Handwerkskammer, zdh, Wiesbaden, CC, 2019
ZDH/Rüdiger Jeske
Impressionen der Schlussfeier im vergangenen Jahr: Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks ist hoch angesehen.

Vier Top-Handwerker sind Bundessieger

News 07.12.2020

Yannik Wilde gewinnt gute Form. Jana Böck, Lukas Fackeldey und Sebastian Quast zweite Sieger.

Berlin/Kammerbezirk. Jedes Jahr aufs Neue kämpfen Absolventen einer handwerklichen Berufsausbildung um den Bundessieg in ihrem Gewerk. Viele müssen sich dabei auf mehreren Wettbewerbsstufen gegen die Konkurrenz behaupten: von der Innungs- über die Kammer- und Landesebene bis hin zum Bundeswettbewerb der Landessieger.

Im Dezember werden über 130 Bundessieger vom Zentralverband des Deutschen Handwerks feierlich geehrt. Die Schirmherrschaft über den Leistungswettbewerb hat seit 1951 der jeweils amtierende Bundespräsident. „Der Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks hat für uns eine so große Bedeutung, weil er eindrucksvoll zeigt, was unsere jungen Profis zu leisten imstande sind: Sie zeigen die Zukunftsfähigkeit des Handwerks“, betont ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer.

Dieses Jahr ist alles anders, die aktuellen Entwicklungen und Bestimmungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie ließen eine Schlussfeier in Berlin, auf großer Bühne und vor großem Publikum, leider nicht zu. Aber dem Zentralverband war es wichtig, die Siegerinnen und Sieger des 69. Leistungswettbewerbs des Deutschen Handwerks und diesen großen Erfolg zu ehren – und zwar in Form eines Livestreams, einer virtuellen Schlussfeier. Am 5. Dezember wurde online gefeiert, immerhin.

Für zehn Siegerinnen und Sieger war die Schlussfeier dann doch schließlich real: Sie durften stellvertretend für alle Jungprofis nach Berlin. Unter ihnen war auch Yannik Wilde aus Simmerath. Der Parkettleger hat seine Ausbildung bei Bodenbeläge Breuer in Simmerath absolviert. Und zwar so gut, dass er beim Bundesleistungswettbewerb der Parkett- und Bodenleger Ende Oktober – kurz vor dem Lockdown light – in Neustadt a.d. Aisch teilnehmen durfte. Durch ein Hygienekonzept und unter Ausschluss der Öffentlichkeit konnte der Wettbewerb erfolgreich über die Bühne gehen. Yannik Wilde holte sich den ersten Platz als Designsieger der Parkettleger. Damit ist er Gewinner der guten Form im Handwerk. Der Wettbewerb „Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten“ findet parallel zum „Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks“ statt und ist auf bestimmte Berufe beschränkt. Hier geht es hauptsächlich um die ästhetische Qualität und die schöpferische Phantasie, die hinter den zu bewertenden Prüfungsstücken steht.

In diesem Jahr ist beim Bundesleistungswettbewerb weder ein 1. noch ein 3. Sieger aus dem Kammerbezirk hervorgegangen. Dafür freuen sich drei junge Handwerker über den 2. Sieg. Deutschlands zweitbeste Handwerkerin, Deutschlands zweitbester Handwerker – auch ein toller Titel. Diesen dürfen tragen: Glasapparatebauerin Jana Böck, Aachen, Ausbildungsbetrieb Aachener Quarzglas-Technologie Heinrich, Aachen; Glaser, Fachrichtung Verglasung und Glasbau, Lukas Fackeldey, Düren, Thermopor Glas, Merzenich; Behälter- und Apparatebauer Sebastian Quast, Niederzier, Apparatebau Peter Vossen, Düren. Lukas Fackeldey ist auch 2. Preisträger der guten Form im Handwerk.