Die ebenfalls auf den Weg gebrachte Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung ist ein wichtiges Signal für die zahlreichen Handwerksbetriebe, die sich bei der Integration geflüchteter Menschen engagieren.
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Mehr Fachkräfte fürs Land

Gesetz stellt Weichen

Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH)

Berlin. Die Bundesregierung hat beschlossen, die Hürden für die Einwanderung qualifizierter Arbeitnehmer zu senken. Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz ermöglicht, dass Fachkräfte auch aus Staaten außerhalb der Europäischen Union künftig leichter einwandern können. Ein Baustein, um den Fachkräftemangel in Deutschland zu lindern.

„Mit den vom Bundeskabinett verabschiedeten Entwürfen für ein Fachkräfteeinwanderungsgesetz werden die Weichen für ein modernes Zuwanderungsrecht gestellt. Das jetzt vorgelegte Regelwerk ist ein wichtiger Baustein, um die zunehmende Knappheit an Fachkräften in Deutschland zukünftig zumindest zu lindern“, sagt Hans Peter Wollseifer. Für das personalintensive Handwerk sei dabei von besonderer Bedeutung, dass die Zuwanderung beruflich qualifizierter Fachkräfte deutlich erleichtert werde, so der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH). Insbesondere die vom Handwerk vorgeschlagenen bilateralen Vermittlungsabsprachen würden dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wollseifer: „Die ebenfalls auf den Weg gebrachte Verbesserung der Ausbildungs- und Beschäftigungsduldung ist ein wichtiges Signal für die zahlreichen Handwerksbetriebe, die sich bei der Integration geflüchteter Menschen engagieren. Das Handwerk erwartet jetzt mehr Rechtssicherheit und einen einheitlichen Vollzug.“

Die jetzt verabschiedeten Gesetzentwürfe stellen aus Sicht des Handwerks eine ausgewogene Balance zwischen arbeitsmarktorientierten Erfordernissen und berechtigten innen- und asylpolitischen Erwägungen her. Das Handwerk erwartet, dass auf dieser Basis das anstehende Gesetzgebungsverfahren ohne weitere inhaltliche Abstriche zügig abgewickelt wird. „Denn eines ist klar: Die Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte ist unerlässlich, um dauerhaft Wachstum, Wohlstand und stabile Sozialsysteme in unserem Land zu sichern“, betonte Präsident Wollseifer.

„Wir wollen keine Einwanderung in die Sozialsysteme, sondern in den Arbeitsplatz. Das ist unser Ziel. Zudem können wir über diesen Weg die illegale Migration etwas zurückdrängen", erklärte Bundesinnenminister Horst Seehofer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesarbeitsminister Hubertus Heil und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin. Deshalb werde der Grundsatz der Trennung von Asyl- und Erwerbsmigration beibehalten.

Die Sicherung des Fachkräftebedarfs gehöre zu den zentralen Aufgaben dieser Legislaturperiode. Für einen starken Wirtschaftsstandort Deutschland gelte es, die Fachkräftebasis dem Bedarf der Wirtschaft entsprechend zu sichern und zu erweitern.

Im Vordergrund stehen dabei inländische und europäische Fachkräftepotenziale. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels ist die Bundesrepublik aber auch auf Fachkräfte aus Drittstaaten angewiesen. Hierbei verfolgt die Bundesregierung einen Gesamtansatz, denn der Gesetzentwurf ist Bestandteil der ebenfalls beschlossenen Fachkräftestrategie.

Info: Weitere Informationen zum Zentralverband des Deutschen Handwerks finden Sie im Internet unter www.zdh.de.