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Handwerkskammer Aachen

Handwerkskammer fordert dringend Nachbesserungen

Pressemitteilung vom 03.02.2021

Nachtrag zur Pressemitteilung vom 03.02.2021

Kammerbezirk. Einige Kosmetikbetriebe haben uns zu Recht darauf hingewiesen, dass wir in unserem Artikel „Lage spitzt sich dramatisch zu!“  in der Februar-Ausgabe der Handwerkswirtschaft nicht ausreichend zwischen den Terminen der Schließung der Kosmetikbetriebe (2.11.2020) und der Friseurbetriebe (16.12.2020) differenziert haben. Dafür bitten wir um Entschuldigung, das hätte nicht passieren dürfen.

Damit haben wir aber keinesfalls die dramatische Situation der Kosmetikbetriebe verkannt! Wir setzen uns gleichermaßen für Friseur- und Kosmetikbetriebe ein und fordern Finanzhilfen, die schnell und unbürokratisch gewährt werden, sowie Öffnungsperspektiven für beide Gewerke. Zudem möchten wir anmerken, dass die unterschiedlichen Schließtermine auf unserer Website richtig dargestellt waren beziehungsweise sind s.u..

Klarstellen möchten wir: Auch wenn die Politik beim vergangenen Lockdown einen Unterschied bei der Wiedereröffnung zwischen Friseur- und Kosmetikbetrieben gemacht und nun wieder so entschieden hat, halten wir es als Interessenvertretung des Handwerks für gerechtfertigt, trotzdem die gleichzeitige Öffnung beider Gewerke zu fordern, eben weil beide Gewerke nach unserer Auffassung die Vorgaben der Hygienerichtlinien sorgfältig umgesetzt haben und nachweislich keine Infektionstreiber waren. Deshalb sind sie auch gleich zu behandeln.



Die Lage von Friseuren und Kosmetikern spitzt sich dramatisch zu!

Kosmetiker müssen seit dem 02.11.2020 und Friseure seit dem 16.12.2020 zum zweiten Mal während der Pandemie ihre Salons und Geschäfte geschlossen halten. Sie stellen im Handwerk die einzigen Berufsgruppen dar, denen durch Verordnung des Landes Nordrhein-Westfalen ein regelrechtes Berufsverbot auferlegt worden ist. Damit wird diesen Gewerken im Interesse der Allgemeinheit ein Sonderopfer abverlangt, das noch einmal deutlich über die Beeinträchtigungen hinausgeht, von denen auch andere Berufsgruppen betroffen sind.

Umso ärgerlicher ist es, dass Friseur- und Kosmetikbetriebe weitgehend durch die Raster der bisher von Bund und Land aufgelegten Hilfsprogramme fallen. Hier muss dringend nachgebessert werden!

Außerdem sind sie nie als Infektionstreiber auffällig geworden, weil sie vorschriftsmäßige Hygienekonzepte zum eigenen und zum Schutz ihrer Kunden umgesetzt haben.

Die Handwerkskammern in NRW werden nicht müde, gemeinsam mit ihrem Dachverband, dem Westdeutschen Handwerkskammertag, der Bundes- und der Landesregierung die Notlage der Friseure und Kosmetiker vor Augen zu führen und angemessene Unterstützungsleistungen einzufordern.

Die Zeit drängt, denn viele Betriebe haben ihre Rücklagen bereits aufgezehrt.

Marco Herwartz
Präsident

Peter Deckers
Hauptgeschäftsführer