Ein eigenes Video mit dem Smartphone produzieren: Das lernten die Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks bei einem Workshop in der Kammer. Foto: Elmar Brandt
Handwerkskammer Aachen
Ein eigenes Video mit dem Smartphone produzieren: Das lernten die Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks bei einem Workshop in der Kammer. Foto: Elmar Brandt

Moderne Werbung für Berufe

News 15.07.2020

Video-Workshop schult Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks

Aachen. Handwerker werden zu Werbeträgern. Bei der Modell-Initiative „Botschafterinnen und Botschafter des Handwerks“ (BBH) engagieren sich Lehrlinge, Gesellen sowie Inhaber von Handwerksbetrieben mit Migrationshintergrund ehrenamtlich. Es sind Menschen, die künftig die Beratungs- und Informationsangebote der Handwerkskammern flanieren und mit ihren eigenen Erfahrungen für Berufswege ins Handwerk werben wollen. In drei Pilot-Regionen – Kammerbezirke Aachen, Hannover und Hildesheim-Südniedersachsen haben sie sich mit den Koordinatoren der Kammer und Verantwortlichen der Zentralstelle für die Weiterbildung im Handwerk (ZWH) zu Workshops getroffen und sich dort über die Aufgaben der BBH ausgetauscht.

In Kooperation wurde ein Qualifizierungs- und Unterstützungsangebot für die BBH entwickelt. Neben der Vermittlung von Wissen und Informationen zu den wichtigen Berufswegen im Handwerk und der Vernetzung mit verschiedenen Beratungs- und Bildungsangeboten der Kammern stehen Module zu Präsentationstechniken und Kommunikation sowie zu interkultureller Sensibilisierung auf dem Programm. Das Projekt ist eine von der ZWH im Rahmen ihrer Aktivitäten im Multiplikatorenprojekt des Förderprogramms Integration durch Qualifizierung (MUT IQ) umgesetzte Initiative. Sie wird finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS). Von den BBH angesprochen werden sollen Menschen mit Migrationshintergrund, die auf Arbeitssuche sind oder bereits in ihrem Heimatland im Handwerk tätig waren. Natürlich gehören zur Zielgruppe aber auch Frauen und Männer, die im Ausland einen anderen Beruf ausgeübt haben. Es geht um die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und darum, Menschen zu gewinnen, die noch nicht über so gute Deutschkenntnisse verfügen.

Ein eigenes Video
Bei einem Workshop in der Handwerkskammer Aachen ging es nun ganz konkret darum, sich in der Öffentlichkeit darzustellen und für das Handwerk zu werben. Thema des Lehrgangs war die „professionelle Videoproduktion mit dem Smartphone“. Dabei ging es sowohl um die Aufnahme der Filmsequenzen als auch um das Schneiden des Materials zu einem ansprechenden Clip. In der Vergangenheit hatten sich die Botschafter bereits zweimal im digitalen Raum getroffen und ihre Ideen besprochen. Bei der Präsenzveranstaltung waren neben den Koordinierungsteams der Handwerkskammer Aachen und der ZWH Michael Trommen vom Kooperationspartner vierpunkteins sowie als Dozent des Seminars Andreas Dyck, Redakteur beim General-Anzeiger in Bonn. Er führte die Teilnehmer in die theoretischen und praktischen Grundlagen der professionellen Videoproduktion mit dem Smartphone ein. Unter seiner Anleitung lernten sie das „Handwerk des Videodrehs“. Hierzu zählen neben Planung und Konzeption der Filme verschiedene Dreh- und Schnitttechniken sowie rechtliche Rahmenbedingungen.

Als nächste Schritte planen die Botschafterinnen und Botschafter ihre eigenen Videos selbstständig. Dabei erhalten sie weiterhin Unterstützung durch die Kooperationspartner. Hierfür steht zudem die E-Learning-Plattform „ILIAS“ bereit, so dass ein reger Austausch und Feedback ermöglicht werden.

Kontakt: Michael Saal, Tel.: +49 211 302009-45, msaal@zwh.de, www.zwh.de und https://botschafter-des-handwerks.de; Ralf Eylmanns, Tel.: +49 241 471-162,  ralf.eylmanns@hwk-aachen.de, www.hwk-aachen.de/ausbildungsbotschafter

Das Förderprogramm Integration durch Qualifizierung (IQ) zielt auf die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsmarktintegration von Erwachsenen mit Migrationshintergrund ab. Das Programm wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) gefördert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Bundesagentur für Arbeit (BA).