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Es gelten die AHA-Regeln und die 3G-Nachweispflicht (geimpft, genesen, getestet) für alle Personengruppen. Bitte Ausweisdokument mitführen. Coronavirus

Die Kammer, ihre Bildungsstätten und die Akademie sind für Besucher/innen (z.B. Einzelberatung) geöffnet. Bitte prüfen Sie trotzdem, ob ein persönlicher Besuch erforderlich ist, oder ob Sie stattdessen Ihr Anliegen nicht auch telefonisch oder per Mail mit unseren Mitarbeiter/innen klären können. Falls dies nicht möglich ist, bitten wir um vorherige Terminvereinbarung.

Eine Übersicht, über die in unseren Häusern geltenden Verhaltensregeln, erleichtert Ihnen die schnelle Orientierung, was zu beachten ist.

Wichtiger Hinweis: Aufgrund der aktuellen Rechtsverordnung des Landes NRW sind Rückkehrer/innen aus vom RKI ausgewiesenen Risiko- oder Hochinzidenzgebieten zu besonderen Verhaltensmaßnahmen verpflichtet. Sollten Sie diesen Verpflichtung nicht nachgekommen sein, dürfen unsere Häuser nicht betreten werden. Die aktuellen Regelungen finden Sie auf der Website des Robert-Koch-Instituts unter www.rki.de.


Für Handwerksbetriebe

Ihre Ansprechpartner

Fragen zu Liquiditätssicherung, Förderpaketen und weiteren Hilfen
Mo - Do: 8 - 17 Uhr, Fr: 8 - 14 Uhr
Sekretariat Unternehmensberatung: Telefon +49 241 471-129,   beratung@hwk-aachen.de

Rechtliche Fragen zum Erlass der Bundes- und Landesregierung, Freistellung von Infizierten, etc.
Mo - Do: 8 - 17 Uhr, Fr: 8 - 14 Uhr
 Karl Fährmann: Telefon +49 241 471-141,   karl.faehrmann@hwk-aachen.de
 Julia Berwing: Telefon +49 241 471-142,   julia.berwing@hwk-aachen.de

Fragen zum Kammerbeitrag
Mo - Do: 8 - 17 Uhr, Fr: 8 - 14 Uhr
 Alice Jope: Telefon +49 241 471-338,   beitrag@hwk-aachen.de
 Sabine Motter: Telefon +49 241 471-340,   beitrag@hwk-aachen.de

Regelungen für das öffentliche Leben in Nordrhein-Westfalen

Nach dem Infektionsschutzgesetz ist grundsätzlich das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium zuständig, wenn es darum geht, Maßnahmen des Gesundheitsschutzes landesweit anzuordnen. Im Fall der Corona-Pandemie geschieht dies in der Regel in Form von Verordnungen. Die relevanten Gesetze und Verordnungen wie z. B. die Coronaschutzverordnung (CoronaSchVO) oder das Infektionsschutzgesetz finden Sie unter www.mags.nrw

 

Förderungen und Coronahilfen

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ sollen die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Ausbildungsmarkt abgefedert werden, indem krisenbetroffene, ausbildungswillige Kleinst- und Kleinbetriebe Unterstützung erhalten.

Ausbildungsbetriebe können bei der zuständigen Arbeitsagentur Fördermittel beantragen, und zwar:

  • Ausbildungsprämien für Betriebe, die - obwohl sie die Corona-Krise stark getroffen hat - ihr Ausbildungsniveau halten bzw. erhöhen
  • Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung - zusätzliche Bezuschussung von Ausbildern und ausbildenden Fachkräften - wenn der Ausbildungsbetrieb Auszubildende und Ausbilder nicht mit in Kurzarbeit schickt
  • Lockdown-II-Prämien für Kleinstbetriebe
  • Übernahmeprämien an Betriebe, die Auszubildende übernehmen

Info: Weitere Informationen zum Antragsverfahren und den Voraussetzungen finden Sie unter www.arbeitsagentur.de und unter www.zdh.de.
Gut informiert bei der Handwerkskammer Aachen: Erika Bierfert, +49 241 471-127,  erika.bierfert@hwk-aachen.de.

