Freuen sich über das neue Unternehmen: (v.l.n.r) David Muggli, Vorstandsvorsitzender Priogo, Margit Kohl-Woitschik und Rainer Vogel, beide Geschäftsführer Kohl Automobile und Kohl Energy, Marco Herwartz, Präsident der Handwerkskammer Aachen, Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Detlef Neuhaus, CEO der Firma Solarwatt.
Kohl
Freuen sich über das neue Unternehmen: (v.l.n.r) David Muggli, Vorstandsvorsitzender Priogo, Margit Kohl-Woitschik und Rainer Vogel, beide Geschäftsführer Kohl Automobile und Kohl Energy, Marco Herwartz, Präsident der Handwerkskammer Aachen, Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Detlef Neuhaus, CEO der Firma Solarwatt.

Mobilität aus der Kraft der Sonne

News 16.09.2021

Wallboxen, Photovoltaikanlagen und Stromspeicher: Die Kohl-Gruppe startet mit der "Kohl Energy GmbH powered by Priogo" ein neues Geschäftsfeld.

Rainer Vogel zeigte spielend, was die „Kohl Energy“ im Großen vorhat: Der Geschäftsführer schaltete eine Taschenlampe ein und ein Spielzeugauto fuhr aufgrund der Energiezufuhr selbstständig los. „Es ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich zu engagieren“, sagt Vogel. „Es gibt in Deutschland knapp zwei Millionen Solaranlagen. Das ist schon ordentlich, aber da ist noch viel Luft nach oben und diese Chance möchten wir wahrnehmen. Unser Angebot ist in drei Bereiche gegliedert: Solartechnik, Stromspeicher und Ladesäulen.“

Seit einigen Monaten sind auch die Dächer des Autohauses an der Neuenhofstraße in Aachen mit einer Solaranlage ausgestattet. „Damit decken wir in Spitzenzeiten 90 Prozent des täglichen Bedarfs ab“, freut sich Rainer Vogel. „Es sind alle aufgefordert, sich in diesem Bereich zu engagieren und wir freuen uns, dass die Stadt Aachen uns dabei unterstützt.“

„Das Thema nimmt Fahrt auf!“
Deren erste Vertreterin, Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, freute sich über die Veranstaltung mit geladenen Gästen.  „Aachen lebt von Wissenschaft, Qualität und Menschen, die netzwerken können“, sagte sie. Und weiter:  „Ich danke jedoch zunächst meinem Vorgänger Marcel Philipp, für den die Förderung der E-Mobilität in Aachen ein Schwerpunktthema seiner Amtszeit war, der Vieles in Bewegung gebracht hat. Gewisse Dinge brauchen Zeit, aber das Thema nimmt Fahrt auf.“

Dabei bedarf es nicht nur E-Mobilität auf der Straße, sondern für die E-Mobilität ist Energie notwendig. „Wir brauchen das Umdenken der Menschen, fachkundige Wegbegleiter und letztlich auch häusliche Energiegewinnung“, appellierte Keupen. „Es ist sehr gut, dass in einem Autohaus, das eigentlich für Verbrenner steht, nun E-Mobilität gefeiert wird. Wir müssen vernetzt denken und das wird hier wunderbar vorgeführt.“

Carsharing
Der Klimaschutz muss dringend vorangetrieben werden. Die Oberbürgermeisterin erklärte: „Es bleibt nicht mehr viel Zeit, den Klimawandel aufzuhalten, und jeder muss aktiv werden, sonst können wir die Mobilitätswende nicht nach vorne bringen.“

Die Zahl der Fahrzeuge ist in Aachen in den letzten Jahrzehnten auf jetzt 115.000 Pkw gestiegen. Der Trend ist eine Belastung für die Organisation des Parkens. „Ein Teil der Mobilitätswende ist das Carsharing“, sagte Keupen. „Wir haben als Stadt Aachen vor einigen Jahren ein wegweisendes Modell aufgestellt und es zeigt, dass wir mutig waren, wie Veränderungen funktionieren. Die E-Autos machen zurzeit nur vier Prozent aus, aber diesen Prozentsatz möchten wir anheben. ‚Aachen Clever Mobil‘ ist ein Umsteiger-Programm für Pendlerinnen und Pendler mit dem Ziel, mehr Mitarbeitende dazu zu bewegen, mit dem Umweltverbund statt mit einem Verbrennerauto zu pendeln.“

