Steht seit 25 Jahren für den AJH: Alexander Krott (vorne) ist Geschäftsführer des Arbeitskreises Junger HandwerksunternehmerInnen. Frischer Wind kommt mit German Gonzales Arias als neuem Vorsitzenden in den Vorstand.
N. Diefenthal
Steht seit 25 Jahren für den AJH: Alexander Krott (vorne) ist Geschäftsführer des Arbeitskreises Junger HandwerksunternehmerInnen. Frischer Wind kommt mit German Gonzales Arias als neuem Vorsitzenden in den Vorstand.

Zwei, die sich für die Zukunft ergänzen

News 09.12.2020

Alexander Krott führt seit 25 Jahren die Geschäfte des AJH. German Gonzalez ist neuer Vorsitzender.

Aachen. Die Geschichte beginnt vor 25 Jahren. Damals übernimmt Alexander Krott die Aufgabe des Geschäftsführers in einem noch recht jungen Verband – dem Arbeitskreis Junger HandwerksunternehmerInnen, der wenige Jahre zuvor gegründet worden war. Im vorigen Jahr hat der AJH einen neuen Vorsitzenden bekommen: German Gonzalez Arias, selbstständiger Malermeister und Sachverständiger. Beide treffen sich zum Ausklang eines ruhigen Jahres, um zurück und in die Zukunft zu blicken.

Krott, inzwischen Leiter Personal und Finanzen der Handwerkskammer Aachen, schwärmt vor allem von den vielen außergewöhnlichen Veranstaltungen, die der AJH seinen Mitgliedern bietet. „Die Qualität ist gewachsen“, sagt er. Genau wie die Mitgliederzahl. Rund 40 seien es bei seinem Amtsantritt gewesen, heute um die 130. Aufgenommen werden Betriebsinhaber bis 40 Jahre, rausgeworfen wird aber niemand, der älter wird. „Unser ‚J‘ hat sich mit den Jahren gewandelt“, sagt Krott. „Unsere Mitglieder werden ja mit uns älter. Wir schauen, dass im Vorstand immer auch jüngere Leute mitarbeiten.“ Im Vordergrund dieser Arbeit, die für alle Beteiligten ein Ehrenamt neben dem Beruf ist, stehen der Gewerk übergreifende Austausch, das Netzwerken unter Handwerkskollegen, fachliche Information in Form von Vorträgen und Exkursionen und auch Entertainment, die gefühlte Verbundenheit durch schöne gemeinsame Momente.

Ein großes neues Thema, dass vor allem den neue Vorsitzenden umtreibt, ist die Digitalisierung, konkret die Außendarstellung des Arbeitskreises. „Wir wollen den AJH total modern aufstellen“, sagt Gonzalez. „Dazu gehört für mich, dass wir eine Plattform bieten, auf der sich Betriebe zusammen tun und austauschen können.“ Der AJH habe schon jetzt – vor allem durch seine größte Veranstaltung, den AJH-Preis, - eine große Reichweite mit seinen Online-Präsenzen in den Sozialen Medien. „Das ist vergleichsweise minimaler Aufwand und wir können viele Leute mitnehmen.“

Gonzalez macht die Wirkung der virtuellen Netzwerk-Arbeit vor allem auf die Resonanz auf den AJH-Preis fest, der alle zwei Jahre ausgelobt wird. Im November 2021 soll die nächste Siegerehrung stattfinden. Alexander Krott blickt zurück: „Wir haben mit einem Stehempfang in der Aachener Bank angefangen.“ Heute ist die Preisverleihung ein großes Event mit Showcharakter in der Aachener Erholungsgesellschaft. „Da steckt sehr viel Zeit drin“, sagt Krott. „Und das lohnt sich“, ergänzt Gonzalez.

Die beiden klingen im Gespräch wie ein Team, das sich gerne die Gedankenbälle zuspielt. Das mag daran liegen, dass German Gonzalez schon seit 17 Jahren Mitglied im AJH ist und mehr noch wohl an der privaten Freundschaft, die beide verbindet. Sie führen kritische, ja stichelnde Dialoge miteinander. Wenn man sich gut kennt, weiß man, wie es gemeint ist. Es für eine gemeinsame Sache zu tun, scheint den beiden viel Spaß zu machen. Krott, der Traditionalist, der den AJH seit einem Vierteljahrhundert prägt und mitgestaltet, und Gonzales, der frische Wind mit seinem Fokus auf Netzwerken und Neuen Medien. Sie ergänzen sich. „So funktioniert es in unseren Betrieben ja auch“, sagt Gonzalez. Die Zeichen im AJH stehen weiter auf Wachstum.