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Im Dialog über Bildung und Meister

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer und DGB-Vorsitzende Anja Weber zu Gast beim WHKT

Raesfeld. Bei der Frühjahrs-Vollversammlung des Westdeutschen Handwerkskammertages (WHKT) auf Schloss Raesfeld begrüßten die Präsidenten, Vizepräsidenten und Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen die Landes-Schulministerin Yvonne Gebauer sowie die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) NRW, Anja Weber.

Duale Ausbildung

Im Mittelpunkt der von WHKT-Präsident Hans Hund geleiteten Diskussion mit Yvonne Gebauer standen die Stärkung der dualen Erstausbildung, die Notwendigkeit, die Angebote der Berufskollegs durch das Land intensiver zu steuern, die besorgniserregende Lehrkräfte-Lücke für die Fachklassen des dualen Systems und der Übergang in eine handwerkliche Berufsausbildung bei einer weiter steigenden Abiturienten-Quote.

Problem Lehrermangel

Die Ministerin kündigte erneut eine schon länger geplante Agenda zur Stärkung der Berufsbildung an, die sie gemeinsam mit NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann auf den Weg bringen will, und signalisierte, die darin enthaltenen Punkte anschließend auf Landesebene und in den Regionen debattieren zu wollen. Zudem brachte sie den akut absehbaren Lehrermangel in der Primarstufe und in der Sekundarstufe I sowie die Folgen dieser Entwicklung in die Diskussion ein.

Meister im Fokusc

Der Dialog mit der Vorsitzenden des DGB Nordrhein-Westfalen, Anja Weber, war geprägt von breitem Konsens, aber auch unterschiedlichen Auffassungen. Einigkeit bestand darüber, dass die Rückkehr zu einer gesetzlich festgeschriebenen Meisterpflicht für zukünftige Gründer in verschiedenen Handwerken ein sinnvolles Ziel darstelle. Unterschiedliche Meinungen gab es zur Mindestausbildungsvergütung, die der Gesetzgeber mit der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes einführen will.