Tom Schruff, Berater der Handwerkskammer Aachen, informiert und erinnert Betriebe, wenn Fristen einzuhalten sind.

Aachen. Wenn Tom Schruff Handwerksunternehmern erzählt, was alles möglich ist, sind diese überrascht, aber auch sehr erleichtert. Denn der Inklusionsberater der Handwerkskammer Aachen hilft bei allen Fragestellungen rund um die Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit Behinderungen.

Es gibt viele Fördermöglichkeiten von unterschiedlichsten Institutionen. Tom Schruff informiert die Unternehmen, berät und unterstützt bei der Antragstellung. Der Kraftfahrzeugtechnikermeister, der sich im Handwerk sehr gut auskennt, arbeitet eng mit dem Inklusionsamt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) zusammen.

9,4 Prozent der Menschen in Deutschland (7,8 Millionen) haben eine Schwerbehinderung. Drei Millionen derer sind zwischen 15 und 65 Jahre alt. „Von ihnen ist nur knapp die Hälfte erwerbstätig“, sagt Tom Schruff, dem es ein großes Anliegen ist, Arbeitsverhältnisse für Menschen mit Handicap zu ermöglichen. Er hilft auch bei Anträgen auf Gleichstellung, wenn der Grad der Behinderung unter 50 liegt. Durch die Gleichstellung erhalten Arbeitnehmer die Möglichkeit, auf Förderungen und Unterstützung zuzugreifen, die ihnen das Arbeiten erleichtern kann.

Tom Schruff geht in Meisterkurse und informiert dort die Lehrgangsteilnehmer über sein Beratungsangebot. So erreicht er zukünftige Betriebsinhaber und aktuell Mitarbeitende, die in ihrem Betrieb Verantwortung tragen und eventuell mit dafür sorgen können, einen Menschen mit Behinderung einzustellen. Wichtig ist auch zu wissen, dass Tom Schruff Betrieben hilft, wenn ihre Mitarbeiter im laufenden Arbeitsverhältnis schwerbehindert werden, durch einen Unfall oder durch eine Krankheit. Heutzutage gibt es eine große Palette an Arbeitshilfen, deren Anschaffung in Regelfall gefördert werden kann.

Als „Einheitliche Ansprechstelle für Arbeitgeber“ (EAA) tauscht sich Tom Schruff mit seinen Kolleginnen und Kollegen der anderen Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und Landwirtschaftskammern im LVR-Gebiet aus. Regelmäßig gibt es auch Arbeitstreffen nur mit den Netzwerkpartnern in der EAA Region Aachen-Euregio. Hier nehmen auch die EAA-Kolleginnen und -Kollegen, die für die freien Berufe zuständig sind, teil.

Tom Schruff weiß, wen er beim Inklusionsamt des LVR ansprechen muss, wer die Kontaktpersonen bei der Bundesagentur für Arbeit sind. Er hält Fristen im Blick und erinnert die Betriebe, wenn sie noch etwas einreichen oder beantragen müssen. Er hält Kontakt zum Integrationsfachdienst, der sich auch um die Arbeitnehmer kümmert und informiert sich selber über die Entwicklung bei den förderfähigen Erkrankungen. So stellen auch seelische Behinderungen und Autismus gegebenenfalls Einschränkungen dar, für die es im Rahmen der beruflichen Inklusion unter Umständen Förderung und Unterstützung gibt.

„Wichtig ist, dass Chefs und ihre Mitarbeiter Berührungsängste ablegen und sich mit dem Thema Beschäftigung Schwerbehinderter auseinandersetzen“, sagt Tom Schruff. Die Inklusion eines solchen Arbeitnehmers kann viele positive Auswirkungen für beide Seiten haben. Das weiß Tom Schruff aus vielen einzelnen Fällen, die er schon betreut hat.

Kontakt: Tom Schruff, Inklusionsberater der Handwerkskammer Aachen, Tel.: +49 241 471-171, E-Mail: tom.schruff@hwk-aachen.de.

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