Ideen sammeln und Pläne schmieden außerhalb des Alltags: Ein Workshop mit den Mitarbeitern kann Betrieben Perspektiven eröffnen.
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Ideen sammeln und Pläne schmieden außerhalb des Alltags: Ein Workshop mit den Mitarbeitern kann Betrieben Perspektiven eröffnen.

Einfach mal raus!

News 15.09.2021

Klausurtagung: Raum und Zeit für neue Ziele.

Wülfrath. Politische Parteien machen es. Und auch in Chefetagen großer Unternehmen, bei kleinen Betrieben und Organisationen oder gar in einzelnen Teams wird es immer selbstverständlicher: Klausurtagung – damit die Arbeit neu justiert wird. Einfach mal raus aus dem Büro, raus aus dem ganzen Alltagstrubel. Sich zurückziehen zu einem gemeinsamen Workshop für einen Tag oder länger. Mit den Menschen, mit denen man für das Arbeitsergebnis verantwortlich ist und mit denen die Zukunft des Unternehmens gestaltet wird. Doch eine Klausurtagung planen, den Ablauf sowie die Themen und die Methoden, das braucht einen zeitlichen Vorlauf. Damit das Ergebnis optimal ist.

Abstand zum Alltag

Sinn einer Klausurtagung ist, sich in Ruhe zu überlegen, was gut und was weniger gut lief in der vergangenen Zeit. Manchmal jeder für sich alleine und auch wieder gemeinsam. Miteinander die Beobachtungen im Unternehmen und auf dem Markt abgleichen. Diese bewerten und neue Ideen spinnen, um dann als Firma angemessen auf die Veränderungen und Anforderungen zu reagieren. Die Qualität des Reflektierens und Vordenkens ist bei einer solchen Veranstaltung eine andere als bei den Meetings des Tagesgeschäfts. Der Abstand zum Alltag bringt neue Einblicke. Die anderen äußeren Bedingungen bewirken die Veränderung des Blickwinkels. So können kreative Lösungen entstehen und innovative Ansätze. Und es kann die Erkenntnis reifen, dass die Strukturen und Abläufe nicht mehr nützlich sind. Gerade wenn eine umfassende Veränderung wie zum Beispiel die Unternehmensnachfolge ansteht, ist eine Klausurtagung eine gute Möglichkeit, das Führungsteam in den „Change“-Prozess mitzunehmen. Dabei kann gemeinsam überlegt werden, wie die Belegschaft vorbereitet und beteiligt werden und Lösungen gefunden werden können, die alle mittragen.

Perspektive wechseln

Inzwischen stehen fast alle Führungskräfte und Mitarbeitende täglich vor der Herausforderung, wie sie in ihrer verfügbaren Zeit all die Arbeit schaffen sollen. Es ist häufig zu viel, was Aufmerksamkeit fordert. Dazu gehören die vielen verschiedenen alten und neuen Kommunikationswege mit ihren ständigen Unterbrechungen, die „U-Boot-Projekte“, die aus dem Nichts auftauchen und umgehend erledigt werden müssen, die Schnelligkeit, mit der Entscheidungen getroffen und Arbeiten erledigt werden müssen. Das alles lässt wenig Zeit zum Nachdenken. Der fokussierte Blick auf die to-do-Liste hält Beschäftigte im Hamsterrad und hindert beim Nach- und Querdenken. Doch soll die Arbeit auf Dauer die Qualität halten oder gar steigern, braucht es Zeit, die Perspektive zu wechseln, um Gewohntes in Frage zu stellen und um neue Ideen zu entwickeln.
Unternehmer, die gute Erfahrungen mit Klausurtagungen gemacht haben, berichten, dass die dort gesetzten Impulse die vielfältigen Aktivitäten im Betrieb und die unsortierten Überlegungen im Vorfeld auf ein gemeinsames, verbindliches Ziel für die nächsten Jahre gebündelt hätten. So hätten alle einen Überblick erhalten, wo es hingehen soll. Die Beteiligten wüssten nun, mit welcher Arbeit am sinnvollsten begonnen werden sollte. Die Klausurtage seien Hilfe gewesen, Energien und Ressourcen auf Zukunft hin effektiver einzusetzen.

Neutraler Moderator

Für ein optimales Ergebnis der Tagung kann es sehr hilfreich sein, einen externen Moderator zu bestellen. Denn die Moderation sorgt dafür, dass die Teilnehmer in der vorgegebenen Zeit auch wirklich zu einem Ergebnis kommen. Wichtig für die Auswahl ist, dass der Moderator in einem Prozess moderieren kann und situativ auf die Entwicklung reagiert. Der zeitliche Rahmen und Veranstaltungsort sollten frühzeitig vereinbart und gebucht werden.

Selbstverständlich ist, dass am Ende der vereinbarten Zeit für alle tragfähige Vereinbarungen stehen. Jede und jeder weiß, was die nächsten Schritte sind und auch was jeder zu tun hat, damit das große Ganze gelingt. Diese klar umschriebenen und vereinbarten Arbeitspakete werden die verschiedenartigen Ressourcen im Arbeitsalltag schonen.
Quelle: Lioba Heinzler