Digitalisierung ist der Maßstab für die Berufsbildung der Zukunft.
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Digitalpakt: Einigung schnell umsetzen

Handwerk begrüßt Einigung

Berlin. Das Handwerk begrüßt die Einigung zum Digitalpakt. „Mit der längst überfälligen Einigung auf einen Digitalpakt ist nun endlich der Startschuss für die dringende Digitalisierung der Schulen gegeben. In allen Berufsfeldern – gerade auch des Handwerks – hat die Digitalisierung inzwischen Einzug gehalten und gehört zum beruflichen Alltag, was zwingend erfordert, Schülerinnen und Schüler die nötigen digitalen Fähigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln“, sagte Handwerkspräsident Hans Peter Wollseifer zur Einigung.

Jetzt sei entscheidend, dass dieser Beschluss rasch umgesetzt werde und die entsprechenden Gelder flächendeckend an den deutschen Schulen in die dortige digitale Ausstattung sowie in Fort- und Ausbildungen zur Digitalkompetenz der Lehrerinnen und Lehrer investiert würden.

Wollseifer: „Die Berufsschulen wie die Bildungsstätten des Handwerks müssen bei der Verteilung der Mittel genauso berücksichtigt werden wie allgemeinbildende Schulen. Digitale Bildung muss integraler Bestandteil der Lehrpläne unserer Kinder sein, denn nur so werden diese künftig in der Lage sein, im berufspraktischen wie akademischen Berufsumfeld zu bestehen.“

Mit der Einigung haben Bund und Länder die Auszahlung der beschlossenen Digitalpakt-Mittel in Höhe von rund fünf Milliarden Euro möglich gemacht. Um den Kompromiss war auch deshalb lang gerungen worden, weil die Grundgesetzänderung ursprünglich vorsah, dass bei sämtlichen künftigen Bundesprogrammen zugunsten der Länder diese jeweils die Hälfte an eigenen Mitteln zuschießen sollten. Zwar kommen die Länder auch jetzt um eine Kofinanzierung nicht herum – allerdings nicht zwingend zur Hälfte.