Der Parlamentarische Staatssekretär des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Thomas Rachel (M.), hat den Partnern des Forschungsprojekts „LIKA 4.0“ die Urkunde zur Förderung überreicht.
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Lernen im Kundenauftrag

Akademie Zukunft Handwerk startet Forschungsprojekt „LIKA 4.0“ – digital gestütztes Ausbildungskonzept

News Digitalisierung

Alsdorf. Die Akademie Zukunft Handwerk (AZH-AG), das Institut Technik und Bildung (ITB) der Universität Bremen und die Digitalagentur Interlutions GmbH sind am 1. April gemeinsam mit 13 weiteren Projektpartnern aus dem SHK- und Elektrohandwerk mit dem Forschungsprojekt zur Entwicklung und Implementierung eines speziell auf die zukünftigen Herausforderungen des Handwerks zugeschnittenen Ausbildungskonzeptes gestartet.

Lehrlinge sind die Kundendiensttechniker, die Projektleiter, manchmal sogar die Chefs von morgen. Von ihnen wird nicht nur erwartet, fachkompetent in ihrem Gewerk zu sein, sondern auch Arbeits- und Geschäftsprozesse überblicken und zunehmend in digitalisierten Umwelten agieren zu können. Hier setzt das Forschungsprojekt LIKA 4.0 an, dessen Ziel es ist, ein arbeits- und geschäftsprozessorientiertes, digital gestütztes Ausbildungskonzept in der handwerklichen Praxis zu verankern. Dieses muss das betriebliche Ausbildungspersonal erreichen.

Im Kern des Projekts wird für diese Zielgruppe ein Weiterbildungsangebot entwickelt und realisiert, in dessen Zeitraum das auftrags- und kompetenzorientierte Ausbildungskonzept „Lernen im Kundenauftrag“ (LIKA) steht. Es geht von typischen Kundenaufträgen aus und stellt vollständige Arbeitsprozesse und Kundenorientierung in den Mittelpunkt. So werden Lernen und Arbeiten miteinander verknüpft und im LIKA-4.0-Kontext digital gestützt.

Für die Entwicklung der LIKA-4.0-Weiterbildung wird eine Kombination aus Präsenz- und Selbstlernphasen angestrebt. Ein Transfer in die betriebliche Ausbildungspraxis soll dadurch einfacher gelingen und nachhaltig unterstützt werden.

Das Projekt wird von der Akademie Zukunft Handwerk als zentrale Koordinierungs- und Transferstelle getragen. Das ITB übernimmt den Part der berufs- und medienpädagogischen Planung, Gestaltung und Evaluation des Weiterbildungsangebots. Außerdem fungiert das ITB als Schnittstelle zwischen Weiterbildungspraxis und informationstechnischer Umsetzung.

Für den Aufbau, die Vernetzung und die Optimierung von technischen Infrastrukturen, insbesondere für die Entwicklung eines Ausbildungsmanagement-Systems, zeichnet die Interlutions GmbH verantwortlich. Praxistransfer und -erprobung erfolgen durch die 13 geförderten Handwerksbetriebe. Im Sinne einer intensiven Lernortkooperation können auch Berufsschulen und überbetriebliche Ausbildungsstätten an der Umsetzung partizipieren. Das Projekt wird vom Bundesministerum für Bildung und Forschung und aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) gefördert. Es läuft bis zum 31. März 2022, das Fördervolumen beträgt circa 1,8 Millionen Euro.

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