Der Produktionsschwerpunkt E-Fahrzeuge ist für die Region eine große Chance zur Transformation.
Foto: Kambiz Javadi

Große Herausforderung – große Chance

IG Metall stellt Kampagne zur Elektromobilität vor

Aachen/Düren. Wenn es um das Thema Elektromobilität geht, gehört die Region Aachen zu den Gewinnerinnen. Der Aufbau einer Automobilproduktion aus einem Start-up der Hochschule, der zunächst allgemein belächelt wurde, ist in aller Munde.

Doch wer soll eigentlich diese Elektroautos bauen? Was bedeutet der Aufbau einer neuen Produktion für die Arbeitsplätze und die Wertschöpfung in unserer Region? Neben neuen Arbeitsplätzen in einer Zukunftsbranche fallen möglicherweise an anderer Stelle auch Arbeitsplätze weg.

Eine ganz schöne Herausforderung. Deshalb hat sich die IG Metall von Anfang an produktiv in den Prozess eingebracht und jetzt eine Kampagne vorgestellt, die speziell die Beschäftigten der neuen Branche und ihrer Zulieferer ansprechen soll. www.igmetall-nrw.de/themen/e-mobilitaet

„Viele junge Ingenieurinnen und Ingenieure, die direkt von der Hochschule kommen, hatten bislang keine Berührung mit Gewerkschaften und wissen oft gar nicht, was ihnen an Leistungen zusteht“, erläutert Daniela Jansen, Projektmanagerin E-Mobility der IG Metall Geschäftsstellen Aachen, Düren und Stolberg.

„Mit unserem Know how in der Automobilindustrie und unseren Kontakten in den Betrieben wissen wir, dass eine positive weitere Entwicklung nur gelingt über zukunftsfähig qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, faire Bezahlung und geregelte Arbeitszeiten“, so Achim Schyns, erster Bevollmächtigter der IG Metall Aachen.

Neben der direkten Ansprache der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll eine Gesprächsreihe unter dem Motto „Innovative Gedanken zu Mobilität“ einen Blick über den Tellerrand werfen.

Der bereits zum dritten Mal stattfindende Themenabend am 8. Mai im Tuchwerk Soers beschäftigte sich in Vorträgen und einer Diskussion mit der Digitalisierung industrieller Einfacharbeit in NRW, der besonderen Situation im Rheinischen Revier und der gewerkschaftlichen Einschätzung hierzu.

„Entscheidend für die Gestaltung der zukünftigen Arbeitswelt sind die besonderen Ressourcen, die unsere Beschäftigten mitbringen. Arbeit wird nicht automatisch gute Arbeit! Für die IG Metall ist sie immer auch Feld der Gestaltung, auch in Zukunftsbranchen wie der Elektromobilität“, sagt Daniela Jansen.