Der Förderzeitraum der Härtefallhilfen wurde verlängert und umfasst nun auch die Monate Januar bis März 2022. Die Antragsstellung für den neuen Förderzeitraum ist seit dem 6. Januar 2022 möglich. Die Anträge für den gesamten Unterstützungszeitraum (November 2020 bis März 2022) können bis zum 30. April 2022 eingereicht werden. Die Härtefallhilfen unterstützen Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Sie richten sich speziell an solche Unternehmen, bei denen die bestehenden Corona-Hilfen des Bundes, der Länder und der Kommunen nicht greifen, zum Beispiel die Überbrückungshilfen, die Novemberhilfe und die Dezemberhilfe. Die Härtefallhilfen werden durch die Länder geregelt. Das jeweilige Bundesland prüft den Einzelfall und entscheidet nach eigenem Ermessen, wer eine Härtefallhilfe erhält,www.wirtschaft.nrw/haertefallhilfe-nrw , Antragstellung (ausschließlich über einen prüfenden Dritten): www.haertefallhilfen.de,  FAQ : www.haertefallhilfen.de

Der KfW-Schnellkredit kann bis zum 30.04.2022 abgeschlossen werden. Der Darlehensantrag wird nicht bei der KfW, sondern bei der Hausbank gestellt. Die KfW bietet hierzu einen Online-Service an, mit dem die Antragsstellung bei der Hausbank mit entsprechenden Daten vorbereitet und als PDF exportiert werden kann (ersetzt nicht den Antrag!). Informationen, Voraussetzungen und Rahmenbedingungen zum Schnellkredit finden Sie hier.
 

Mit der Kurzarbeitergeldverlängerungsverordnung werden bis zum 31. März 2022 die Erleichterungen beim Zugang zum Kurzarbeitergeld verlängert. Die Erstattung der von den Arbeitgebern während der Kurzarbeit zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge erfolgt in der Zeit vom 1. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 zu 50 Prozent.

Grundlage für die Sonderregelungen ist das Gesetz zu Erleichterungen der Kurzarbeit. Kurzarbeitergeld soll schnell und gezielt helfen, wenn Unternehmen mit ihren Beschäftigten durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie Arbeitsausfälle haben. Diese Unternehmen und ihre Beschäftigten bekommen in dieser besonderen Situation Unterstützung, damit Entlassungen möglichst vermieden werden. Mit der grundsätzlichen Geltung der pandemiebedingten Sonderregelungen bis zum 31. März 2022 werden den von Arbeitsausfällen betroffenen Unternehmen und Beschäftigten Zuversicht und Planungssicherheit gegeben. So werden Arbeitsplätze gesichert, sodass Betriebe zusammen mit ihren Beschäftigten nach der Krise unmittelbar wieder durchstarten können.

Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Info: Weitere Informationen zum Kurzarbeitergeld und zur Sonderregelung finden Sie im Netz unter www.bmas.de/DE/Corona/erleichtertes-kurzarbeitergeld.html.

Neustarthilfe 2022

Die Neustarthilfe 2022 knüpft an die bisherige Neustarthilfe Plus an und ergänzt auch weiterhin die bestehenden Sicherungssysteme, wie zum Beispiel die Grundsicherung. Sie beträgt für den Förderzeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2022 insgesamt maximal 4.500 Euro für Soloselbstständige und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften sowie insgesamt maximal 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften und Genossenschaften. Die Antragstellung kann über die bekannte Plattform erfolgen unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Neustarthilfe Plus

Die Neustarthilfe Plus schließt mit höheren Vorschüssen an die Neustarthilfe an und umfasst die Förderzeiträume 1. Juli bis 30. September und 1. Oktober bis 31. Dezember 2021. Die Förderbedingungen für beide Förderzeiträume sind identisch. Die Neustarthilfe Plus unterstützt weiterhin Soloselbstständige, Kapitalgesellschaften, Genossenschaften, unständig Beschäftigte sowie kurz befristete Beschäftigte in den Darstellenden Künsten bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Die Antragsfrist für Erst- und Änderungsanträge für die Förderzeiträume Juli bis September und Oktober bis Dezember 2021 endet am 31. März 2022 (verlängert). Die Fristen für Änderungen der Kontoverbindung wurden ebenfalls bis 31. März 2022 verlängert. Wichtig: Die beiden Förderzeiträume müssen separat beantragt werden. www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Von angeordneten Schließungen betroffene Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen werden durch eine „außerordentliche Wirtschaftshilfe“ unterstützt. Die Betroffenen erhalten schnell und unbürokratisch Hilfe – in Form von Zuschüssen. Die Antragsfrist für Neuanträge endete am 30.04.2021. Änderungsanträge und Korrekturen der IBAN waren bis 31.07.2021 möglich. NEU: Verlängerung der Schlussabrechnung bis 31.12.2022,www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. 

