Sie informierten und diskutierten zum Thema „Gesundes Handwerk“ (v.l.): Jochen Karsch, Mechthild Janssen, Thomas Meßner, Marco Herwartz, Kay Holm und Marcell Jansen.
© Handwerkskammer Aachen, Foto: Elmar Brandt

Gesund bleiben, gesünder werden

IKK classic und Handwerkskammer Aachen informierten bei einer Veranstaltung mit dem früheren Fußballprofi Marcell Jansen

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Aachen. Die IKK classic und die Handwerkskammer Aachen haben in einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema „Gesundes Handwerk“ informiert.

„Sowohl die IKK classic als auch die Handwerkskammer setzen sich sehr für betriebliches Gesundheitsmanagement und Maßnahmen für die Erhaltung der Gesundheit ein“, sagte Marco Herwartz, Arbeitgeber-Vizepräsident der Kammer in seiner Begrüßung. Dies verhindere Ausfälle von Mitarbeitern wegen Krankheit und senke Kosten.

Was es bedeutet, an seine Grenzen zu gehen und dabei extrem auf Ernährung und Gesundheit achten zu müssen, erklärte der ehemalige Fußballprofi Marcell Jansen. Im Gespräch mit Kay Holm von der IKK classic erzählte der 45-malige Nationalspieler, der etwa 250 Mal in der Bundesliga für Borussia Mönchengladbach, Bayern München und den Hamburger SV auflief, aus seiner Karriere und seinem Leben. Als Leistungssportler habe er eine top Betreuung durch Ärzte und Physiotherapeuten genossen, jetzt wolle er aufklären. Jansen hat ein Sanitätshaus gegründet und ist als Unternehmer sowie als Unterstützer in verschiedenen Bereichen und Projekten aktiv.

Im Hinblick auf die Funktionalität des Körpers sei es ganz wichtig, dass schon von den Füßen her alles stimme, sagte Jansen und erzählte, dass er bereits seit seinem 19. Lebensjahr Einlagen getragen habe, um als Profi-Fußballer Verletzungen vorzubeugen. Jansen ist überzeugt, dass die Fachkräfte in mittelständischen Betrieben mit bestimmten Untersuchungen und Behandlungen gesünder gehalten werden können. Dafür böten sich zum Beispiel Ganganalysen an, bei denen Fehlstellungen ermittelt werden. Jansen appellierte an Unternehmer, Bluttests nur zur Einsicht für Arbeitnehmer zu finanzieren, da sie sehr deutliche Hinweise auf Erkrankungen geben könnten. Außerdem sollten sie ihre Mitarbeiter für Check-ups freistellen.

Darüber hinaus sollten sie zu gesunder Ernährung animieren. „Der Mensch muss wieder das Gespür bekommen, in sich hineinzuhorchen“, forderte Jansen. Er müsse erkennen, wie wichtig Bewegung sei, wie viel Spaß sie mache, und darüber hinaus müsse jeder Einzelne ehrlich zu sich selber sein und hinterfragen, was ihm Energie bringe beziehungsweise raube. Deshalb wirbt er für gesundes Fastfood, das lecker schmecke und satt mache, aber gesünder sei als Burger, Currywurst oder Pommes.

In der anschließenden Talkrunde erklärte Mechthild Janssen, Gesundheitsmanagerin der IKK classic, dass ihr Haus Unternehmen Impulse geben wolle, um das Thema Gesundheit zu platzieren. Die Kasse bietet Workshops oder Messungen im Betrieb an. Dabei fragen Experten die Mitarbeiter, wo es Probleme gibt.

Fliesenleger Thomas Meßner erzählte von seinem Projekt „Sportwerker“. In diesem engagiert er sich mit zwei Kollegen, indem sie sportliche Herausforderungen suchen und sich ihnen stellen und bei dieser Gelegenheit Spendengelder sammeln. Auf diese Weise haben sie schon viele Menschen zur Bewegung motiviert und viel Geld für gute Zwecke eingeworben.

Jochen Karsch, Dachdecker-Ausbildungsmeister im Bildungszentrum BGZ Simmerath der Handwerkskammer Aachen, erzählte dem Publikum, wie er als früher nicht so leistungsorientierter Mensch zum Sport gekommen ist, Spaß daran hatte, immer mehr Interesse fand und der Sport dann zur Leidenschaft wurde. Triathlet Karsch ist schon beim Ironman auf Hawaii ins Ziel gekommen und hat schon einige Langdistanzen absolviert. Er setzt sich immer neue Ziele, um neue Motivation zu bekommen. Das sollte auch Methode für Unternehmer und ihre Mitarbeiter sein.