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News 13.04.2022Masterplan für Brücken gefordert

Große Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur, besonders bei den Brücken

Berlin. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) sieht große Herausforderungen im Bereich der Infrastruktur, besonders bei den Brücken. Dafür fordert der Verband einen Masterplan, um einen „Brückenkollaps“ zu vermeiden. Die mittelständischen Unternehmen des deutschen Baugewerbes seien in der Lage, ihren Beitrag zu einer Brückenmodernisierung zu leisten.

Reinhard Quast, Präsident des ZDB, fordert dazu einen breiten Leistungs- und Preiswettbewerb, bei dem Nebenangebote abgegeben werden können. „Ein größtmöglicher, funktionierender Bieterwettbewerb ermöglicht die Einbindung von Know-how und Innovationen der mittelständischen Bauwirtschaft. Durch die Zulassung von Nebenangeboten werden zudem Mehrkosten der Auftraggeber vermieden, da dabei nicht alle Bieter planen müssen.“

Neben der Umsetzung von vorhandenen Vorschlägen zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren müsse vor allem die Einstufung von notwendigen Erweiterungen im Ersatzneubau als Maßnahmen „unwesentlicher Änderung“ umgesetzt werden. Durch eine solche Änderung im Bundesfernstraßengesetz würde bei notwendigen Ersatzneubauten das erneute extrem zeitaufwendige Planfeststellungsverfahren mit Umweltverträglichkeitsprüfung entfallen.

„Weiter müssen die bereits vorhandenen Planungsunterlagen für Standard-Typentwürfe von Brückenbauwerken endlich zum Einsatz kommen. Dadurch können Planungskosten eingespart und Planungskapazitäten für andere Großprojekte freigehalten werden“, betonte Quast.