NRW-Soforthilfe 2020 (Rückmeldefrist beachten)

Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes 1:1 an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern. Anträge für die NRW-Soforthilfe 2020 konnten vom 27. März 2020 bis zum 31. Mai 2020 gestellt werden.

Rückmeldeverfahren: Die Rückmeldung zur NRW-Soforthilfe ist seit Dezember 2020 möglich. Frist für die Abgabe der Rückmeldung ist der 31.10.2021. Für eine eventuell notwendige Rückzahlung besteht bis zum 30.06.2023 Zeit,www.wirtschaft.nrw/nrw-soforthilfe-2020 

Überbrückungshilfe IV

Die neue Überbrückungshilfe IV hat einen Förderzeitraum von Januar bis Ende Juni 2022. Die Bedingungen entsprechen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus. Die Überbrückungshilfe IV kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Weitere Infos unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de

Überbrückungshilfe III Plus

Die Corona-bedingten Schließungen und Beschränkungen dauern in einigen Branchen weiter an. Die Bundesregierung verlängert deshalb die Antragsfristen für die Überbrückungshilfe III Plus für betroffene Unternehmen und Soloselbstständige bis Ende März 2022. www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Überbrückungshilfe III  (Antragsfrist ist beendet)

Die Überbrückungshilfe III konnte bis 31. Oktober 2021 beantragt werden. Unternehmen, Soloselbstständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, die zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30% verzeichnen, erhalten Fixkostenzuschüsse,www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de.

Der Handwerkskammerbeitrag gehört zu den förderfähigen betrieblichen Fixkosten im Rahmen der Überbrückunghilfe III. Voraussetzung ist, dass der Beitrag innerhalb des maßgeblichen Förderzeitraums (November 2020 - Juni 2021) gezahlt wird. Generell gehen wir davon aus, dass die Steuerberaterinnen und Steuerberatern, über die die Überbrückungshilfe beantragt werden muss, davon Kenntnis haben. Ggf. macht es aber Sinn, die/den Steuerberater/in auf die Förderfähigkeit des Betrages hinweisen.

Überbrückungshilfe II  (Antragsfrist ist beendet)

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen. Die 2. Phase der Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von vier Monaten (September bis Dezember 2020), welches zum Ziel hat, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Das Programm wird für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt. www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe2

Überbrückungshilfe I  (Antragsfrist ist beendet)

Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von zunächst drei Monaten (Juni bis August 2020), das hilft Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Das Programm wird für Solo-Selbstständige, Freiberufler und im Unternehmen tätige Inhaber von Einzelunternehmen und Personengesellschaften mit höchstens 50 Mitarbeitern in Nordrhein-Westfalen mit der NRW Überbrückungshilfe Plus ergänzt,www.wirtschaft.nrw/ueberbrueckungshilfe.
Die Steuerberaterverband Düsseldorf hat ein 25-minütiges Informationsvideo zur Überbrückungshilfe aufgezeichnet. 

  

Fragen und Antworten

Informationen des ZDH

Damit Sie gut informiert sind und sich weniger Unsicherheiten im Umgang mit dem Coronavirus ergeben, finden Sie hier verschiedene Hinweise, Materialien und Internetseiten mit aktuellen Informationen rund um die Themen Arbeitsschutz und Gesundheitshinweise, Kurzarbeit, wirtschaftliche Entlastungsmaßnahmen und Sicherheiten für Kredite, die der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) als Dachverband der Handwerkskammern und Fachverbände des Handwerks zusammengestellt hat, www.zdh.de.

