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Auszubildende dürfen im ÖPNV keine Kunden zweiter Klasse werden.

Die Handwerkskammer (HWK) Aachen unterstützt die Initiative der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), ein ermäßigtes Deutschland-Ticket auch für Auszubildende und nicht nur für Studierende einzuführen. Dieser Schritt sei essenziell, um die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung zu stärken und somit die Zukunft des deutschen Fachkräftenachwuchses zu sichern.

HWK-Präsident Marco Herwartz betont: „Es ist unerlässlich, dass wir unsere Auszubildenden unterstützen, indem wir ihnen die gleichen Vorteile wie den Studierenden bieten. Ein ermäßigtes Deutschland-Ticket für unsere Azubis würde nicht nur eine finanzielle Erleichterung darstellen, sondern auch ein starkes Zeichen für die Wertschätzung beruflicher Bildung setzen.“

In Anbetracht der Tatsache, dass viele Auszubildende täglich weite Wege zurücklegen müssen, ist die Forderung nach einem bundesweit gültigen und erschwinglichen Ticket mehr als gerechtfertigt. Die Handwerkskammer Aachen sieht in der Förderung der überregionalen Mobilität von Auszubildenden einen wesentlichen Schritt, um Ausbildungsplätze attraktiver zu machen und somit die Fachkräfte von morgen zu gewinnen. „Ein verminderter Zugang zu Mobilität sollte kein Hindernis auf dem Weg zur qualifizierten Berufsausbildung sein“, fügt Herwartz hinzu.

In einem gemeinsamen Appell an die Verkehrsminister von Bund und Ländern erinnern DIHK-Präsident Peter Adrian und ZDH-Präsident Jörg Dittrich an den Beschluss, das Deutschland-Ticket als Semesterticket einzuführen, und mahnen, Auszubildende nicht außen vor zu lassen. Die Handwerkskammer Aachen schließt sich diesem Appell an und fordert, dass die politischen Entscheidungsträger handeln, um eine Gleichbehandlung aller in der beruflichen Bildung zu gewährleisten.

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