Seit Beginn dieses Jahres gelten in Deutschland neue Regelungen beim Kinderkrankengeld. Der Bundesrat hatte einem entsprechenden Gesetz bereits Ende 2023 zugestimmt. Diese Änderungen sind nun besonders wichtig, da die Corona-Sonderregeln zum Kinderkrankengeld mit dem Ende des Jahres 2023 ausgelaufen sind. Jeder Elternteil hat Anspruch auf 15 Kinderkrankengeldtage pro Kind und Jahr (vor der Corona-Sonderregelung 10), Alleinerziehende können nun 30 Tage pro Kind und Jahr geltend machen (vorher 20). Die maximale Anzahl der Kinder krankengeldtage pro Jahr steigt für Elternteile auf 35 (vorher 25) und für Alleinerziehende jetzt auf 70 (vorher 50).

Anspruch auch bei stationärer Mitaufnahme
Ein weiterer wichtiger Aspekt des neuen Gesetzes ist die Regelung zur stationären Mitaufnahme. Eltern, die zusammen mit ihrem kranken Kind in einer Klinik aufgenommen werden müssen, haben nun auch Anspruch auf Kinderkrankengeld. Dies gilt für die gesamte Dauer der Mitaufnahme, ohne eine Höchstgrenze. Interessant ist, dass diese Tage nicht auch auf die regulären Kinderkrankengeldtage angerechnet werden. Der Anspruch auf Kinderkrankengeld bei stationärer Mitaufnahme setzt allerdings eine medizinische Notwendigkeit voraus. Diese wird bei Kindern unter 12 Jahren oder bei Kindern mit Behinderungen, die auf Hilfe angewiesen sind, angenommen. Bei Kindern bis zu 8 Jahren gilt automatisch die Annahme einer medizinischen Notwendigkeit. Das Gesetz berücksichtigt auch Situationen, in denen mehrere Ansprüche auf Kinderkrankengeld gleichzeitig entstehen könnten. Eltern können in solchen Fällen wählen, welchen Anspruch sie in Anspruch nehmen möchten.

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