Betriebliche Pandemieplanung

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen in Nordrhein-Westfalen verschiedene öffentliche Finanzierungsangebote zur Verfügung:

Bitte melden Sie sich so früh wie möglich bei der Förderbank, wenn Sie einen Überbrückungskredit benötigen. Führen Sie zudem zeitnah ein Gespräch mit Ihrer Hausbank; die Vergabe von Bürgschaften, Haftungsfreistellungen und günstigen Krediten erfordert immer die Begleitung durch die Hausbank. Die kaufmännischen Unternehmensberaterinnen und –berater unterstützen Sie gerne bei der Vorbereitung der Gespräche.

Diverse Berufsgenossenschaften reagieren auf die Auswirkungen der Corona-Krise, indem sie ihren Mitgliedsbetrieben die Stundungsregelungen erleichtern, z.B.

  • Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaftg (BG BAU)
  • Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)
  • Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)

Die Erleichterungen bestehen je nach Genossenschaft in der Vereinbarung von geringeren Raten, dem Verzicht auf Sicherheiten sowie dem Verzicht auf Zinsen. Ob und wenn, welches Instrument in Betracht kommt, wird einzelfallbezogen geprüft und entschieden.

Bricht eine Pandemie aus, kann die zuständige Behörde Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz treffen und zum Beispiel eine Quarantäne verhängen. Dabei kann für Arbeitnehmer ein Tätigkeitsverbot ausgesprochen werden. In dem Fall besteht kein Anspruch auf Lohnfortzahlung. Für den daraus folgenden Verdienstausfall kann der Arbeitnehmer eine Entschädigung beanspruchen. Gemäß § 56 Abs. 1, 2 Infektionsschutzgesetz (IfSG) zahlt diese Entschädigung bis zu sechs Wochen lang der Arbeitgeber, der wiederum einen Erstattungsanspruch gegen die zuständige Behörde hat. Vom Beginn der siebenten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes gewährt.

Im Übrigen erhalten auch Selbstständige eine Entschädigungszahlung. Sie beträgt ein Zwölftel des Arbeitseinkommens des letzten Jahres vor der Quarantäne. Laut § 56 Abs. 4 IfSG erhalten Selbständige, die einen Betrieb haben, zudem von der zuständigen Behörde Ersatz der in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang.

Sollte wegen des Corona-Virus eine Quarantäne ausgesprochen werden, kann eine Entschädigung für betroffene Beschäftigte (Personalkosten) beantragt werden. Zuständig in Nordrhein-Westfalen sind der Landschaftsverband Rheinland. Insbesondere auf der Seite des Landschaftsverbandes Rheinland finden Sie umfangreiche Informationen zu Tätigkeitsverbot und Entschädigung, Kontakt zum Landschaftsverband Rheinland unter LVR-Servicenummer  +49 221 809-5444.

Bei einem nicht erkrankten Arbeitnehmer besteht die Pflicht die vereinbarte Arbeitsleistung zu erbringen. Diese wird nicht allein dadurch berührt, indem die Wahrscheinlichkeit der Ansteckung durch den Weg zur Arbeit oder durch Kontakte am Arbeitsplatz erhöht wird. Allerdings kann auf Wunsch des in Deutschland tätigen Arbeitnehmers der Arbeitgeber diesen ohne Bezahlung freistellen. Die Entscheidung trifft der Arbeitgeber.

Im Einzelfall kann der Arbeitgeber aber bei einer konkreten Gefährdung aufgrund seiner Fürsorgepflicht verpflichtet sein, den Arbeitnehmer von der Arbeit freizustellen oder Arbeit im Home-Office zu erlauben, wenn diese Möglichkeit besteht.

Arbeitnehmer, die Symptome einer Corona-Viruserkrankung aufweisen, sollen schnellstmöglich dem medizinischen Dienst oder telefonisch ihren Hausarzt kontaktieren, um sich über gesonderte Sprechstunden und Maßnahmen zu informieren. Es wird ein Covid-19-Test erfolgen und durch Befragungen herausgefunden werden, mit welchen Kollegen die betroffene Person im unmittelbaren Kontakt stand. Wegen der extrem hohen Ausbreitungsgefahr des Corona-Virus ist eine Infektion meldepflichtig. Die Meldung an das zuständige Gesundheitsamt übernimmt in der Regel der medizinische Dienst oder der Hausarzt.

