Es ist uns ein Anliegen, nicht nur die besten Aussteller zeigen zu können, sondern den Rundgang auch zu einem abwechslungsreichen Erlebnis zu machen.
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Kunsthandwerk und Design auf dem Silbertablett

Beim Europamarkt kamen Liebhaber guter Gestaltung voll auf ihre Kosten

Europamarkt News

Aachen. Was ist der Unterschied zwischen Europamarkt und anderen Open-Air-Events in der Innenstadt? Es ist die fast andächtig zu nennende Ruhe gepaart mit der entspannten Atmosphäre auf allen Plätzen rund um Dom und Rathaus.

Dieses Flair entsteht immer am ersten September-Wochenende durch das Staunen und die Anerkennung, die die zigtausend Besucher des Europamarktes den Menschen auf der anderen Seite der 300 Verkaufsstände entgegenbringen: den Kunsthandwerkern und Handwerksdesignern aus ganz Deutschland und aus vielen Ländern Europas. Also ein bisschen so wie beim Traumschiff, wenn beim Kapitäns-Dinner die große Kunst der Köche auf dem Silbertablett vor den Augen der staunenden Gäste präsentiert wird.
Broschüre mit Marktplan und Ausstellerverzeichnis

Sie kommt durch die relativ leise geführten Gespräche zwischen Gestaltern und Besuchern zustande, wenn sie sich darüber austauschen, mit welcher Technik dies oder jenes hergestellt worden ist oder welche Geschichte sich hinter der Entstehung der Objekte verbirgt. Und sie entsteht durch den Stolz der Käufer, wenn sie eines der handwerklich hergestellten Unikate erworben haben – ganz egal, ob es sich um eine Tasche, einen Tisch, einen Hut, einen Pinsel, eine Steinskulptur, Schuhe, Schalen oder Schmuck handelt. Und egal wieviel es gekostet hat. Es ist halt eine ganz besondere Verbindung zwischen den Kunsthandwerkern und ihren Kunden – und das schon seit 43 Jahren, denn so lange existiert der Europamarkt bereits.

„Damit wir mit Fug und Recht behaupten können, dass Besucher des Europamarktes den Puls der Zeit in Sachen Kunsthandwerk und Design zu sehen bekommen, haben wir jedes Jahr eine gewisse Anzahl neuer Aussteller dabei“, betont Beate Amrehn, Formgebungsberaterin der Handwerkskammer Aachen und Organisatorin des Marktes. Diesmal hat sie 40 neue Aussteller ausfindig gemacht. Darunter eine Taschenmacherin aus Schweden, die Fischhäute als Material verwendet oder die „Baderknechte“, die das Barbier-Handwerk als Teil der Friseurkunst an den Jungen oder den Mann bringen.

Designforum
Fester Bestandteil des Europamarktes ist das Forum für Nachwuchs-Designer, das in diesem Jahr wieder in der Aula Carolina stattfindet. Das fünfte Semester der Akademie für Handwerksdesign der Kammer präsentiert dort Projekte und bietet selbst hergestellte Produkte zum Verkauf an. Dazu haben die Studierenden einerseits ein eigenes Konzept zur Darstellung der Studieninhalte an der Akademie umgesetzt. Andererseits geht es für sie beim Verkauf der eigenen Produkte um das Sammeln von Erfahrungen. Denn so wie die Kunsthandwerker auf den nahe gelegenen Plätzen der Altstadt werden die jungen Handwerksdesigner nach erfolgreicher Beendigung  ihres Studiums alles in einem sein: Ideenfinder, Entwerfer, Umsetzer und – eben auch Verkäufer. Das will schließlich alles gelernt sein.

Infos: Weitere Informationen finden Sie im Netz unter www.europamarkt-aachen.de und auf Facebook und Instagram.