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© Handwerkskammer Aachen, Foto: Doris Kinkel

Gegen Mindestausbildungsvergütung

Maßschneider äußern sich kritisch

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München. Die Anzahl der klassischen, inhabergeführten Meisterbetriebe im Maßschneider-Handwerk liegt bei rund 2.500 Betrieben. Nur noch 339 von ihnen bilden aus. 2017 gab es 679 Auszubildende. 2016 waren es noch 713 und 2015 779. „Jahr für Jahr brechen 40 Ausbildungsplätze weg“, beklagte Inge Szoltysik-Sparrer, Bundesvorsitzende der Maßschneider, vor der Presse auf der Internationalen Handwerksmesse in München.

Der Bundesverband macht dafür die zurückgehende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe verantwortlich, denn Bewerber auf die Ausbildungsplätze gebe es genug. Die Ausbildung würde häufig als Sprungbrett für ein Studium genutzt. Hemmschuh für die Unternehmen sei unter anderem aber die Diskussion um die Mindestausbildungsvergütung.

Dieser stehen die Maßschneider kritisch gegenüber. Ihrer Meinung nach wird sich die Anzahl der Ausbildungsbetriebe weiter deutlich reduzieren. Dies werde sich ebenfalls auf den Bestand der Berufsschulen auswirken. Es entstünden zum Teil hohe Fahrtkosten und Übernachtungskosten wegen langer Anfahrt zu den „Bezirksschulklassen“. Durch die Höhe der geplanten Ausbildungsvergütungen werde die Ausbildungsbeihilfe wegfallen. „Damit ist das duale System und die Zukunft des Schneiderhandwerks gefährdet“, sagte die Bundesvorsitzende Inge Szoltysik-Sparrer.