Sobald der Verdacht einer Ansteckung besteht oder ein Arbeitnehmer an dem Virus erkrankt ist, muss der Arbeitgeber seiner Fürsorgepflicht gegenüber den übrigen Beschäftigten nachkommen. In diesem Fall stellt die Offenlegung der Viruserkrankung im Unternehmen eine rechtmäßige Verarbeitung von personenbezogenen Daten dar. Hintergrund ist, dass das dem berechtigten Interesse zum Schutz von Gesundheit und Leben der übrigen Arbeitnehmer dient.

Zum Schutz der übrigen Arbeitnehmer ist zu überlegen, ob ein Weiterarbeiten noch möglich ist. Im schlimmsten Fall sind diese Unternehmen zu schließen bis die Gefahr vorüber ist. Arbeitnehmer sind bis dahin bezahlt freizustellen. Dadurch, dass die Arbeitnehmer arbeitsfähig und arbeitsbereit sind, besteht weiterhin eine Lohnfortzahlungspflicht. Denn es handelt sich hierbei um eine betriebliche Sphäre. Infolgedessen sind die Arbeitszeiten nicht nachzuarbeiten.

In dem Fall sind, aufgrund der hohen Belastung für den Arbeitgeber, Alternativen zu überlegen. Hier sind das Verständnis und das Wohlwollen der Arbeitnehmer Voraussetzungen. Arbeitgeber könnten z.B. erfragen, ob ihre Beschäftigten in der Zeit dazu bereit sind

  • einzelne Urlaubstage (Betriebsrat ist mit einzubeziehen)
  • oder Überstunden (Anordnung möglich) in der Zeit zu nehmen.

Sofern im Betrieb eine Regelung zum Home-Office besteht und das die Tätigkeiten zulassen, kann der Arbeitgeber im Rahmen der bestehenden Regelungen seine Beschäftigten auch ins Home-Office schicken, damit sie von dort arbeiten.

Um das Unternehmen durch Senkung der Personalkosten vorübergehend wirtschaftlich zu entlasten, kann Kurzarbeit durch den Arbeitgeber angeordnet werden, soweit dies einzelvertraglich geregelt ist. Zunächst müssen allerdings alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Sofern ein Betriebsrat besteht, hat dieser gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 3 BetrVG ein Mitbestimmungsrecht. Zudem haben Arbeitgeber die Möglichkeit zur Entlastung Kurzarbeitergeld zu beantragen. Wird der Antrag genehmigt, übernimmt die zuständige Arbeitsagentur einen Teil der Lohnkosten.

Fazit: Wenn eine große Zahl von Arbeitnehmern erkrankt, Auftrags- oder Lieferengpässe eintreten und deshalb der Betrieb nicht aufrechterhalten werden kann, trägt der Arbeitgeber das Betriebsrisiko.

Durch Materialengpässe oder sogar Betriebsschließungen könnte es passieren, dass vertragliche Leistungen nicht, wie geschuldet, erbracht werden können. Die Haftung für die Folgen eines Leistungsverzugs setzt jedoch ein Verschulden (Vorsatz oder Fahrlässigkeit) voraus. Der Ausbruch einer Epidemie wird grundsätzlich als höhere Gewalt bewertet und kann durchaus das Verschulden des Leistungserbringers für Verzögerungen ausschließen. Jedoch verbietet sich eine pauschale Bewertung. Vielmehr kommt es auf die Umstände im Einzelfall an.

So sollte der Betrieb die empfohlenen Schutzvorkehrungen gegen eine Infektionsausbreitung befolgen. Anderenfalls ist der Vorwurf der fahrlässigen (Mit-)Verursachung einer Betriebsschließung nur schwer auszuräumen. Sollte ein Handwerksbetrieb tatsächlich von einer durch den Coronavirus bedingten eigenen Betriebsschließung oder der Betriebsschließung eines Lieferanten betroffen sein, ist stets zu empfehlen, Vertragspartner unverzüglich über die Situation zu informieren und gegebenenfalls neue zeitliche Leistungsziele zu vereinbaren.

