Quelle: www.land.nrw/de

Azubi-Ticket für NRW

Kammer begrüßt Einführung zum 1. August – Betriebe können Zuschuss steuerlich absetzen

Auszubildende

Aachen/Düsseldorf. Auszubildende und Meisterschüler so zu stellen wie Studierende ist ein zentrales Ziel aus Sicht der beruflichen Bildung, um die alternativen Bildungswege gleich attraktiv auszugestalten. Die Ankündigung von Verkehrsminister Hendrik Wüst, dass es ab 1. August ein Azubi-Ticket geben soll, wird als richtiger und wichtiger Schritt von den Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen ausdrücklich begrüßt.


„Am Ende wird es darauf ankommen, wie die Konditionen wahrgenommen werden im Vergleich zu den bisherigen Verkehrsverbundtickets, zu Azubi-Tickets in anderen Bundesländern wie in Hessen, wo Auszubildende 1 Euro pro Tag zahlen, oder zum Semester-Ticket in NRW“, so Hans Hund, Präsident des Westdeutschen Handwerkskammertages. „Ein erster großer Fortschritt ist, dass sich die vier Verkehrsverbünde in NRW geeinigt haben, um ein einheitliches Azubi-Ticket anbieten zu können.“


„Die Handwerkskammer Aachen begrüßt die Einigung des Ministeriums für Verkehr und der Verkehrsverbünde über die Einführung eines landesweiten Azubi-Tickets“, erklärte Peter Deckers, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen. Das Ticket wird zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres, am 1. August, auch im Kammerbezirk erhältlich sein.


Der Aachener Verkehrsverbund hatte das regionale Azubi-Ticket für sein Verbreitungsgebiet bereits zum 1. August 2018 eingeführt: Das Abo für Auszubildende kostet monatlich 62 Euro und ist rund um die Uhr im gesamten AVV-Netz gültig. Das Azubi-Ticket für ganz NRW kann als Zuschlag auf Tickets erworben werden, die verbundweit in den Verkehrsverbünden Rhein-Ruhr (VRR), Rhein-Sieg (VRS), dem Aachener Verkehrsverbund (AVV) oder im Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) gültig sind. Für den Zuschlag auf das verbundweite Azubi-Ticket zahlen Auszubildende 20 Euro im Monat.

„Alle Beteiligten setzen damit ein starkes Signal für die Attraktivität der beruflichen Ausbildung. Wir werden bei den Unternehmen für das landesweite Azubi-Ticket werben“, sagte NRW-Handwerkspräsident Andreas Ehlert bei der Vorstellung der Einigung zum Azubi-Ticket.


Arbeitgeber, die sich für eine Bezuschussung des Azubi-Tickets entscheiden, können das Ticket als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen. Teilen sich Arbeitgeber und Auszubildende die Kosten für das landesweite Ticket je zur Hälfte, reduziert sich der Kostenanteil für Auszubildende auf maximal 41 Euro im Monat. Für ein verbundweites Ticket müssten Auszubildende bei einer Kostenteilung mit dem Arbeitgeber nicht mehr als 31 Euro im Monat zahlen.


„Bis zu einer Gleichbehandlung von Auszubildenden und Studierenden ist es aber noch ein weiter Weg“, betonte Deckers. „Wir werden uns daher weiterhin dafür stark machen, dass das Azubi-Ticket und das Semester-Ticket für Studierende ein vergleichbares Preisniveau haben. Was in Hessen gelungen ist, sollte doch auch in NRW möglich sein“, so Deckers.