Die Schüler kommen zum Häuslebauen

Projektklasse der Sekundarschule Nordeifel im Bildungszentrum BGZ Simmerath – praktische Erfahrungen im Handwerk

News BGZ Simmerath

Simmerath. Zehntklässler der Sekundarschule Nordeifel bauen in einem Projekt im Bildungszentrum BGZ Simmerath der Handwerkskammer Aachen derzeit Fachwerkhäuser mit Satteldach. Einmal in der Woche kommen sie in die Werkstatt zum Planen, Messen, Sägen und zu vielen anderen handwerklichen Tätigkeiten. 

Unter professioneller Anleitung lernen die Schüler das Handwerk kennen und gehen die gestellten Aufgaben ähnlich wie Lehrlinge, die im BGZ überbetrieblich unterwiesen werden, an. Dazu gehört das Kennenlernen von Anreißtechniken, das Einsetzen von Streben und Kehlbalken, die Ausarbeitung eines Kellerlochs, das Fundamentlegen und Maurerhandwerk. Die Schüler sind mit viel Einsatz und Freude dabei.

Erfolge motivieren

Die Kooperation zwischen der Schule und dem BGZ Simmerath bringt den Schülern Handwerk näher. Durch die praktischen Erfahrungen und das Ausprobieren mit Werkzeug und Material können sie feststellen, ob Handwerk eine berufliche Perspektive für sie sein könnte. Die Häuser, die sie errichten, werden in der Grundfläche zwei mal drei Meter groß sein und sollen später auf dem Schulgelände aufgestellt werden. 

Marco Stollenwerk, Lehrer an der Sekundarschule Nordeifel, begleitet seine Schüler bei den Projektarbeiten. Für ihn ist es eine interessante Aufgabe, mit ihnen gemeinsam das Ziel Hausbau zu verwirklichen. Stollenwerk findet gut, dass die Schüler sich an viele Einzelaufgaben herangeben müssen und dabei technische Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben. Auch das Zeichnen spiele im Projekt eine wichtige Rolle. Die einzelnen Fortschritte bescherten den Schülern zwischendurch motivierende Erfolgserlebnisse. Die Erfahrungen, die die Schüler im BGZ sammeln, werden im Schulunterricht vertieft. Zum Thema soll auch eine Arbeit geschrieben werden.

Melanie Müller, stellvertretende Schulleiterin an der Sekundarschule Nordeifel betont, wie hilfreich praktische Erfahrungen für ihre Schüler der Klassen 7 bis 10 sind, da sie die Berufswahl erleichterten. Sie freut sich, dass ihre Schüler in dem Projekt praktisch und körperlich arbeiten können und unterstreicht den sozialen Aspekt: Die Gruppenarbeit und das gemeinsame Gestalten im Team seien für die Entwicklung der Schüler sehr wertvoll. Melanie Müller weiß, dass viele Handwerkunternehmen derzeit nach Lehrlingen und Fachkräften suchen. Deshalb ist sie froh, dass ihre Schüler Einblicke in die Berufe erhalten. Schüler, die das Handwerk als mögliches Berufsfeld entdecken, können bei der Suche nach einem Praktikums- oder Ausbildungsplatz in einem entsprechenden Betrieb so gezielter unterstützt werden.