Nach Möglichkeit sollten auch dringliche Einsätze in Wohnungen oder Häusern, die zu Quarantänezwecken dienen, auf einen gesundheitlich unbedenklichen Zeitpunkt verschoben werden. Unter Umständen können die Arbeiten jedoch nicht aufgeschoben werden, z.B. wenn Personen in Gefahr sind. Handwerksbetriebe, die einen solchen Noteinsatz durchführen, sollten sich hinsichtlich der zu treffenden Schutzmaßnahmen mit dem zuständigen Gesundheitsamt abstimmen. Entsprechende Schutzmaßnahmen können Schutzbrille, Atemschutzmaske Klasse FFP3, Einmal-Überkittel, Latexhandschuhe sowie Händedesinfektion sein. Des Weiteren ist zu beachten, dass Handwerker, die in Quarantänebereichen arbeiten, in denen sich infizierte Personen befinden, anschließend zum Kreis der Kontaktpersonen zählen, die möglicherweise selbst in Quarantäne gehen müssen.

Das Förderprogramm go-digital hat anlässlich der aktuellen Lage das Modul „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ erweitert. Ab sofort können IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, gefördert werden. Hierzu zählen der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig.

Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware. Bitte wenden Sie sich an unseren Digitalisierungsberater, wenn Sie gerne nähere Auskünfte hätten.

Einige Betreibe verfügen über eine Betriebsunterbrechungsversicherung und fragen nun, ob diese im Rahmen der Corona-Krise greift. Die Betriebsunterbrechungsversicherung dient der Absicherung von Vermögensschäden bzw. Betriebskosten, die durch „Zwangspausen“ – ausgelöst z. B. durch Feuer, Kabelbrand, Löschwasser, Elementarschäden - im Betriebsablauf entstehen. Seuchen bzw. Pandemien sind in der Regel ausgeschlossen.

Gegebenenfalls könnte aber die Betriebsschließungsversicherung, die häufig von Handwerken des Nahrungs- und Genussmittelsektors abgeschlossen werden, bei einer Pandemie greifen.

Sie ist eine Unterform der Betriebsunterbrechungsversicherung. Werden Keime bzw. Krankheiten im Betrieb festgestellt, greift die Gesundheitsbehörde für den Seuchenschutz ein, um die Gesundheit der Mitarbeiter und der Kunden zu schützen. Die Behörde entscheidet unter Umständen, den Betrieb vorübergehend zu schließen. In diesen Fällen übernimmt die Betriebsschließungsversicherung für den Unternehmer die Kosten, die aufgrund der Seuchenbekämpfung im Betrieb entstanden sind, sowie den Ertragsausfall, wenn der Betrieb vorübergehend schließen muss.



Für Lehrgangsteilnehmer

Alle Lehrgangsteilnehmer (Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung, Meisterschule, Sonderlehrgänge, Akademiestudium) müssen einen 3G Nachweis (geimpft, genesen, getestet) vorlegen. Bitte bringen Sie auch Ihren Personalausweis mit.

Grundsätzliche Information zum Lehrgangsbetrieb
Der Lehrgangsbetrieb findet in unseren Bildungszentren und der Studienbetrieb an unserer Akademie für Handwerksdesign unter Beachtung der Corona-Schutzvorschriften statt.

Bitte beachten Sie: Nach Maßgabe der Gefährdungsbeurteilung durch Covid-19 und der Corona-Schutzvorschriften haben wir alles für Sie vorbereitet. Wir bitten alle um eine gute Zusammenarbeit und um Flexibilität, wenn es ggf. aufgrund weiterer Anforderungen zu Plan- oder Raumänderungen kommt.


Wichtige Verhaltensregeln: Bitte beachten Sie die verbindlichen Verhaltensregeln und den Hygieneplan für Besucher und Teilnehmer der Bildungszentren der Handwerkskammer Aachen und der QualiTec GmbH: Verhaltensregeln Ausbildungs- und Lehrgangsbetrieb undCorona-Hygieneplan.

