WHKT-Vollversammlung
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Die Vollversammlung als Hybrid: Die Spitzen des WHKT und Staatssekretär Christoph Dammermann (3.v.l.) konferierten von Düsseldorf aus mit den Vertretern der Handwerkskammern im virtuellen Raum.

Stark in der Krise

News 10.11.2020

Selbstbewusst nimmt die WHKT-Vollversammlung Zukunftsthemen in den Blick

Düsseldorf. Bei der Vollversammlung des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT) als Videokonferenz haben die Spitzenvertreter der Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen drei Grundsatzpositionen für das Handwerk in NRW vereinbart:

  1.  Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung
  2. Berufsorientierung im Rahmen des Systems „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“
  3. Ehrenamtliches Engagement

Der aktuelle „Wellenbrecher-Lockdown“ stellt Wirtschaft und Gesellschaft, Politik und Kultur auf eine harte Probe. Es geht um Existenzen, um Ausbildungs- und Arbeitsplätze. WHKT-Präsident Hans Hund betonte, dass der WHKT sich mit ganzer Kraft für Betriebe in Not engagiere. Insbesondere das erneut von weitgehender Schließung betroffene Kosmetiker-Handwerk brauche schnelle Hilfen.

Gleichzeitig betonte Hund, dass das nordrhein-westfälische Handwerk in dieser Krise entscheidende Stütze der Wirtschaft sei. „Die wirtschaftliche Lage ist in den allermeisten Betrieben nach wie vor stabil. Das Handwerk bleibt Motor für Arbeits- und Ausbildungsplätze“, so Hund.

„Auf die Themen Fachkräftesicherung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit kommt es in den kommenden Jahren entscheidend an. Wir müssen jetzt die Weichen stellen, damit wir gut aus der Krise und sicher in die Zukunft kommen. Das Handwerk hat dabei allen Grund, optimistisch zu sein“, erklärte Matthias Heidmeier, Hauptgeschäftsführer des WHKT.

Im verabschiedeten Text der Vollversammlung heißt es, dass das Berufsbildungssystem im Handwerk gegenüber schulischen oder hochschulischen Bildungsgängen nach wie vor benachteiligt sei. Bei der Förderung müsse es mehr Gleichbehandlung geben. Die geforderten Maßnahmen reichen von der Schaffung eines Berufsbildungspaktes über die Förderung von Azubi-Wohnheimen bis hin zur Begabtenförderung.

Mit dem Ziel, junge Handwerker an ehrenamtliche Aufgaben heranzuführen soll eine Ehrenakademie des Handwerks in NRW etabliert werden. Das Landes-Wirtschaftsministerium hat ihre Förderung zugesagt.
Die Mitglieder der Vollversammlung sprachen bei ihrer Sitzung auch mit Christoph Dammermann, Staatssekretär im NRW-Wirtschaftsministerium. Dabei ging es um Digitalisierung, Außenwirtschaft, Fachkräftesicherung und die Bewältigung der Corona-Krise. Nach Überzeugung beider Seiten wird es weiterhin auf eine enge Partnerschaft zwischen Wirtschaftsministerium und Handwerkskammern ankommen. 
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