Solar-Offensive in Aachen, www.aachen.de/solar
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Solaranlagen sind gewünscht

News 12.10.2021

Rückläufige Photovoltaikentwicklung bremst Energiewende weiter aus

Berlin. In diesem Sommer haben Unternehmer bislang rund 40 Prozent weniger Photovoltaik auf ihren Firmendächern installiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das geht aus Daten der Bundesnetzagentur hervor, die der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) ausgewertet hat. Ursachen der sind nach BSW-Angaben veraltete und viel zu niedrige gesetzliche Photovoltaik-Ausbauziele im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

Die Bundesregierung habe es versäumt, diese an den stark wachsenden Ökostrombedarf anzupassen. Infolge des bevorstehenden Atom- und Kohlausstiegs, verschärfter Klimaschutzziele und der Elektrifizierung der Mobilität sei der Bedarf nach Erneuerbaren Energien massiv gestiegen.

„Zu schnell sinkende Marktprämien und eine wachsende Bürokratie schrecken Unternehmer zunehmend davon ab, Sonnenstrom von den Dächern ihrer Fabrik- und Lagerhallen zu ernten“, sagte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Förderdeckel und Investitionsbarrieren müssten nun nach der Bundestagswahl schnell fallen. „Andernfalls wird die Energiewende weiter ausgebremst.“ Jüngst hatte eine E.ON-Umfrage unter 10.000 Unternehmern ermittelt, dass sich 53,7 Prozent von ihnen die Anschaffung einer Solaranlage vorstellen können.