Grundsätzlich gilt, dass die Teilnahmepflicht für geförderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer besteht solange der Unterricht durch die Bildungseinrichtung angeboten wird. Erkranken geförderte Teilnehmende nachweislich am Coronavirus oder sind sie aufgrund einer behördlich angeordneten Quarantäne nicht in der Lage, die Fortbildung zu besuchen, so muss dies der BAföG-Stelle unmittelbar mitgeteilt werden. Nach Auslaufen der Quarantäne bzw. nach Genesung ist die BAföG-Stelle erneut zu informieren. Als Nachweis vorzulegen ist in diesen Fällen entweder die ärztliche Bescheinigung über die Erkrankung oder ein Beleg über die Quarantäne-Anordnung des Gesundheitsamtes. Die Zeiten während der Erkrankung bzw. Quarantäne ab dem Tag, an dem die Unterbrechung gemeldet wurde, werden dann nicht als Fehlzeiten für die BAföG-Förderung gewertet.

Sie haben Fragen oder sind unsicher, was zu tun ist? Diese Ansprechpartnerinnen helfen Ihnen gerne:

WeiterbildungsberatungMeistervorbereitungslehrgängeTel.: +49 241 9674-117
Tel.: +49 241 9674-122
Pia FinlayAkademiestudium Gut RosenbergTel.: +49 2407 9089-134
Birgit BrandtÜLU BGE AachenTel.: +49 241 9674-104
Elisabeth VondenÜLU BGE AachenTel.: +49 241 9674-104
Florian OphovenÜLU BGZ SimmerathTel.: +49 241 9674 119
Annegret ZymelkaÜLU TraCK DürenTel.: +49 2421 223129-19
Christine HarkeÜLU FriseureTel.: +49 241 471-225

Für Teilnehmer von Prüfungen

Teilnahme an schriftlichen und mündlichen Prüfungen in Berufskollegs

Immunisiert oder getestet

Bei allen Prüfungen der Handwerkskammer Aachen in den Räumlichkeiten der Berufskollegs der Kreise Heinsberg, Düren, Euskirchen und der StädteRegion Aachen dürfen nach der aktuellen Coronabetreuungsverordnung immunisierte Personen (geimpft oder genesen) oder Personen mit Negativtest teilnehmen. Der Testnachweis kann auch durch die angesetzten Schultestungen erbracht werden. Ein PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest (kein Selbsttest zu Hause!) sollte möglichst zeitnah vor der Prüfung durchgeführt werden. Er darf bei Prüfungsbeginn nicht älter als 48 Stunden sein.

Teilnahme an schriftlichen und mündlichen Prüfungen in der Handwerkskammer

Bei allen Prüfungen der Handwerkskammer Aachen (Zwischen-, Abschluss-, Gesellen-, Fortbildungs- und Meisterprüfungen) in Räumlichkeiten der Handwerkskammer Aachen ist u.a. zum Schutz unseres Aufsichtspersonals ein Nachweis über die Immunisierung vorzulegen (geimpft, genesen) oder ein Negativtest. Ein solcher Nachweis ist zusammen mit einem amtlichen Ausweisdokument mitzuführen und den verantwortlichen Aufsichtspersonen vorzulegen.

Ein PCR-Test oder ein Antigen-Schnelltest (kein Selbsttest zu Hause!) sollte möglichst zeitnah vor der Prüfung durchgeführt werden. Er darf bei Prüfungsbeginn nicht älter als 48 Stunden sein. Eine Prüfungsteilnahme ist ohne Vorlage eines dieser Nachweise nicht möglich. Teilnehmer/innen ohne Nachweis müssen sich darauf einstellen, zu einem späteren Zeitpunkt geprüft zu werden.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis und wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Prüfung!

Sie haben Fragen? Bitte wenden Sie sich an unsere Ansprechpartner der Prüfungsabteilung. Vielen Dank!

Handwerkskammer Aachen
Geschäftsstelle der Prüfungsausschüsse

 

Für Schüler und Lehrer

Lehrstellenvermittlung und Bildungscoaches sind weiterhin für Schüler und Lehrer da!

Die Lehrstellenvermittlung der Kammer führt auch in der Corona-Zeit und in allen Schulferien gerne persönliche Gespräche mit Schüler/innen und Betrieben. Sie geben Infos rund um die Themen Berufsorientierung, Lehrstellensuche, Bewerbungsmanagement (z.B. Bewerbungsmappencheck) per Telefon, E-Mail oder WhatsApp, sprecht unsere Bildungscoaches gerne an!