Die Region Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen laufe Gefahr, innerhalb der Metropolregion Rheinland den wirtschaftlichen Anschluss zu verlieren.
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IHK Aachen und Partner fordern „gesamtregionale Agenda“

Zur Beschleunigung des Breitbandausbaus solle eine regionale „Taskforce“ der Breitbandbeauftragten in den einzelnen Kommunen und Gebietskörperschaften eingerichtet werden.

Pressemitteilung

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, die Handwerkskammer (HWK) Aachen und die Vereinigten Unternehmerverbände (VUV) Aachen haben sich mit einer gemeinsamen Erklärung zu den Chancen der Region an zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung gewandt. In ihrem Appell an Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp sowie an die Fraktionsvorsitzenden des Zweckverbands Region Aachen, die Bürgermeister und die Hauptverwaltungsbeamten betonten die Partner die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit in den Bereichen Flächennutzung, Fachkräftegewinnung, Digitalisierung und Mobilität.

Die Region Aachen, Düren, Heinsberg und Euskirchen laufe Gefahr, „innerhalb der Metropolregion Rheinland den wirtschaftlichen Anschluss zu verlieren“, heißt es in dem Schreiben. Vor dem Hintergrund neuer Diskussionen um regionalpolitische Gebietszuschnitte „drohen kleinräumige Lösungen anstelle einer stärkeren regionalen Zusammenarbeit zum Wohle des Standorts“. Zentrale Themen müssten daher auf eine „gesamtregionale Agenda“ gehoben werden.

Bei der regionalen Flächennutzung biete sich dann für geringer verdichtete Teilräume die Chance, Arbeitsplätze vor Ort zu gewinnen und vom Wissenspotenzial sowie von der Attraktivität des städtischen Raums in der unmittelbaren Umgebung zu profitieren. Zur Fachkräftegewinnung seien etwa überregionale Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, gemeinsame Schulentwicklungsplanungen, besondere Qualifizierungsangebote wie etwa das für „E-Mobil-Bauer“ sowie regionale Vermittlungsstrategien notwendig.

Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung sei beispielsweise zu eruieren, ob Strategien zum E-Government auch in einer Selbstverpflichtung sämtlicher Kommunen im Kammerbezirk Aachen münden können. Eine wesentliche Rolle bei der Vernetzung der Region könnten unter anderem der „digitalHUB Aachen“ und der Heinsberger Co-Working-Space „Werkbank“ spielen.

Zur Beschleunigung des Breitbandausbaus solle außerdem eine regionale „Taskforce“ der Breitbandbeauftragten in den einzelnen Kommunen und Gebietskörperschaften eingerichtet werden, „um nach Wegen der politischen Unterstützung für eine Digital-Region Aachen zu suchen“. Vorbildlich sei der gesamte Wirtschaftsraum auch in Sachen „Elektromobilität“ und „Nachhaltige Mobilitätskonzepte“ unterwegs. „Es gilt, dies noch stärker sichtbar zu machen und wirtschaftlich wie politisch zu nutzen“, heißt es in dem Schreiben, in dem die Unterzeichner ihre Bereitschaft äußern, sich an der Umsetzung kreisübergreifender Strategieentwicklungen zu beteiligen.