ausbildung liege ihr auch der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Schärfung des Umweltbewusstseins am Herzen. Als ihre Leidenschaft bezeichnete Hein das Friseurhandwerk. Besonders dankte sie Ludwig Theisen, der ebenfalls viele Jahre im Innungsvorstand aktiv war: „Du warst und bist mein Mentor. Und auch heute noch immer präsent, wenn ich deinen Rat brauche.“

Auch ihrer Familie, die auf viel gemeinsame Zeit habe verzichten müssen, gebühre Dank – am liebsten würde sie die Auszeichnung mit ihnen teilen. Diesen Verzicht betrachte sie jedoch als Investition
für nachfolgende Generationen. Das Ehrenamt biete die Möglichkeit sich einzubringen. Hein: „Falls es mir gelungen sein sollte, ein wenig von dieser Idee weiterzutragen, bin ich zufrieden.“