Lecker: Eine Kugel „Crema Nocciola“ für die vierjährige Mona. Leidenschaft für Eis und gute Qualität sind das Erfolgsrezept.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Doris Kinkel

Eismacher seit fast 100 Jahren

Familienbetrieb Serafin in dritter Generation – handwerkliche Kunst mit regionalen Zutaten

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Aachen. Was gibt es Schöneres, als an einem heißen Sommertag ein Eis zu schlecken? Schokolade, Vanille, Nuss… Alles lecker, aber wie wäre es mal mit Joghurt-Sesam-Walnuss-Honig, Sahne-Grieß-Maracuja oder Erdnuss-Karamell?

Wer diese Sorten probieren möchte, ist in der Pontstraße richtig. Hier führt Marco Serafin die Eismachertradition seiner Familie, die ursprünglich aus Forno di Zoldo in Oberitalien stammt, seit 22 Jahren in der dritten Generation fort.

Seit 1923 produziert die Familie Eis, bald 100 Jahre, zuerst am Lago di Como in Italien, seit 1936 in Deutschland. Die Serafins eröffneten ein Eiscafé in Leipzig, welches sie während des zweiten Weltkrieges aufgaben. 1951 folgten sie der verwandten Familie Zammatteo nach Aachen. Die zweite Generation stieg ins Eisgeschäft ein. Viele der heute bestehenden Aachener Eiscafés wurden von der Familie Serafin gegründet und später an andere Eismacher weiterverkauft. Heute führt Marco Serafin die Eismanufaktur in der Pontstraße, seine Familie betreibt (unabhängig voneinander) Eisdielen in Blankenheim, Nettersheim und Schleiden.

Was ihn von seinen Mitbewerbern unterscheidet? „Meine Qualität“, kommt es wie aus der Pistole geschossen. Es gebe mit Sicherheit gute Eisdielen in der Region, lenkt Marco Serafin ein, „aber es werden immer weniger“, weiß er. Vor allem sehr wenige, die mit guten Zutaten arbeiten. So produziert er sein Eis nicht unter Zuhilfenahme von vorgefertigtem Eispulver, sondern verwendet unter anderem frische Eier und Kuhmilch mit Bezug direkt vom Bauernhof Kreutzer in Eilendorf.  Aus hygienischen Gründen wird die Eisgrundmasse vor der Weiterverarbeitung auf 86 Grad erhitzt. Über die Theke gehen die Kugeln natürlich mit Minusgraden…