Betriebliches Mobilitätskonzept
Das Team von „Aachen Clever Mobil“ ermittelt und präsentiert den Arbeitgebenden in Aachen das individuelle Umsteiger-Potenzial der Mitarbeiter, um anschließend organisationsspezifische Ambitionen und Ziele zu definieren, wobei Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen. Das Unternehmen Kohl nimmt seit 2019 als eines von sieben Aachener Vorreiterunternehmen am Programm teil. 2020 führte es Pedelec-Testwochen durch und bietet seit einem Jahr ein Fahrradleasing an. Keupen: „Aktuell nehmen 17 Arbeitgebende mit über 20.000 Mitarbeitenden am Programm Aachen Clever Mobil teil. Machen auch Sie mit.“

Sonne ins Auto
Das Team von „Aachen Clever Mobil“ ermittelt und präsentiert den Arbeitgebenden in Aachen das individuelle Umsteiger-Potenzial der Mitarbeiter, um anschließend organisationsspezifische Ambitionen und Ziele zu definieren, wobei Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand gehen. Das Unternehmen Kohl nimmt seit 2019 als eines von sieben Aachener Vorreiterunternehmen am Programm teil. 2020 führte es Pedelec-Testwochen durch und bietet seit einem Jahr ein Fahrradleasing an. Keupen: „Aktuell nehmen 17 Arbeitgebende mit über 20.000 Mitarbeitenden am Programm Aachen Clever Mobil teil. Machen auch Sie mit.“

Gelebte Sektorkopplung
Im Bereich der regenerativen Energie gibt es viele Produkte. Die Firma Solarwatt ist eine der innovativsten in Deutschland laut Wirtschaftsmagazin Brand eins. „Uns gibt es seit 25 Jahren – wir sind spezialisiert auf den Hausbaubereich“, erklärte CEO Detlef Neuhaus. „Vor etwa sieben Jahren haben wir begonnen mit BMW zusammenzuarbeiten, denn ein E-Auto muss sauberen Strom bekommen. Unser Ziel ist es, die Technologien zu matchen. Das Zauberwort heißt: gelebte Sektorkopplung – mit einem langlebigen Glasmodul, optimaler Steuerung und dem neuen Energiespeicher Battery Flex AC-1. Die Zellen sind die gleichen wie im Elektro Mini, die Autos können geladen werden, auch wenn die Sonne nicht scheint. Wir freuen uns ganz besonders, den Speicher zusammen mit BMW entwickelt zu haben und brauchen nun Geschwindigkeit. Die kriegen wir nur, wenn sich Unternehmen zusammentun wie Kohl und Priogo oder BMW und Solarwatt.“

Handel powered by Handwerk
„Ich habe mich sehr über die Einladung gefreut“, sagte Marco Herwartz, Präsident der Handwerkskammer Aachen, der einen Impulsvortrag hielt. „Erstens: Es geht um die Eröffnung eines neuen Aachener Unternehmens – Handel powered by Handwerk. Zweitens: Elektrotechnik und Ladeinfrastruktur. Drittens: Es geht um uns und unsere Zukunft.“
In seinem Impulsvortrag über das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung in Deutschland betonte Herwartz auch, dass Handel und Handwerk viel gemeinsam haben. „Hier vereinbaren sich nicht nur Mobilität und Strom, sondern auch Handwerker und Akademiker. Deswegen bin ich mir sehr sicher, dass Kohl Energy ein Erfolgsmodell wird.“

Abschließend rief Herwartz dazu auf, die eigenen Gewohnheiten zu überdenken, umweltbewusster zu leben und Energie effizient zu nutzen: „Wo Energie produziert wird, soll sie gespeichert und verwendet werden. Ein Elektrofahrzeug ist hocheffizient und hat wenige Reibungseffekte. Der Wirkungsgrad des Elektroautos beträgt 64 Prozent, das Brennstoffzellenauto 27, der Benziner 20 Prozent. Wichtig ist, dass die Akkus eines Elektroautos umweltverträglicher werden. Doch der größte Teil der Akkus ist in Handys und Laptops. Wir können nicht herumstehen und müssen die Möglichkeiten zur CO₂ Reduzierung nutzen. KOHL Energy sorgt dafür, dass die nötige Energie gewonnen, gespeichert und genutzt wird. Das spart CO₂ und schont den Geldbeutel. Der Klimawandel im vollen Gange. Die heutige Eröffnung ist ein gelungenes Beispiel mit unternehmerischem Mut. Ich wünsche viel Erfolg.“