Von der Werkstatt in den Seminarraum: Ausbilder Berthold Wilden und Judith vom Felde leiteten die Teilnehmerinnen beim Girls` Day in einer Videokonferenz an. Die Premiere dieses Formats funktionierte sehr gut.
Foto: Susanne Wolf und Petra Klever
Von der Werkstatt in den Seminarraum: Ausbilder Berthold Wilden und Judith vom Felde leiteten die Teilnehmerinnen beim Girls` Day in einer Videokonferenz an. Die Premiere dieses Formats funktionierte sehr gut.

News 10.05.2021Mädchen daheim in der Holzwerkstatt

Girls’Day: Digitalangebot der Kammer macht Spaß.

Aachen. Am Girls‘ Day, 22. April, lernten zehn interessierte Mädchen der Klassen 7 bis 9 das Handwerk kennen. Sie nahmen am digitalen Angebot der Handwerkskammer Aachen teil und arbeiteten zu Hause mit Holz und anderen Werkstoffen. Im Vorfeld hatten die Schülerinnen von der Kammer alles, was sie fürs Handwerken brauchen, erhalten – Material, Werkzeug und Baupläne. Diese hatten sie sich vorab nach individueller Terminvergabe im Bildungszentrum BGE Aachen der Kammer unter Einhaltung der Corona-Schutzverordnung abgeholt.

Der Ausbilder Berthold Wilden leitete die Teilnehmerinnen am Girls‘ Day bei der Herstellung eines Werkstücks digital an und unterstützte sie während der Arbeiten. Dieses Endprodukt erwies sich wortwörtlich als das „Highlight“ des Tages, denn es wurde eine Tischlampe aus Holz, deren Materialien die Mädchen vorab behandeln mussten. Sie schmirgelten, schraubten und bauten die einzelnen Teile zusammen. Darüber hinaus probierten sie sich auch noch in anderen handwerklichen Tätigkeiten aus. Beleuchtet wird die Lampe mit einem LED-Leuchtmittel, das per Fernbedienung eingeschaltet wird und farblich variabel ist. Ein echter Hingucker! Parallel zur handwerklichen Arbeit erhielten die Teilnehmerinnen Informationen zu Berufsfeldern und ihren Perspektiven.

„Ihr habt Euch echt viele Mühe gegeben.“ „Es hat viel Spaß gemacht.“ So lauteten Rückmeldungen von den Schülerinnen bei der abschließenden Runde in Richtung der Betreuer. Die Mädchen freuten sich, einige handwerkliche Tricks gelernt zu haben, und trauen sich nun durchaus zu, demnächst auch mal selber etwas zu reparieren, zu bauen oder zu gestalten.

„Die Lampe ist cool“, hieß es zum erstellten Werkstück, „sie sieht echt schön aus“. Gerda Daniel, Mutter einer Teilnehmerin, bedankte sich bei den Veranstaltern unter anderem so: „Es war toll organisiert und nett begleitet. Wir empfehlen Sie weiter. Unsere Töchter haben handwerkliche Fortschritte gemacht. Ich finde das großartig!“ Ausbilder Berthold Wilden bescheinigte den Schülerinnen Talent und wies darauf hin, dass er natürlich viel lieber mit den Mädchen die Lampen in einer richtigen Tischlerwerkstatt gebaut hätte, aber so hätten alle das Beste aus den Umständen gemacht. Das fand auch Judith vom Felde, die die Teilnehmerinnen am Girls’Day als Moderatorin und mit pädagogischer Unterstützung durch den Tag geführt hatte.

Boys‘ Day
Auch für Jungen gab es ein Programm: Bei der Handwerkskammer und ihrem Tochterunternehmen QualiTec arbeiten Sozialarbeiter und Pädagogen, die sich um Auszubildende, Schüler, Lehrgangsteilnehmer kümmern. Passend dazu bot die Kammer am Boys‘ Day, der parallel zum Girls‘ Day stattfand, für zwölf Jungen eine Online-Veranstaltung unter dem Motto „Ein Tag als Sozialarbeiter“ an. Bei unterhaltsamen Spielen und Aufgaben kam der Spaß auch hier nicht zu kurz und das Berufsfeld wurde intensiv von Michaela Küppers, die den Praxisteil ihres Dualen Studiums „Soziale Arbeit“ bei der QualiTec absolviert, vorgestellt. Die Teilnehmer lernten ihre Fähigkeiten im sozialen Bereich kennen und wussten am Ende des Tages wie auch die Mädchen beim Girls‘ Day deutlich mehr über ihre persönlichen Stärken.

Die Boys waren durchweg sehr zufrieden. Einige Stimmen: „Es waren viele abwechslungsreiche Methoden dabei und man konnte sich kreativ einbringen.“ „Am besten fand ich die Diskussionsrunden. Ich konnte alle meine Fragen stellen und habe viel über den Beruf des Sozialarbeiters gelernt.“ „Ich habe gelernt, dass es eine Stärke ist, ruhig zu bleiben. Das hat mir viel Spaß gemacht.“